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Der härteste Eintracht-Fan mit dem größten Herz

03.03.2026 13:30 | 2:15m
Kutten-Paule ist einer der bekanntesten Eintracht-Fans. Seine Fan-Kutte ist tätowiert – und mit seinem Verein hilft er Obdachlosen im Frankfurter Bahnhofsviertel
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Sonntagmorgen im Bahnhofsviertel. Was auf den ersten Blick nach einer Bollerwagen Wanderung zum Heimspiel aussieht, ist eine Verteilaktion der sozialen Kuttenfreunde Frankfurt, kurz SCF.
Wollt ihr was zu essen haben? Was zu trinken? Was willst du? Einen Kaffee oder Tee?
Angeführt wird die Gruppe aus Ehrenamtlern von Jens Meißner, besser bekannt als Kuttenpaule. Der Fan der Frankfurter Eintracht ist mittlerweile berühmt für seine Kunden voller Aufnäher. Angefangen hat die Liebe für die Adler schon vor 33 Jahren.
Ich hab mir gedacht, du hast das Wochenende frei, Geh doch mal nach Frankfurt ins Waldstadion. So billigste Karte geholt. G Block fünf Mark. Das war damals, ne? Ja, und ich komme da rein und sehe da auf einmal alles Kutten. Ich sah meine Welt.
Meisner bekommt seine erste Kutte und wird zum Eintracht Edelfan. Die Liebe geht so weit, dass er seine Kutte nie wieder ablegen kann.
Im Endeffekt waren das 13 Tage Sitzungen über anderthalb Jahre. Ich meine, die Leute sehen es ja auch gern. Ich werde auch teilweise angesprochen Da machst du mal oberkörperfrei, willst du mal sehen? Und hin und her und trallala.
Das Tattoo ist mittlerweile fast fertig. Laut Jens Meisner fehlen nur noch kleine Details inklusive Autogramme und Riesenadler auf dem Rücken sieht die Tattoo Kutte aus wie die zum Anziehen und ist eine Ode an den Verein.
Ich liebe Frankfurt mit all seinen Facetten, mit seiner Eintracht, mit seinem Bahnhofsviertel, mit seinen sämtlichen Vierteln. Die ganze Stadt ist einfach nur Frankfurt. Highlife, das ganze Multikulti. Das gibt es nur in Frankfurt und ich liebe es.
Der Kuttenpaule beschreibt sich selbst als Asi mit Herz. Darum verteilt er mit dem SCF so oft es geht Essen und Getränke im Bahnhofsviertel. Denn kein Dach über dem Kopf zu haben, kennt er selbst.
Bis irgendwo in so einen Rattenschwanz reingekommen, wo du dann nicht mehr rauskommst, dann kannst du den zweiten Monat nicht mehr die Miete zahlen. Du kannst den dritten Monat nicht mehr die Miete zahlen. Und irgendwann hat er das Schloss ausgetauscht und hat gesagt Komm wieder, wenn du Geld hast, dann kriegst du auch deine Möbel wieder. Ja, wie soll ich es denn machen? Da hab ich den Job verloren und alles.
Doch der gelernte Metzger kommt dank eines Freundes wieder auf die Beine und will jetzt was zurückgeben.
Die Dankbarkeit, die er dann in den Augen siehst, das ist unbezahlbar. Und du weißt genau, es tut gut, Gutes zu tun.