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(M)

Kwasniok exklusiv: Köln kann Bayern "stressen"

12.01.2026 08:20 | 3:47m
Am Mittwochabend hat der 1. FC Köln den FC Bayern zu Gast. Für Cheftrainer Lukas Kwasniok geht es das erste mal gegen den deutschen Branchenkrösus.
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Ja, liebe Zuschauer und Zuschauerinnen, wir freuen uns auf ein richtig spannendes Spiel. Hoffentlich auch dann beim erste FC Köln gegen Bayern München. Und natürlich fragt sich ganz Deutschland Schaffen es die Kölner vielleicht als erste Mannschaft in dieser Saison den FC Bayern zu schlagen? Eine große Frage, und die gehen wir direkt weiter an den Cheftrainer Lukas Kwasniak. Vielen Dank für Ihre Zeit, Lukas. Glauben Sie an so ein Wunder?
Im Fußball ist alles möglich. Das ist nun mal so In jedem Spiel ist es so, dass es bei Null losgeht. Und die Wahrscheinlichkeiten sind nur jedes Mal anders. Und gegen die Bayern ist die Wahrscheinlichkeit eher etwas geringer als vielleicht gegen andere Mannschaften. Aber sie ist nun mal da und solange sie da ist, werden wir versuchen sie zu nutzen. Wir haben das schon im Pokalspiel glaube ich auch unter Beweis gestellt, dass wir sie stressen konnten. Und das versuchen wir natürlich jetzt auszuweiten. Und die Bayern brauchen einen nicht ganz so optimalen Tag. Das passiert ihnen halt echt selten. Das wird ein Teilaspekt des Spiels sein, dass wir over the top sein müssen und sie nicht ganz so an ihrem Limit.
Lukas Wenn man auf die Tabelle schaut Sie sind bester Aufsteiger. Sie sind auf Platz elf. Trotzdem hat man diese Serie von sieben Spielen ohne Sieg. Wie sehr belastet Sie das?
Nein. Belastung ist das falsche Wort. Ich glaube, dass wir in diesen sieben Spielen durchaus mindestens drei, wenn nicht viermal sehr nah dran gewesen sind. Dieses Quäntchen ist aktuell nicht auf unserer Seite. Aber das gehört nun mal leider zu, zu zu einem Aufsteiger dazu. Solche Phasen, in denen du dann ruhig bleiben musst, fokussiert bleiben muss und einfach auf deine Leistung schauen muss. Und wenn man sich die Leistungen anschaut, dann würde ich schon sagen, ist eine Mannschaft mit einem sehr guten Geist, mit ganz viel Bereitschaft, mit ganz viel Hingabe zu sehen, die sich völlig verausgabt und natürlich an der einen oder anderen Stelle auch mal an Grenzen stößt. Deswegen ist man ja Aufsteiger.
Merken Sie diese Wucht jetzt auch von diesem Traditionsverein? Wenn jetzt so eine Sieglosserie ist, dass das schon voll auf Sie dann auch ja kapriziert wird? Es ist der Trainer.
Ja, aber das war ja die ganze Zeit so, also ich hatte das Gefühl, dass der Verein schon immer eine Wucht hatte. Also es wäre schlimm, wenn ich das zu Beginn nicht gespürt hätte, sondern die Wucht war halt einfach eine positive. Und jetzt ist es nun mal so, dass ein bisschen mehr Kritik aufkommt.
Trifft Sie das überhaupt nicht? Lässt Sie das kalt?
Nein, dem ist nicht so! Das ist ja relativ normal, dass alles, was einen direkt betrifft, dass man sich das eben auch zu Herzen nimmt. Und wenn dann eben auch mal ein Plakat da ist, dann kannst du dich dem ja nicht entziehen. Und deshalb hat es schon ein bisschen was mit mir gemacht.
Haben Sie sich selber hinterfragt?
Na ja, grundsätzlich ist es so, dass du im Leben dich immer hinterfragen solltest und nicht Kritik immer in irgendeiner Form als destruktive wahrnehmen sollte, sondern die kann auch konstruktiv sein. Und dadurch, dass das der Fall gewesen ist, sollte man das tun. Alles andere wäre vermessen. Wohlwissend, dass ich es am Ende dennoch nicht jedem recht machen kann. Meine Aufgabe ist es, am Ende beim Zähneputzen morgens mit mir selbst im Reinen zu sein, wenn ich da in den Spiegel schaue. Und insofern, solange ich das bin, glaube ich, ist das auch alles in Ordnung.