Jessica von Bredow-Werndl trauert um ihr Nachwuchspferd Diallo. Birgit von Bentzel aus der RTL/ntv-Sportredaktion erklärt, was das Todes-Drama für die Dressur-Olympiasiegerin bedeutet.
Ihr gemeinsamer Weg ging viel zu kurz. Jessica von Bredow Werndel muss sich von ihrem Pferd Dialo verabschieden, das ganz plötzlich verstirbt. Heute früh musste ich dich gehen lassen, Dialo. Und kein Wort fühlt sich groß genug an für das, was gerade in mir zerbrochen ist, schreibt die deutsche Erfolgs dressurreiterin auf Instagram. Erst seit Februar arbeitet von Bredow Werndel mit dem 11-jährigen Nachwuchspferd zusammen. Eine Beziehung, die weit über den Leistungssport hinausgeht. Ich glaube, das ist einfach so wichtig, dass wir ganz viel Quality time mit den Pferden haben, dass es gar nicht ums Reiten geht, sondern einfach schöne Zeit miteinander verbringen, kuscheln, sich vom Boden aus mit den Pferden beschäftigen und einfach auf so einer Herzensebene eine Verbindung aufbauen. Wenn so ein Pferd so plötzlich stirbt, ist das ein Riesenschock, denn man ist ja nicht nur Trainingspartner. Jeder Reiter hat eine unglaublich enge Bindung. Man fühlt sich, man trainiert zusammen, man lebt zusammen und vor allem hatten die zwei eine große, große sportliche Zukunft vor sich. Und die ist von heute auf morgen weg. Genauso wie dieser Partner. Es entwickelt sich ja auch eine Liebe, ein Gefühl. Und da musste sie sich so schnell verabschieden von ihrem Pferd. Dialo litt wahrscheinlich am sogenannten BornaVirus. Eine gefährliche Krankheit, die meistens Pferde und Schafe befällt. Der BornaVirus ist extrem selten bei Pferden. Doch wenn ein Pferd BornaVirus hat, ist er meistens tödlich. Der Virus wird übertragen von Spitzmäusen durch kontaminiertes Einstreu oder Futter. Er führt zu einer heftigen Hirnhautentzündung, die wiederum zu Lähmungen und Schluckbeschwerden führt, und führt meistens zum Tod. Und so endet ihr Weg, der noch so erfolgreich werden sollte, quasi von jetzt auf gleich.