Als klarer Favorit geht Titelverteidiger Luke Littler ins Finale der Darts-WM gegen Gian van Veen. Aber ist der 23-jährige Niederländer wirklich chancenlos? RTL/ntv-Experte Kevin Schulte gibt eine Einschätzung ab.
Littler geht als Favorit ins Endspiel und wird natürlich jetzt versuchen, Back to back Weltmeister zu werden. Das ist hier wirklich eine Geschichte. Gerade in England, weil das seit Ewigkeiten keiner mehr geschafft hat. Gary Anderson war der Letzte, der hat zweimal hintereinander die WM gewonnen. Luke Littler kann das jetzt auch schaffen. Kurios auch Er ist zum Dritten Mal dabei und zum Dritten Mal im Endspiel. Das hat übrigens nur Phil Taylor geschafft, der legendäre Dartsweltmeister mit 16 WM Titeln. Aber ich kann mir trotzdem vorstellen, dass wir da ein ganz, ganz enges Finale sehen und vielleicht auch Jan van Veen am Ende mit sieben zu sechs durchgeht. Ich bin mir jedenfalls sicher, dass es nicht so klar wird wie in den vergangenen Jahren. Er hat einen historischen Rekord aufgestellt. Noch nie war ein Spieler auf ein Jahr gesehen so gut auf die Doppelfelder. Und die sind nun mal entscheidend. Im Darts. Und dementsprechend ist er hier auch der verdiente Sieger und Finalist. Ryan van Veen ist ein sehr ruhiger Typ, fast ein Nerd, könnte man sagen. Es hat ein abgeschlossenes Studium der Luftfahrttechnik mit 23 Jahren neben der Darts Profikarriere, die er seit drei Jahren bestreitet. Sicherlich nicht ganz ohne und auch nicht typisch im Darts. Dementsprechend ein ganz anderer Charakter als viele andere und auch als Luke Littler. Ja, und er ist jemand, der auch sehr offen über über seine Struggles in der Vergangenheit seine Probleme spricht. Das haben wir auch in der Pressekonferenz erlebt. Also ein sehr offener, aber dann doch irgendwie so ein nerdiger Typ. Ich glaube, Gary Anderson wäre im Vergleich zu China. Van Veen Was? Was die Stimmung betrifft für Luke Littler, der der gefährlichere Gegner gewesen. Weil Gary Anderson ein absoluter Publikumsliebling ist. Bei van Veen kann ich mir gut vorstellen, dass am Ende, gerade wenn es irgendwie spannend sein sollte, dass sich das englische Publikum vielleicht sogar eher durchsetzt gegen den Niederländer. Und dementsprechend glaube ich nicht, dass das Publikum jetzt so sehr aufseiten von Jan van Veen sein wird. Natürlich die Komponente die Deutschen, wie viele sind da und wie sehr schlagen die sich auf die Seite von Jan van Veen? Das kann natürlich den Unterschied machen.