Wir wollen unbedingt diesen Titel holen. Wir haben eine sehr, sehr gute und dominante erste Halbzeit gezeigt gegen eine Mannschaft, die uns über 90 Minuten alles abverlangt hat. Das war vielleicht für den einen oder anderen ein bisschen überraschend, dass wir so hoch angegriffen sind und angelaufen sind. Aber genau das wollten wir. Wir wollten ihnen nicht die Zeit geben, in Ballbesitz zu bleiben. Wir wollten viele Bälle erobern und dann eben schnell umschalten, hatten in der zweiten Hälfte allerdings dann zehn, 15 Minuten ein bisschen Probleme, wieder ins Spiel zu kommen, waren da sehr passiv. Und genau das war eigentlich das, was wir über die komplette Spielzeit nicht machen wollten. Passiv sein müssen wir noch mal ein bisschen die Hintergründe erfahren, warum es so war, warum wir diese zehn 15 Minuten gebraucht haben in der Mannschaft, um wieder ins Spiel zu kommen, weil das hätte dann auch in die Hose gehen können. Aber wir sind dann wieder mehr ins Spiel gekommen, hatten mehr Ballbesitz, hatten mehr Bälle, die wir vors Tor getragen haben. Und ja, es ist die alte Leier, die Effizienz vorm Tor, das ist das, was wir trainieren müssen. Ich habe es schon im Fernsehen gesagt. Das ist keine Frage der Technik. Es ist eine Frage der Spielintelligenz, der Erkennen von Situationen, um da einfach effektiver vor dem Tor zu sein. Was wiegt denn jetzt mehr die Zufriedenheit darüber, dass Spanien so unter Kontrolle gehalten wurde? Oder der Frust darüber, dass der Ball einfach nicht ins Tor geht? Ganz ehrlich im Moment der Frust, dass wir das Spiel nicht zu uns rübergezogen haben. Auf der anderen Seite hätte uns, glaube ich, die oder hätten uns die wenigsten in Deutschland so eine Leistung zugetraut, gegen so eine Mannschaft so dominant aufzutreten. Und ich sehe es als weiterer Entwicklungsschritt mit dieser Mannschaft, um eben dieses nächste Level zu erreichen. Ich habe gesagt, wir wollen den Abstand zu Spanien verringern, wir wollen uns technisch verbessern, wir wollen uns im Passspiel im ersten Kontakt verbessern. Da sind wir auf einem guten Weg. Und jetzt müssen wir schauen, dass wir unsere Vielzahl an Torchancen eben auch ummünzen in Tore. Also von daher ist es so ein bisschen zweigeteilt. Es hätte besser ausgehen können und trotzdem bin ich stolz auf die Mannschaft.