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RTL-Reporter Gerdes sieht Blatter-Dämmerung

14.07.2025 15:12 | 1:11m
"Wir haben den Fußball an Saudi-Arabein verloren", sagt der frühere FIFA-Boss Sepp Blatter im Interview mit RTL/ntv und sport.de. RTL-Reporter Jonas Gerdes ordnet die Aussagen Blatters ein.
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Sepp Blatter ist jetzt 89 Jahre alt, und ich glaube, er hat viel Zeit, über sein Lebenswerk nachzudenken. Und so langsam dämmert ihm, dass er die Kommerzialisierung, die er ja selber weitgehend mit vorangetrieben hat, in seiner Amtszeit als FIFA Präsident bis 2016 ein bisschen zu weit getrieben hat und dass jetzt sein Nachfolger Gianni Infantino das Ganze einfach konsequent fortsetzt. Und er hört möglicherweise von Freunden und Bekannten, dass das alles ein bisschen zu viel Fußball ist, ein bisschen zu viel Kommerz, ein bisschen zu viel Sponsoring. Und deswegen kritisiert er eben jetzt diese Entwicklung, wohl wissend, dass es auch sein Fehler ist. Das gesteht er aber nur auf mehrmaliges Nachfragen hin ein. Zum anderen muss man wissen, dass Sepp Blatter mit sich und der Fifa überhaupt nicht im Reinen ist. Denn er hätte sich so sehr gewünscht, dass es eine ordentliche Verabschiedung, vielleicht auch mal ein Danke vom Weltverband des Fußballs gibt. Aber so wie wir hören, geht Gianni Infantino nicht mal mehr ans Telefon, wenn Sepp Blatter anruft. Das heißt, da ist auch ein mächtiges Stück Enttäuschung mit dabei beim ehemaligen Vizepräsidenten. Und deswegen fällt die Kritik auch so scharf aus.