Für die Speedfahrer ist die Saison beendet. Fortan sind beim Weltcup-Finale in Norwegen die Techniker gefragt. Am Dienstag geht es weiter mit dem Riesenslalom der Männer und dem Slalom der Frauen. Dann sind wir selbstverständlich wieder live zur Stelle. Einstweilen danken wir für das Interesse und wünschen noch einen schönen Sonntag.
13:35
Jocher holt Weltcuppunkte
Mit der hohen Startnummer 25 fuhr der einzige deutsche Starter auf einen respektablen 14. Platz. Damit sammelte Simon Jocher zum Saisonabschluss 18 wertvolle Weltcuppunkte ein und schob sich im Super-G-Weltcup noch auf Rang 21.
13:31
Odermatt unter ferner liefen
Marco Odermatt hatte einen ungewohnt schwachen Auftritt, kam mit den Schneebedingungen offenbar gar nicht zurecht und blieb als Neunzehnter ohne Weltcuppunkte. Zumindest hatte er die kleine Kristallkugel im Super G schon vorher sicher, womit sich dieser Aussetzer verschmerzen ließ. Der Nidwaldner hatte ja auch die Abfahrtskugel geholt, wird zudem den Gesamtweltcup gewinnen. Als letzte Ziel bleibt der Riesenslalom. Bester Schweizer heute wurde Alexis Monney als Vierter. Das Podium war knapp drei Zehntel entfernt. In den Weltcuppunkten landeten auch Stefan Rogentin (6.) und Olympiasieger Franjo von Allmen (10.)
13:28
Männer auf dem Stockerl überstrahlen alles
Darüber hinaus gab es für den ÖSV einzig noch einen achten Platz für Marco Schwarz. Alle anderen Österreicher konnten ihr Potenzial nicht abrufen und landeten außerhalb der Top 15. Da trifft es sich gut, dass ganz vorn zwei auf dem Stockerl landeten.
13:24
Sieg für Paris!
Dominik Paris gewinnt nach der gestrigen Abfahrt auch den letzten Super G der Saison und feiert seinen 26. Weltcupsieg – den sechsten in einem Super G. Damit stellte der Italiener grandios unter Beweis, wie gut ihm die Piste in Kvitfjell taugt. Der 36-Jährige triumphierte hier bereits zum achten Mal, drei der Siege gelangen ihm im Super G. Allerdings war Paris nur um einen Hauch von sieben Hundertsteln schneller als der ebenfalls stark fahrende Vincent Kriechmayr, der sich damit auch Rang zwei im Disziplinweltcup sicherte. Dritter heute wie über die gesamte Saison wurde Raphael Haaser.
Zum Abschluss schauen wir noch auf den Juniorenweltmeister. Victor Haghighat macht es zunächst auch recht gut. Über die gesamte Distanz aber zahlt der Franzose dann doch etwas Lehrgeld. Es sammelt sich ein Defizit von gut drei Sekunden an. Das bedeutet die Rote Laterne.
Nun ist der einzige DSV-Fahrer dran. Simon Jocher wittert seine Chance. Auch ihn dürfen wir natürlich nicht an der Bestzeit messen. Doch bis Mitte des Laufes fehlt nur eine Sekunde. So gut war lange keiner mehr unterwegs. Der Deutsche kämpft sich mit Erfolg ins Ziel, reiht sich als Vierzehnter ein und wird Punkte mitnehmen. Mehr konnte von ihm nicht verlangt werden.
Als 25. des Super-G-Weltcups hat sich River Radamus geradeso für dieses Weltcup-Finale qualifiziert. Und der US-Amerikaner macht das recht gut, meistert die technischen Abschnitte natürlich stark. Das kann der 28-Jährige als Riesenslalomfaher natürlich. Unten raus muss aber natürlich noch ein wenig gegleitet werden. Radamus verpasst die Top 15 um zwei Hundertstel.
Anschließend versucht sich ein weiterer Kanadier am Olympiabakken. Bis Mitte des Rennens macht das James Crawford ganz ordentlich. Doch dann gerät er bei dem langen Linksschwung zu weit nach draußen, muss noch einmal nachdrücken, um das nächste Tor zu erwischen. Und so rutscht der 28-Jährige ganz ans Ende des Klassements ab.
Nun kämpft Cameron Alexander um einen guten Saisonabschluss. Natürlich sollte man auch heil ins Ziel kommen. Der Kanadier hat da einen Wackler, verliert kurzzeitig die Linie. Und solch einen Patzer darf man sich nicht leisten, wenn es für die besten 15 reichen soll.
Auf ähnlichem Kurs ist dann Matthieu Bailet unterwegs. Weltcuppunkte sind hier also weiterhin absolut drin. Darum kämpft der Franzose, begrenzt den Zeitverlust ebenfalls auf unter zwei Sekunden und kommt als Vierzehnter im Ziel an.
Einen zweiten Norweger haben wir noch. Engagiert legt Adrian Smiseth Sejersted los, möchte dem heimischen Publikum etwas bieten. Also fährt der Skandinavier gewohnt aggressiv. Die Top 10 erreicht der 31-Jährige nicht ganz, aber Rang elf scheint das zu sein, was jetzt noch möglich ist.
Für Daniel Hemetsberger läuft es nach dem neunten Platz gestern in der Abfahrt heute nicht ganz so gut. Der Oberösterreicher lässt einiges an Zeit liegen, büßt 2,3 Sekunden ein und wird ohne Weltcuppunkte aus diesem Wettkampf gehen - Platz 18.
Was ist für Guglielmo Bosca drin? Der Italiener schlägt sich anfangs besser, muss das aber nun auch in den technischen Abschnitten beweisen. Dort setzt es mitunter schon heftige Schläge. Der 32-Jährige rutscht auch mal einen Schwung an. Am Ende gibt es für Bosca einen ordentlichen elften Platz.
Bei den Olympischen Spielen fuhr Nils Allegre auf den vierten Platz. Davon ist auch er heute deutlich entfernt. Der 32-Jährige fährt im Bereich der letzten beiden Athleten und schiebt sich letztlich passenderweise genau dazwischen. Der Franzose wird im Ziel als Zwölfter vermessen.
Weiter geht es mit dem Olympiazeiten. Ryan Cochran-Siegle gerät allerdings rasch ins Hintertreffen. Der US-Amerikaner kann aber vielleicht ein paar Weltcuppunkte abstauben, muss dafür in die Top 15 fahren. Am Ende landet der 33-Jährige vor Odermatt, reiht sich als Elfter ein.
Schließlich steht Marco Odermatt noch oben. Drei Kugeln hat der Nidwaldner bereits sicher - die große sowie die kleinen in der Abfahrt und im Super G. Heute aber läuft gar nichts zusammen. Vergeblich sucht der Olympiadritte mit seiner Technik nach dem Feedback vom Schnee. Odermatt wird mit zwei Sekunden Rückstand förmlich deklassiert - also für seine Verhältnisse. Das ist nur der zwölfte Platz.
Stefan Rogentin ist in jedem Super G dieser Saison unter die besten Zehn gefahren, stets zwischen Platz sieben und neun gelandet. Darauf könnte es auch heute hinauslaufen, denn der Schweizer erreicht das Ziel als Sechster.
Nun sind wir gespannt auf Dominik Paris. Der Vorjahressieger hat gestern in der Abfahrt gewonnen und auf dieser Piste insgesamt schon sieben Triumphe gefeiert. Das taugt dem Italiener einfach und das zeigt sich auch heute. Paris liefert einige Zwischenbestzeiten. Und im Ziel liegt der 36-Jährige sieben Hundertstel vorn.
Nun macht sich Jan Zabystřan auf den Weg. Der Überraschungssieger von Gröden kommt heute nicht so richtig in Fahrt. Kontinuierlich bleibt Zeit liegen. Im Ziel sind das weit mehr als zwei Sekunden. Der Tscheche übernimmt die Rote Laterne.
Dann will es der Olympiasieger wissen. Franjo von Allmen sucht das Risiko, liegt da quer in der Luft. Das zahlt sich heute also nicht aus und lässt sich auch nicht kompensieren. Diese Fahrt misslingt dem Eidgenossen so ziemlich. Am Ende wird es lediglich Rang acht.
Möchte Stefan Babinsky im Super-G-Weltcup an Kriechmayr vorbei, dann müsste er auch in diesem Rennen vor dem Landsmann landen. Das allerdings ist für den Steirer eine zu große Aufgabe. Zudem baut der 29-Jährige einen groben Schnitzer ein. Und da Babinsky als Zehnter die Rote Laterne übernimmt, geht ihm auch noch der dritte Platz im Super-G-Weltcup verloren, den holt sich Raphael Haaser.
Dann ist Vincent Kriechmayr an der Reihe. Der Zweite im Disziplinweltcup findet gut in den Lauf, setzt Zwischenbestzeiten. Der Weltmeister von 2021 zieht das bis unten durch, trotzt auch einem kleinen Fehler. Aber die Form stimmt, der Oberösterreicher gibt weiter Gas. Im Ziel sprechen drei Zehntel für ihn.
Marco Schwarz zählt nicht zu den genannten Podiumskandidaten, in diesem Rennen aber könnte der Kärntner sehr wohl etwas bewegen, hat schließlich den Super G von Livigno gewonnen. Heute lässt sich das nicht wiederholen. Der 30-Jährige kommt mit fast neun Zehnteln Verspätung unten an.
Jetzt geht es auch um das Stockerl um Super-G-Weltcup. Da liegen drei Österreicher ganz eng beieinander. Einer davon ist Raphael Haaser. Der Vizeweltmeister findet eine gute Linie, fährt die technischen Abschnitte mit viel Zug und knackt im Ziel die Bestzeit um knapp drei Zehntel.
Dann stößt sich der Wengen-Sieger oben ab. Giovanni Franzoni zeigt einen technisch sauberen Lauf, ist nah an der Bestzeit unterwegs. Am Ende fährt der Italiener fast noch am letzten Tor vorbei und verfehlt die Führung um zwei Zehntel.
Anfangs fährt auch Mattia Casse stark. Doch auch beim Italiener wendet sich Mitte des Rennens das Blatt. Jetzt fehlt das richtige Maß zwischen dem Finden der Linie und dem eventuellen Investieren und Laufenlassen. So rutscht Casse auf Platz drei ab.
Jetzt fiebern die norwegischen Zuschauer der Fahrt von Fredrik Møller entgegen. Der Zweite von Beaver Creek findet gut in den Lauf. Dann fährt der Skandinavier einen weiten Weg, stellt wenig später die Ski kurz quer. Für die Bestzeit reicht das somit nicht. Gut vier Zehntel fehlen - Rang zwei!
Nun schiebt sich Christof Innerhofer in den Hang. Im Super G kann der Altmeister noch immer in die Top 10 fahren, hat das in Gröden bewiesen. Der 41-Jährige macht das bis Mitte des Rennens sehr gut. Doch dann geht ihm etwas der Strom aus. Ganz unten bekommt der Südtiroler noch ordentlich was aufgebrummt - Platz zwei!
Als erster des starken Schweizer Teams macht sich Alexis Monney auf den Weg. Und der Zweite von Livigno ist schneller unterwegs. Der 26-Jährige meistert die technischen Schwierigkeiten besser und fährt auf diese Weise 1,3 Sekunden raus.
In diesem Moment eröffnet Lukas Feurstein den Super G der Männer. Die Piste kennen wir bereits von den Frauen. Natürlich wurde oberflächlich etwas geglättet. Im technischen Teil trägt es ihn bei einem Linksschwung weit raus, das nächste Tor erwischt der Österreicher nur mit Mühe. Wenig später erreicht Feurstein das Ziel.
12:25
Weiterer Favorit
Ein Großteil der Favoriten ist bereits genannt. Hinzuzählen müssen wir noch Dominik Paris (Startnummer 13). Der Sieger der gestrigen Abfahrt befindet sich in guter Form und hat hier schon sieben Weltcuprennen gewonnen – unter anderem zwei Super G's (2019, 2025).
12:20
ÖSV-Sextett
Für Österreich bestehen allerbeste Aussichten auf Podiumsplatzierungen. Vincent Kriechmayr (Startnummer 9), Stefan Babinsky (10) und Raphael Haaser (7) belegen im Super-G-Weltcup derzeit die Plätze zwei bis vier. Darüber hinaus sind heute Marco Schwarz (8), Daniel Hemetsberger (19) und Lukas Feurstein (1) dabei. Kriechmayr hat übrigens 2024 einen Super G auf dieser Piste gewonnen.
12:15
Deutscher Einzelkämpfer
Die deutsche Fahne hält heute Simon Jocher hoch. Der 22. des Super-G-Weltcups ist allerdings erst mit der Startnummer 25 an der Reihe und wird sicherlich versuchen, noch irgendwie unter die besten 15 zu fahren.
12:10
Kugeln längst vergeben
Kristallkugeln stehen heute nicht mehr auf dem Spiel. Marco Odermatt (Startnummer 15) wird seine zweite kleine in diesem Winter bekommen, hat nach der Abfahrt gestern auch die im Super G bereits sicher. Auch die große Trophäe für den Gesamtweltcup ist dem Nidwaldner nicht mehr zu nehmen. Daneben haben die Schweizer natürlich Franjo von Allmen (11) dabei. Ferner starten für Swiss-Ski Alexis Monney (2) und Stefan Rogentin (14).
12:05
Teilnehmer beim Weltcup-Finale
Heute sind die Top 25 des Disziplinweltcups vollständig dabei. Zu diesem Kreis gehören Olympiasieger Franjo von Allmen und Weltmeister Marco Odermatt. Über 500 Punkte und mehr im Gesamtweltcup hat keiner das damit einhergehende Startrecht in Anspruch genommen. So kommt lediglich der amtierende Juniorenweltmeister Victor Haghighat aus Frankreich hinzu. Damit ergibt sich ein Starterfeld mit 26 Fahrern. Weltcuppunkte gibt es heute nur für die Top 15.
11:55
Olympiabakken
Auf der Olympiapiste von 1994 sind die Eckdaten identisch mit denen des Frauenrennens: Länge 2.253 Meter, Start auf 782 Metern, 600 Meter Höhenunterschied. Das gilt auch für die Kurssetzung, für die zeichnet Johno McBride verantwortlich. Der US-amerikanische Trainer hat zusammen mit dem Italiener Giovanni Feltrin (Frauen) 41 Tore gesteckt. Bei den Männern stehen 26 Athleten aus neun Nationen am Start.
11:45
Willkommen
Herzlich willkommen zum letzten Speed-Rennen der Saison! Beim Weltcup-Finale in Kvitfjell steht nun noch der Super G der Männer auf dem Programm. Dieser soll um 12:30 Uhr beginnen.