Für den Moment soll es das vom Weltcup-Finale aus Kvitfjell gewesen sein. Vielen Dank für das Interesse! Weiter geht es jetzt gleich mit den Frauen, die mit ihrer Abfahrt um 12:30 Uhr beginnen.
11:53
Kriechmayr Dritter
In Abwesenheit der nicht qualifizierten Deutschen fuhr Vincent Kriechmayr für Österreich als Dritter aufs Stockerl. Weltcuppunkte strichen Daniel Hemetsberger als Neunter und geradeso auch Raphael Haaser als Fünfzehnter ein.
11:50
Kugelgewinner Odermatt Siebter
Aus dem starken Schweizer Team stach Marco Odermatt heute nicht heraus, musste sich mit Rang sieben begnügen, doch der feststehende Gesamtweltcupsieger hatte die kleine Kristallkugel für die Abfahrt ja bereits sicher. Im heutigen Rennen waren einige Landsleute besser. Neben von Allmen handelte es sich dabei um Alexis Monney, der das Podium als Vierter um sechs Hundertstel verfehlte. Stefan Rogentin wurde Sechster.
11:44
Sieg für Paris!
Dominik Paris gewinnt die letzte Abfahrt des Winters und feiert seinen 25. Weltcupsieg – den 20. in einer Abfahrt. Allein in Kvitfjell steht der Italiener zum siebten Mal ganz oben auf dem Podium (fünf Abfahrten). Der 36-Jährige zeigte eine eindrucksvolle Fahrt, nahm Vincent Kriechmayr bei seiner Zielankunft sechs Zehntel ab. In der Folge konnte ihm allenfalls noch Franjo von Allmen einigermaßen das Wasser reichen. Der Olympiasieger wurde Zweiter mit 19 Hundertsteln Rückstand.
Letzter Starter ist Niels Hintermann. Mit dieser Fahrt beendet der Schweizer seine Karriere, wird also nicht mehr das letzte Risiko suchen. Zwei seiner drei Weltcupsiege hat der 30-Jährige in der Tat hier in Kvitfjell bei Abfahrten geholt (2022, 2024). Im letzten Streckenteil richtet sich der Eidgenosse auf, schwingt winkend in den Zielraum und wird dort von den Zuschauern und seinen Teamkollegen gefeiert. Da gibt es direkt eine Sektdusche.
Nun geht Martin Čater diese Abfahrt an. Der Slowene kann ebenfalls keine Wunderdinge mehr vollbringen und schafft es letztlich auch nicht unter die besten 15.
Jetzt macht sich der letzte ÖSV-Fahrer auf den Weg. Auch Raphael Haaser kann der Piste keine Spitzenzeiten mehr entlocken. Ziel muss es sein, in die Top 15 zu fahren. Darum kämpft der Tiroler, verliert dabei etwas mehr als anderthalb Sekunden und kommt tatsächlich genau als Fünfzehnter unten an.
Marco Schwarz ist der einzige, der die 500-Punkte-Regel genutzt hat, um hier anzutreten. Der Kärntner ist also wahrlich kein Abfahrtsspezialist. Das zeigt sich auch heute. Der Allrounder verliert viel Zeit, gibt die Ski nicht genug frei. Weit mehr als drei Sekunden bleiben auf der Strecke. Das setzt die Rote Laterne.
Nun schiebt sich der einzige Norweger in den Hang. Adrian Smiseth Sejersted macht es zumindest besser als die beiden Italiener zuletzt, fährt im Mittelteil einige Sektoren richtig stark. Zu diesem Zeitpunkt war aber bereits eine Sekunde verloren gegangen. Der Skandinavier kommt als Dreizehnter unten an.
Im Anschluss büßt auch Mattia Casse alsbald reichlich Zeit ein. Beim Russi-Sprung geht es 50 Meter weit. Rückschlüsse auf die Geschwindigkeit lässt das nicht zu. Der Italiener verliert zweieinhalb Sekunden und wird heute ebenfalls keine Weltcuppunkte abbekommen.
All die Erfahrung hilft Christof Innerhofer nicht, einen groben Fehler zu vermeiden. Der Südtiroler wirft sein Rennen da schon weg. Mit einem Schlag fehlen zwei Sekunden, die Zeit ist beim Teufel. Der 41-Jährige erreicht das Ziel als Siebzehnter.
Cameron Alexander erlaubt sich keine schweren Fehler, ist aber dennoch nicht schnell genug. Der Kanadier kommt nie in Fahrt, aber sicherlich haben die Athleten jetzt aktuell nicht das Potenzial für ganz vorn. Alexander reiht sich im Ziel als Zwölfter ein.
Alessio Miggiano hat Mühe, die Linie zu halten, muss immer wieder nachdrücken, fährt dann trotzdem weite Wege. Rasch geht ihm Zeit verloren. Am Ende reicht es für den Schweizer nur zu Platz 15. Dafür gäbe es noch Weltcuppunkte, aber es stehen ja noch ein paar Jungs oben.
Dann geht es der Aufsteiger der Saison an. Doch Giovanni Franzoni hat nicht mehr die absolute Topform, das zeigt sich auch heute. Der Olympiazweite verliert immer mehr Zeit, bekommt diesen Trend nicht gestoppt. Ganz unten gibt es noch richtig etwas drauf. Der Italiener muss mit Platz elf leben.
Bei Franjo von Allmen stehen früh bei einem Schwungansatz die Ski quer, was ihn zunächst leicht zurückwirft. Doch dann findet der Olympiasieger rasch in den Rhythmus, fährt ganz nah an die Zeiten von Paris heran. Der Eidgenosse kann die grandiose Bestzeit tatsächlich gefährden, schafft es letztlich nicht ganz. Knapp zwei Zehntel fehlen. Die hat der Weltmeister oben liegenlassen. Rang zwei!
Anschließend ist der olympische Bronzemedaillengewinner an der Reihe. Dominik Paris zeigt eine blitzsaubere Fahrt. Von Beginn an liegt der Italiener vorn, liefert zugleich überall Spitzengeschwindigkeiten, knackt die 130 Stundenkilometer. So fährt der viermalige Abfahrtssieger von Kvitfjell immer größeren Vorsprung heraus. Sechs Zehntel sind das am Ende - die überragende Führung!
Auch Stefan Rogentin legt stark los, noch ist hier gar nichts entschieden. Der Schweizer hält mit den Allerbesten mit. Doch der 31-Jährige kann ganz unten nicht zulegen. Und aufgrund der knappen Abstände reichen knapp drei Zehntel bereits, um das Podium zu verfehlen.
Vincent Kriechmayr stößt sich oben ab. Der Vizeweltmeister ist derzeit vielleicht einer der formstärksten Abfahrer. Die Motivation ist da und die Zwischenzeiten passen auch. Zwischenzeitlich sprechen drei Zehntel für ihn. Doch die gehen ihm komplett verloren. So wird das eine ganz enge Kiste. Doch im Ziel ist der Oberösterreicher um den Hauch von sechs Hundertsteln vorn.
Nun legt Marco Odermatt los. Die Abfahrtskugel hat der Nidwaldner bereits im Sack - wie auch die große für den Gesamtweltcup. Dennoch will es der 28-Jährige wissen, setzt Zwischenbestzeiten. Doch unten raus geht im Zeit verloren. Da hilft ihm die hohe Geschwindigkeit nicht, Monney ist hier ja stark gefahren. So schafft es Odermatt nicht ganz - Platz drei!
Im Anschluss findet Alexis Monney gut ins Rennen. Der Eidgenosse kommt hervorragend mit der Piste und den Bedingungen klar. Der 26-Jährige hält die Position, gibt an den richtigen Stellen den Ski frei. Am letzten Geschwindigkeitsmesspunkt wird Topspeed vermessen. Dieses Tempo verhilft ihm zur Bestzeit!
Schon oben fährt Florian Schieder etwas weite Wege. Dennoch scheint das Material zu passen, der Italiener kann immer wieder Tempo aufnehmen, ist nicht so weit weg von den Bestzeiten. Doch unten passt die Linie wieder nicht, dort bleiben die entscheidenden Zehntel liegen, die am Ende zum Podium fehlen - Rang vier!
Nils Allegre fährt über weite Strecken sauber, doch so richtig Zug bekommt der Franzose nicht rein. Und im letzten Streckenteil schleichen sich zudem noch ein paar Fehler ein. So bleiben gut acht Zehntel liegen - Platz vier!
Dann legt Ryan Cochran-Siegle los. Der US-Amerikaner versucht etwas stur, die Linie zu halten, findet nicht die beste Balance, lässt die Ski nicht genug laufen. Und so büßt der 33-Jährige kontinuierlich ein und reiht sich unten als Vierter im Klassement ein.
So richtig sauber bekommt das auch Benjamin Jacques Alliod nicht hin, der Italiener aber gibt den Ski besser frei und setzt einige Zwischenbestzeiten. Ein Polster jedoch vermag er nicht aufzubauen. Dann verliert der 26-Jährige bei einem kleinen Sprung die Position, muss aufmachen. Und so fehlt ihm im Ziel eine Viertelsekunde.
Jetzt schiebt sich Maxence Muzaton in den Hang. Der Franzose legt oben gut los, gerät dann aber ins Hintertreffen. Der Abfahrtsdritte von Kitzbühel, sammelt Zehntel um Zehntel ein. Mitunter bekommt er den Ski nicht richtig auf Zug. Im Ziel setzt das fast eine Sekunde Zeitverlust.
Anschließend patzt Justin Murisier ganz früh, vermeidet gerade so den Sturz, wird aber weit rechts raus getragen. Mit einem Schlag ist eine Sekunde weg. Und offenbar hat auch die Überzeugung gelitten beim Schweizer. Immer wieder ist der 34-Jährige deutlich von der Linie weg. Am Ende setzt es fast zwei Sekunden Rückstand.
Nun macht sich der erste ÖSV-Fahrer auf den Weg. Daniel Hemetsberger fährt der Vorgabe von Hrobat zunächst knapp hinterher. Viel fehlt dem Oberösterreicher nie, doch richtig ran an den Slowenen kommt er auch nicht. Nicht immer kann der 34-Jährige die Hocke halten und hat unten knapp drei Zehntel Verspätung.
In diesem Augenblick eröffnet Miha Hrobat die letzte Männerabfahrt des Winters. Der Slowene stellt uns die Strecke vor, erwischt die Linie nicht immer sauber. Beim Russi-Sprung geht es überschaubare 37 Meter weit. Kurz vor dem Ziel kommt der 31-Jährighe nahe an die 130 Stundenkilometer heran und setzt die erste Zeit.
10:43
Favoriten
Vizeweltmeister Kriechmayr zählt als Sieger von Courchevel sicherlich zum Favoritenkreis – wie auch die bereits genannten Schweizer Odermatt und von Allmen. Ferner achten wir natürlich auf die anderen beiden olympischen Medaillengewinner Giovanni Franzoni und Dominik Paris aus Italien. Letztgenannter hat hier bereits vier Abfahrten gewonnen – die letzte vor einem Jahr. Tags darauf hatte 2025 in der zweiten Abfahrt übrigens Franjo von Allmen triumphiert.
10:35
Österreichisches Quartett
Deutsche Sportler suchen wir im Starterfeld vergebens. Als 27. hat Luis Vogt die Qualifikation um 13 Weltcuppunkte verpasst. Dafür hat der ÖSV mit Vincent Kriechmayr, Daniel Hemetsberger, Raphael Haaser und Marco Schwarz vier Athleten dabei.
10:26
Odermatt hat Kugeln sicher
Um Kristallkugeln geht es heute nicht mehr. Marco Odermatt hat den Disziplin- und den Gesamtweltcup bereits in der Tasche. Der Nidwaldner ist Teil eines siebenköpfigen Schweizer Teams, dem natürlich auch Franjo von Allmen, Zweiter im Abfahrtsweltcup, angehört. Zudem wollen sich Alexis Monney, Stefan Rogentin, Justin Murisier und Alessio Miggiano dem Wettkampf stellen. Für Niels Hintermann, Sieger 2024, ist es das letzte Rennen der Karriere.
10:17
24 Starter aus acht Nationen
Startberechtigt sind bei einem Weltcup-Finale die Top 25 der jeweiligen Disziplinwertung. Dazu dürfen alle Athleten antreten, die im Gesamtweltcup 500 Punkte und mehr gesammelt haben. Davon macht einzig Marco Schwarz Gebrauch. Ein persönliches Startrecht besitzen der jeweils amtierende Weltmeister, Olympiasieger und Juniorenweltmeister. Letzteres jedoch entfällt, weil bei der diesjährigen Junioren-WM im norwegischen Narvik die Abfahrten abgesagt werden mussten. Der amtierende Weltmeister und Olympiasieger Franjo von Allmen zählt als Zweiter ohnehin zu den Top 25 dieser Saison. Sollten Sportler nicht antreten können, gibt es übrigens keine Nachrücker. Die verletzten Nils Alphand und Elian Lehto mussten die Saison vorzeitig beenden. Somit haben wir heute 24 Starter.
10:08
Olympiabakken
Auf der Olympiapiste von 1994 steht für die Athleten eine 3.035 Meter lange Wettkampfstrecke bereit. Vom Start auf 1.020 Metern weist die Kurssetzung von Hannes Trinkl den Weg über die 838 Höhenmeter hinunter ins Ziel. Der FIS-Renndirektor hat 29 Tore gesteckt.
09:58
Willkommen
Herzlich willkommen zum Weltcup-Finale der alpinen Skisaison in Norwegen! Zum Abschluss des Winters haben sich die Speed-Fahrer in Kvitfjell eingefunden, um dort die letzte Abfahrt auszutragen. Um 10:45 Uhr soll der Start erfolgen.