Für heute soll es das vom alpinen Weltcup-Finale in Norwegen gewesen sein. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit! Morgen geht es weiter in Kvitfjell, dann steht für Frauen und Männer der Super G auf dem Programm. Bis dahin!
13:32
Rädler Vierte
Beste Österreicherin war heute Ariane Rädler, die als Vierte das Stockerl um vier Hundertstel verpasste. Cornelia Hütter wurde Achte. Auch Nina Ortlieb (12.) und Mirjam Puchner (13.) räumten Weltcuppunkte ab. Von den vier Schweizerinnen konnte sich einzig Corinne Suter als Sechste unter den besten 15 behaupten.
13:28
Aicher rückt näher an Shiffrin ran
Das abermals gute Ergebnis des DSV rundete Emma Aicher als Fünfte ab. Letztlich aber war das zu wenig, um Laura Pirovano im Disziplinweltcup noch abzufangen. Ihr fehlten am Ende 83 Punkte zur Kugel. Im Gesamtweltcup jedoch verkürzte die hier ebenfalls Zweite den Abstand zu Spitzenreiterin Mikaela Shiffrin auf 95 Zähler – bei drei noch ausstehenden Rennen, bei denen diese beiden auch starten werden.
13:24
Sieg und Kugel für Pirovano!
In eindrucksvoller Manier ist Laura Pirovano mit dem Druck umgegangen, als Führende des Abfahrtsweltcups in dieses abschließende Rennen zu starten. Die Italienerin bewies starke Nerven, setzte der glänzenden Fahrt von Breezy Johnson noch eins drauf und fuhr damit als Tagessiegerin zugleich die kleine Kristallkugel ein. Für die 28-Jährige bedeutet das den dritten Weltcupsieg - alle in den letzten drei Abfahrten dieses Winters errungen. Hinter der US-Amerikanerin sicherte sich Kira Weidle-Winkelmann als Dritte einen Platz auf dem Podium. Für die Starnbergerin reichte das allerdings nicht für die Top 3 der gesamten Saison. Um zwei Pünktchen rutschte sie vom Treppchen, musste Johnson noch den Vortritt lassen.
Jetzt beendet Nadia Delago diesen Wettkampf. Die Olympiadritte von 2022 lässt die Ski ganz oben gut laufen, ist dort tatsächlich eine Hundertstel vorn. In der Form lässt sich das nicht ganz fortsetzen. Dennoch ist das eine ordentliche Fahrt. Die Italienerin begrenzt ihren Zeitverlust auf unter eine Sekunde und sortiert sich als Elfte ein.
Nun kommt eine weitere, die letzte Schweizerin. Auch Jasmine Flury wird ganz vorn im Klassement keine Änderung mehr herbeiführen. Die Weltmeisterin von 2023 schafft es ebenfalls nicht, heute noch ein paar Weltcuppunkte abzustauben.
Nun geht es Janine Schmitt an. Die Eidgenossin bemüht sich um eine saubere Fahrt, hat bei den Sprüngen mitunter ein paar Schwierigkeiten, riskiert darüber hinaus nicht alles. Und so verpasst die 25-Jährige die Top 15.
Alice Robinson sollte eigentlich die einzige Athletin sein, die sich die 500er-Regel zunutze macht, doch letztlich steht die Neuseeländerin nicht am Start, verzichtet kurzfristig.
Dann schauen wir auf eine junge US-Amerikanerin. Für Allison Mollin kann es auch nur um die Top 15 gehen. Den Sprung dort rein schafft die 21-Jährige aber nicht ganz, da fehlen 16 Hundertstel.
Anschließend begibt sich Romane Miradoli auf den Olympiabakken. Die Französin zeigt eine recht brave Fahrt, leistet sich zwar keine schweren Fahler, ist aber auch nicht wirklich schnell. So landet die 32-Jährige im Ziel auf Rang 15 - dem letzten Platz, für den es heute noch Weltcuppunkte gibt.
Dann schiebt sich die Vizeweltmeisterin in den Hang. Mirjam Puchner kommt nicht ganz so gut klar wie ihre Landsfrau eben. Die Salzburgerin wirkt mitunter etwas zaghaft, bringt die Ski nicht gut genug auf Zug und verliert mehr als eine Sekunde.
Sehr vielversprechend legt Ariane Rädler los. Die Vorarlbergerin liefert oben zwei Zwischenbestzeiten. In der Form kann das die 31-Jährige nicht ganz konservieren, bringt aber dennoch eine starke Fahrt zu Tal. Rädler schiebt sich auf Platz vier - ausgerechnet vor Emma Aicher, die damit weitere Punkte im Kampf um den Gesamtweltcup einbüßt.
Inzwischen sind die Top-Abfahrerinnen unten. Was können die verbleibenden Athletinnen noch bewegen? Jacqueline Wiles ist zunächst ganz ordentlich unterwegs, hat dann etwas Schwierigkeiten bei einem Sprung, steckt dann noch einen Schlag nicht gut genug weg, kommt von der Linie ab. Die US-Amerikanerin erreicht das Ziel als Elfte.
Pirovano hat nun natürlich allerbeste Karten, auch den Tagessieg zu holen. Daran möchte jetzt aber Kajsa Vickhoff Lie rütteln. Bei der Norwegerin wird allerdings schnell klar, dass es ihr heute nicht so gut von der Hand geht. Die 27-Jährige büßt mehr als eine Sekunde ein und kommt als Elfte unten an.
Nun geht es um den Abfahrtsweltcup - und natürlich auch noch um den Tagessieg. Laura Pirovano scheint die Nerven zu haben, ist an den Zwischenzeiten voll dabei. Die Italienerin ist sogar in der Lage, unten raus noch zuzulegen. So fährt die 28-Jährige tatsächlich Bestzeit und gewinnt in diesem Moment die kleine Kristallkugel.
Kira Weidle-Winkelmann wird das Rennen nicht gewinnen, kann die kleine Kristallkugel also nicht mehr holen. Eine ähnlich kleine Chance besitzt Cornelia Hütter. Auch die Steirerin müsste dafür heute siegen. Doch davon ist die 33-Jährige etwas entfernt, fängt sich letztlich mehr als sechs Zehntel ein und muss sich mit Platz sechs begügen.
Nicht mit den Allerbesten kann Nina Ortlieb mithalten. Die Österreicherin lässt reichlich Zeit liegen, bekommt erst im zweiten Streckenteil etwas Stabilität rein, fährt da einen Sektor richtig gut. In der Summe aber fehlt ihr fast eine Sekunde - Platz acht.
Nun gilt es für Emma Aicher. Mit Johnson kann die junge Deutsche nicht ganz mithalten, bleibt aber einigermaßen dran. Schließlich ist die US-Amerikanerin nicht ohne Fehler geblieben. So holt die Olympiazweite tatsächlich noch auf. Im Ziel fehlen 22 Hundertstel, das bedeutet Rang drei.
Im Anschluss ist Breezy Johnson an der Reihe. Die Olympiasiegerin zeigt eine saubere Fahrt, hält immer gut die Position. Dann verdreht es ihr leicht den Körper, die Ski aber bleiben komplett in der Richtung. Zwischenzeitlich liegt die US-Amerikanerin eine halbe Sekunde vorn, baut dann doch noch einen Fehler ein. So wird das knapp. Die Weltmeisterin liegt am Ende eine Zehntel vorn.
Jetzt legt Sofia Goggia los. Auch die Italienerin ist oben sehr schnell unterwegs. Ihr geht aber bereits Mitte des Rennens Fahrt verloren. Mitverantwortlich dafür ist ein Fehler. Das ist in der Folge nicht mehr zu korrigieren. Die Olympiadritte lässt letztlich mehr als eine halbe Sekunde liegen und reiht sich als Vierte ein.
Dann stößt sich Nicol Delago oben ab. Und auch die Italienerin gibt gehörig Gas, fliegt am Russi-Sprung 50 Meter weit. Bis zur letzten Zwischenzeit liegt die 30-Jährige vorn, doch auch hier wird es knapp. Am Ende schafft es auch Delago nicht, Kira Weidle-Winkelmann zu verdrängen - Rang drei!
Offenbar steckt noch mehr in der Piste. Das stellt Corinne Suter unter Beweis. Allerdings zehrt die Schweizerin dann vermehrt von ihrem herausgefahrenen Polster. Und unten raus ist Weidle-Winkelmann stark gefahren. Das schafft Suter nicht, 23 Hundertstel fehlen - Platz zwei!
Im Anschluss steht die erste Deutsche bereit. Kira Weidle-Winkelmann legt stark los, landet beim Russi-Sprung nach 46 Metern. Die Starnbergerin zeigt eine gute Fahrt, setzt weiterhin Zwischenbestzeiten, legt im zweiten Streckenteil kontinuierlich zu. Mehr als eine halbe Sekunde spricht letztlich für die Vizeweltmeisterin von 2021 - Führung!
Nun möchte Ilka Štuhec die Bestzeit auf die Probe stellen. Die Weltmeisterin von 2017 und 2019 will es zum anstehenden Karriereende noch einmal wissen, ist anfangs voll dabei. Doch Ledecká wurde unten raus immer schneller. Und das bekommt die Slowenin nicht in der Form hin. Im Ziel fehlt eine halbe Sekunde - Rang zwei!
Noch schneller ist oben Ester Ledecká unterwegs. Die Tschechin lässt es gut laufen. legt kontinuierlich zu, hält nicht stur die Linie, sondern gibt den Ski an den richtigen Stellen frei. Und so braust die 30-Jährige zu einer famosen Bestzeit, liegt 1,3 Sekunden vorn.
Anschließend macht sich Elena Curtoni auf den Weg. Die Italienerin kommt gut in Fahrt, setzt zunächst Bestzeiten. Bei der letzten Zwischenzeitnahme liegt die 35-Jährige plötzlich knapp hinten, findet dann aber doch wieder das Gaspedal und fährt mit einer Viertelsekunde Guthaben ins Ziel.
Dann schiebt sich die erste von zwei Norwegerinnen in den Hang. Ganz früh baut Marte Monsen einen Schnitzer ein. Das hat grobe Auswirkungen, weil es direkt danach etwas flacher wird. Dennoch lässt sich die Skandinavierin nicht beirren, fährt aggressiv und holt ganz zum Ende noch auf. Dennoch fehlen letztlich 35 Hundertstel.
Soeben eröffnet Malorie Blanc die letzte Frauenabfahrt dieser Weltcupsaison. Inzwischen scheint die Sonne bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt. Die Schweizerin legt als erster Starterin quasi die Spur, bemüht sich um eine saubere Fahrt. Was ihre Zeit im Ziel wert ist, wird sich zeigen.
12:28
Vier Eidgenossinnen
Beste Schweizerin im Abfahrtsweltcup ist Corinne Suter (11.). Die Weltmeisterin von 2023 hat zuletzt aufsteigende Form beweisen und in Andorra einen Sieg eingefahren. Jenseits der Top 20 im Disziplinweltcup befinden sich Malorie Blanc, Janine Schmitt und Jasmine Flury. Letztgenannte hat als 25. die Qualifikation fürs Weltcup-Finale geradeso geschafft.
12:25
Österreichisches Quartett
Auch Cornelia Hütter besitzt noch theoretische Chancen, müsste gleichfalls siegen. Das Szenario im Falle Pirovano wäre dasselbe, Aicher dürfte aber höchstens Siebte werden. Dann wären diese beiden Athletinnen punktgleich und die Österreicherin hätte mit zwei Abfahrtserfolgen in diesem Winter gegenüber der Deutschen die Nase vorn. Für den ÖSV starten heute übrigens noch Nina Ortlieb, Ariane Rädler und Vizeweltmeisterin Mirjam Puchner. Für Magdalena Egger ist die Saison aufgrund eines Kreuzbandrisses längst beendet.
12:21
Zweite deutsche Starterin
Theoretisch könnte auch die zweite deutsche Starterin den Abfahrtsweltcup gewinnen. Als Vierte weist Kira Weidle-Winkelmann 85 Punkte Rückstand auf. Die Starnbergerin müsste heute also gewinnen, zugleich dürfte Pirovano gar nicht punkten und Aicher maximal Sechste werden.
12:13
Kampf um die Kugeln
Mikaela Schiffrin nutzt die Gelegenheit also nicht, in dieser Abfahrt Punkte zu sammeln, wird einzig in Super G, Riesentorlauf und Slalom antreten. Im Gesamtweltcup führt die US-Amerikanerin mit 140 Punkten vor Emma Aicher. Die deutsche Allrounderin fährt alle Disziplinen und kann heute Boden gut machen. Zudem geht es für sie um die kleine Kugel in der Abfahrt. Hier liegt Aicher lediglich 28 Punkte hinter Laura Pirovano. Weltcuppunkte gibt es übrigens nur für die Top 15.
12:04
Startberechtigungen
Startberechtigt sind bei einem Weltcup-Finale die Top 25 der jeweiligen Disziplinwertung. Dazu dürfen alle Athletinnen antreten, die im Gesamtweltcup 500 Punkte und mehr gesammelt haben. Davon macht einzig Alice Robinson Gebrauch. Ein persönliches Startrecht besitzen die jeweils amtierende Weltmeisterin, Olympiasiegerin und Juniorenweltmeisterin. Letzteres jedoch entfällt, weil bei der diesjährigen Junioren-WM im norwegischen Narvik die Abfahrten abgesagt werden mussten. Die amtierende Weltmeisterin und Olympiasiegerin Breezy Johnson zählt als Sechste ohnehin zu den Top 25 dieser Saison. Sollten Sportlerinnen verletzungsbedingt nicht antreten können, gibt es übrigens keine Nachrückerinnen.
11:55
Olympiabakken
Für die Speed-Disziplinen begeben wir uns auf die Olympiapiste von 1994. Der Olympiabakken von Kvitfjell hält eine 2.515 Meter lange Wettkampfstrecke bereit. Vom Start auf 890 Metern weist die Kurssetzung von Alberto Senigagliesi den Weg über die 708 Höhenmeter ins Ziel. Der Italiener in Diensten der FIS hat 27 Tore gesteckt.
11:45
Willkommen
Herzlich willkommen zum Weltcup-Finale der alpinen Skirennläuferinnen! Nun steht also auch für die Frauen in Kvitfjell die letzte Abfahrt der Saison auf dem Programm. Der Start soll um 12:30 Uhr erfolgen.