Tennis-Superstar Carlos Alcaraz feiert seinen fünften Grand-Slam-Sieg auf der Urlaubsinsel Ibiza. In der Vergangenheit kam das bei seinem Trainer nicht allzu gut an, inzwischen sieht dieser auch die möglichen positiven Effekte.
Wo ist Carlos Alcaraz jetzt, wird dessen Trainer Juan Carlos Ferrero am Tag nach dem Finale der French Open in der Show "El Larguero" gefragt - und konnte sich ein Lachen nicht verkneifen. "Er schaltet ab", so die ehemalige Nummer eins der Weltrangliste.
Denn: Sein Schützling flog von Paris aus direkt in einen Kurzurlaub nach Ibiza - wie vor einem Jahr, als er in Paris erstmals gewann. Statt ins Rasentraining einzusteigen, gönnte er sich ein paar Tage Party auf der Urlaubsinsel, was bei Ferrero durchaus für Kopfschütteln gesorgt hatte.
So hatte der heute 45-Jährige in der beim Streamingdienst "Netflix" veröffentlichten Dokumentation "Carlos Alcaraz: A Mi Manera (zu dt.: Auf meine Art)" Kritik an Alcaraz' Entscheidung geübt. "Ich weiß nicht, ob ich so weitermachen kann", so Ferrero damals sogar über die Zusammenarbeit mit dem Weltklassespieler. Auch sein Physio Juanjo Moreno bezeichnete den Ibiza-Trip damals als "Fehler".
Geschadet hat der Ausflug allerdings nicht, im Gegenteil. Alcaraz gewann Wimbledon nach 2023 auch in 2024. Wohl auch deshalb scheint sich die Haltung in seinem Team etwas geändert zu haben.
Alcaraz-Trainer sieht Ibiza-Ausflug entspannt, aber ...
"Ich habe gestern zu ihm gesagt, dass er eine gute Zeit haben soll und dass er es sich verdient hat", so Alcaraz' Trainer nun wohlwollend, wenngleich er anschließend in ernstem Ton nachschob: "Aber auch, dass er sich daran erinnern soll, dass er am Ende ein Tennisspieler ist, in jedem Moment."
Wirklich begeistert ist Ferrero noch immer nicht, dass sich Alcaraz zu Beginn der Rasensaison eine kleine Auszeit gönnt. Das große Highlight in Wimbledon beginnt bereits Ende des Monats (30. Juni bis 13. Juli), andere Top-Spieler nehmen an ersten Vorbereitungsturnieren teil. "Wir wissen, wie er ist", so Ferrero über Alcaraz.
Auch er sei letztlich aber überzeugt davon, dass dem 22-Jährigen der Ibiza-Trip "gut tun" wird. "Wenn er zurückkommt, kommt er mit frischem Kopf zurück. Es geht nicht ums Partymachen, sondern darum, abzuschalten und Zeit mit Freunden zu verbringen", fügte der 45-Jährige hinzu. Das sei für einen so jungen Spieler wie Alcaraz auch völlig normal.











