Weltmeister Max Verstappen beendet den Sprint in Miami nach einer 10-Sekunden-Strafe nur auf dem 17. Platz. Ein Missgeschick in der Red-Bull-Box kostete den Niederländer einige Punkte im Kampf um die Formel-1-WM. Wie konnte es dazu kommen? Helmut Marko klärte nach dem Rennen ausführlich auf.
Gebrauchter Tag für Formel-1-Weltmeister Max Verstappen. Nach einer 10-Sekunden-Strafe reichte es für den Niederländer im Sprint von Miami in der Endabrechnung nur zum letzten Platz, nachdem das Rennen hinter dem Safety Car beendet werden musste.
Aufgebrummt bekam Verstappen die Strafe, weil er bei seinem einzigen Stopp von der Boxencrew zu früh rausgelassen wurde und in der Box mit dem von hinten ankommenden Kimi Antonelli kollidierte. Dabei zerstörte er sich zu allem Überfluss auch noch seinen Frontflügel.
Marko verrät: Eine Person hat den Fehler begangen
"Die Freigabe kam leider zu früh, deswegen kam es zum Unsafe Release", erklärte Helmut Marko am "Sky"-Mikrofon, wie die folgenschwere Situation entstand. Danach sei das Rennen für Verstappen ohnehin "gelaufen" gewesen, deutete der Berater an, dass selbst ohne die 10-Sekunden-Strafe durch den zerstörten Flügel wohl keine Punkte für den Weltmeister möglich gewesen wären.
Was Marko zudem verriet: Letztlich war ein einzelnes Crewmitglied für den Fauxpas verantwortlich. "Die Freigabe wurde von einer Person ausgelöst. Wir wussten, dass Mercedes nur vier Sekunden hinter uns ist. Normalerweise sind die Stopps bei uns gut, aber diesmal ...", ergänzte der spürbar angefressene Grazer.
Red Bull im Regen einfach zu langsam
Ärgerlich war für Red Bull aber nicht nur der völlig verhagelte Stopp, sondern auch die fehlende Pace zu Rennbeginn. "Wir konnte das Tempo der McLaren im Regen nicht mitgehen. Die Reifen haben zu stark abgebaut", gab Marko zu.

Kleiner Trost: Immerhin lieferte Yuki Tsunoda einen guten Sprint ab und wurde am Ende Neunter. "Er ist ein sehr gutes Rennen gefahren", lobte Marko, erhöhte gleichzeitig aber auch den Druck auf seine Nummer zwei: "Wenn er das auch mal im Qualifying abliefert, könnte er ein sicherer Punktelieferant werden."


