In Max Verstappen brodelte es nach dem Großen Preis von Saudi-Arabien. Was der Formel-1-Weltmeister von der Fünf-Sekunden-Strafe der Rennkommissare gegen ihn hielt, ließ sich nur erahnen. Denn im Nachgang verordnete sich der Niederländer selbst eine Art Maulkorb. Laut Günther Steiner ein cleverer Zug.
Mit Ausnahme des handelsüblichen Fluch-Funks ließ sich Max Verstappen keinen Kommentar zur Fünf-Sekunden-Zeitstrafe entlocken, die die Stewards ihm für das Startduell mit McLaren-Mann Oscar Piastri in Dschidda aufgebrummt hatten.
Der Red-Bull-Star deutete seine Sicht zum Urteilsspruch der FIA-Rennkommissare lediglich an. "Das Problem ist, dass ich meine Meinung nicht sagen kann, weil ich vielleicht nochmal bestraft werde. Es ist also besser, nicht darüber zu sprechen", sagte Verstappen.
Subtext: Ich kann gar nicht sagen, wie bescheuert ich die Strafe finde, ohne jemandem zu nahe zu treten.
Laut Ex-Teamchef Günther Steiner hat Verstappen mit seiner Nicht-Stellungnahme genau richtig reagiert. "Ich denke, er hat das sehr clever gespielt. Er hat eine Botschaft gesendet, ohne jemanden zu beleidigen", sagte Steiner im Podcast "Red Flags".
Formel 1: Max Verstappen "natürlich nicht glücklich"
Der Automobil-Weltverband FIA hatte Verstappen in der Vergangenheit bereits für dessen Auftreten bestraft - zum Beispiel, weil der Weltmeister nicht-jugendfreie Wörter wählte.
"Wenn man nichts Gutes zu sagen hat, sag' nichts", kommentierte Steiner Verstappens wortkarges Auftreten. "Das hat er zu seinem Vorteil genutzt."
Der RTL-Experte wies zudem daraufhin, dass Verstappen auf dem Podium in Saudi-Arabien die Hand von FIA-Präsident Mohammed bin Sulayem schüttelte.
"Das haben wir alle gesehen, ich denke also, dass er da schon etwas abgekühlt war. Aber natürlich war er nicht glücklich und ich denke, er ist immer noch nicht glücklich darüber."
| # | Fahrer | Team | Punkte | |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Lando Norris | McLaren | 423 | |
| 2 | Max Verstappen | Red Bull Racing | 421 | |
| 3 | Oscar Piastri | McLaren | 410 | |
| 4 | George Russell | Mercedes AMG F1 Team | 319 | |
| 5 | Charles Leclerc | Ferrari | 242 |
Verstappen hatte in Dschidda unmittelbar nach dem Start in Kurve eins die Strecke verlassen und sich vor McLaren-Pilot Oscar Piastri gesetzt, der in dem Linksknick eigentlich auf der Innenbahn vorne lag. Weil der Red-Bull-Pilot den Platz danach nicht hergab, kassierte er eine Fünf-Sekunden-Zeitstrafe, durch die er im Kampf um den GP-Sieg gegen Piastri chancenlos war.


