Roger Federer ist mit 20 Grand-Slam-Siegen der dritterfolgreichste Spieler in der Geschichte des Tennis-Sports, seine 310 Wochen an der Spitze der ATP-Weltrangliste toppt nur Novak Djokovic (428 Wochen). Kurz: Bis zu seinem Rücktritt im Jahr 2022 prägte der Schweizer den Sport wie nur wenige zuvor. Nun nähren Worte des 43-Jährigen zumindest die zarte Hoffnung auf ein Comeback.
Bei einem Sponsorentermin für Mercedes-Benz am Rande des Golf-Masters in Augusta sagte Roger Federer zwar einerseits, dass er das Leben als Tennis-Rentner genieße, gestand aber auch ein, dass er den Sport vermisst.
"Ich würde gerne wieder mehr Tennis spielen. In letzter Zeit habe ich viel Golf gespielt, aber mein Ziel ist es, wieder öfter auf den Tennisplatz zu gehen – vielleicht auch ein paar Exhibition-Matches zu spielen", sagte der "Maestro".
Und weiter: "Nach zwei, zweieinhalb Jahren hat sich mein Körper gut regeneriert, und ich glaube, jetzt ist der richtige Zeitpunkt gekommen, um wieder mehr Tennis zu spielen und Freude daran zu haben. Hoffentlich kann ich auch wieder ein paar Stadien füllen."
Die Teilnahme an den angesprochenen Exhibition-Matches wären natürlich kein Comeback im Profizirkus, würden die Fans allerdings dennoch sicherlich in die Arenen locken.
Roger Federer gewann im Doppel olympisches Gold
Federers Worte öffnen allerdings natürlich auch die Tür für eine Rückkehr auf die ganz große Bühne. Der Eidgenosse wäre nicht der erste Spieler, der sich zumindest im Doppel auch im hohen Alter noch einmal die Ehre gibt.
Die ehemalige Weltranglistenerste Martina Hingis feierte nach ihrem dritten Comeback 2013 zum Beispiel zahlreiche Erfolge und gewann viele Grand Slams im Mixed und Damen-Doppel.
In der Doppelweltrangliste der Herren tummeln sich unter anderem der Inder Rohan Bopanna (45 Jahre), Marcelo Melo aus Brasilien (41) oder der Mexikaner Santiago Gonzalez (42) oder Jean-Julien Rojer (43) aus den Niederlanden unter den Top-Spielern. Im ATP-Ranking ist Federers Landsmann Stan Wawrinka mit 40 Jahren der älteste Vertreter.
Zwar spielte Federer zu seiner Erfolgszeit kaum Doppel, bewies mit dem Gewinn der Goldmedaille bei den Olympischen Spielen 2008 allerdings, dass er das Zeug dazu hat.





