Formel-1-Rennstall McLaren sieht sich erneut mit Schummel-Vorwürfen konfrontiert. Grund ist ein Video, das nach dem Rennen in Japan viral ging und unter anderem von Jos Verstappen verbreitet wurde. Klar darauf zu sehen: ein verdächtig flexibler Heckflügel.
Die Flexi-Wing-Debatte rund um Formel-1-Rennstall McLaren ebbt nicht ab. Ein Video, das nach dem Großen Preis von Japan viral ging, befeuert die Diskussionen um das Teil des MCL39, das sich bei geschlossenen DRS dermaßen weit verbiegt, dass ein kleiner DRS-Effekt dennoch erzielt wird.
Dass es sich hierbei um einen illegalen Trick der Briten handelt, glaubt unter anderem das Verstappen-Lager. Sowohl Max als auch Vater Jos machten ihren Standpunkt nach dem Rennen in Suzuka klar. Der viermalige Weltmeister mit deutlichen Aussagen gegenüber der Presse, Jos durch das Weiterverbreiten eines Video, auf dem klar zu erkennen ist, wie sehr sich der Heckflügel bei Highspeed verbiegt.
Verstappen deutet McLaren-Schummelei an
"Viele Leute sehen das, was ich sehe", gab Verstappen in Japan vielsagend zu Protokoll. "Jeder pusht die Grenzen und die FIA muss entscheiden, was erlaubt ist. Vielleicht", so der Red-Bull-Pilot weiter, "lesen manche Leute die Regularien ein wenig anders".
Er selbst mache die Regeln nicht und können sie anderen Fahrern und Teams demnach auf nicht auferlegen, richtete sich Verstappen an den Weltverband. Er selbst wisse aber ganz genau, was vor sich geht. "Was ich sehe, ist wahrscheinlich das, was viele Menschen sehen", erklärte der Niederländer.
FIA kennt das Video aus Suzuka
Spannend: Laut "The Race"-Informationen wurde die FIA auf das viral gegangene Video hingewiesen. Da aber noch keine formelle Beschwerde gegen McLaren eingegangen ist, wurden auch noch keine Ermittlungen eingeleitet.
Problematisch laut "The Race"-Angaben: Die auf dem Video zu sehenden Onboard-Aufnahmen stellen nicht selten ein verzerrtes Bild da. Aus diesem Grund verwendet die FIA ihre eigenen hochauflösenden Kameras, um etwaige Regelverstöße zu erkennen. Auf diesen wurde bisher aber wohl kein Fehlverhalten des McLaren-Flügels erkannt. So groß der Verdacht gegen die Briten auch ist, so sehr gilt daher (noch) die Unschuldsvermutung.


