In den vergangenen Tagen und Wochen ließen Spekulationen die Herzen vieler Tennis-Fans höherschlagen. Kommt es etwa zu einer Zusammenarbeit zwischen Alexander Zverev und Tennis-Legende Boris Becker? Unser Experte ist aus mehreren Gründen skeptisch. Die Aussagen sehen Sie auch oben im Video.
Es wäre ein echter Tennis-Hammer: Seit Längerem schon halten sich Gerüchte um eine mögliche Zusammenarbeit zwischen der deutschen Nummer eins im Tennis, Alexander Zverev, und Ikone Boris Becker. Die ehemalige Tennisspielerin Andrea Petković äußerte jüngst die Vermutung, dass beide in Kontakt seien.
Rund um das ATP-Turnier in Monte Carlo hat Zverev auf die Spekulationen reagiert.
"Boris und ich haben eine super Verbindung. Wenn etwas passiert, lassen wir es euch wissen", sagte Zverev bei "Sky". "Solange könnt ihr spekulieren und eine Geschichte daraus machen. Ich sage dazu nichts."
Ein klares Dementi klingt anders.
Perfektes Match für Tennis-Romantiker, aber drei Gründe sprechen dagegen
Und in der Tat wäre die Kombination aus Zverev und Becker für Tennis-Romantiker wohl das perfekte Match. "Die ehemalige Nummer eins der Welt trainiert Alexander Zverev auf dem Weg vielleicht zur Nummer eins", fasst es RTL/ntv-Reporter Marc Gabel zusammen.
Aber: Zwar möge es für Nostalgiker das perfekte Match sein, "ich glaube aber, über eine beratende Funktion hinaus, wird es nicht gehen", sagt der Tennis-Experte. Und das aus mehreren Gründen.
Zum einen wäre Boris Becker für die anstehenden europäischen Sandplatz-Turniere gar nicht der ideale Trainer. "Denn Sand gehörte nun nicht zu seinen erklärten Lieblingsbelägen", so Gabel. Von seinen fast 50 Turniersiegen erlangte Becker keinen auf Sand.
Zum anderen gäbe es ein drängendes logistisches Problem. Becker könnte Zverev zu vielen Turniere gar nicht begleiten. "Beispielsweise in Wimbledon nicht oder bei den US Open nicht", erklärt Gabel. "Denn dort würde ihm die Einreise verweigert aufgrund seiner Verurteilung."
Mögliche Option: Becker als Berater von Zverev?
Der wichtigste Grund aus Sicht des RTL/ntv-Reporters ist: "Zverevs Trainer ist und bleibt sein Vater." Das habe Zverev immer wieder bei jeder Gelegenheit betont. "Niemand kennt ihn so gut wie sein Vater, niemand kann so gut ihn auf ihn einwirken, wie sein Vater es in der Vergangenheit getan hat."
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Dies alles spricht deutlich gegen eine engere Zusammenarbeit zwischen Zverev Junior und Becker. Nicht ausgeschlossen aber, dass es zu einer Art Berater-Funktion kommt. Denn Becker könne den 27-Jährigen "auch in einer beratenden Funktion in den nächsten Wochen voranbringen", glaubt Gabel.
Zverev und Becker wurden in der Vergangenheit immer wieder lose miteinander in Verbindung gebracht, zu einer Zusammenarbeit ist es bislang nicht gekommen. Die deutsche Nummer eins befindet sich aktuell in einer sportlichen Krise, verlor zuletzt im Achtelfinale von Miami überraschend gegen Arthur Fils aus Frankreich.
Becker arbeitete von 2013 und 2016 als Coach von Tennis-Superstar Novak Djokovic. Der sechsfache Grand-Slam-Champion ist seit vielen Jahren als TV-Experte tätig.




