Julian Brandt war in den vergangenen Wochen eines der Sinnbilder für die schwere sportliche Krise bei Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund. Der Zehner des BVB wurde von den eigenen Fans lautstark ausgepfiffen, stand in den Partien phasenweise völlig neben sich. Ist die Talsohle nun durchschritten?
Diese Hoffnung zumindest formulierte BVB-Cheftrainer Niko Kovac, der in den letzten Wochen mit Vehemenz an Julian Brandt im zentralen Mittelfeld festgehalten hatte.
Kovac lobte Brandt zunächst für dessen jüngste Leistung im Champions-League-Spiel bei OSC Lille: "Ich finde, er hat über knapp 90 Minuten hat er ein überdurchschnittlich gutes Spiel gemacht. Die komplette Mannschaft hat sehr gut gespielt, da hat er sich mit eingereiht", freute sich der Dortmunder Cheftrainer über die starke Performance seines Stammspielers.
Der 28-Jährige war in den Wochen zuvor mit einer hohen Fehlerquote im Pass- und Stellungsspiel aufgefallen, wirkte deutlich verunsichert und gehemmt. Öffentlich hatte er schon vor dem vergangenen Bundesliga-Wochenende eingeräumt, dass ihn seine derzeitige Formkrise emotional ziemlich anfasse.
Umso erfreuter zeigte sich sein Cheftrainer beim BVB daraufhin schon vor dem Bundesliga-Auswärtsspiel bei RB Leipzig (0:2), dass Brandt zuletzt immerhin in Lille ein starkes Spiel gezeigt hatte.
Brandt steht bislang bei 34 Saisonspielen
"Man sieht, wie wichtig er ist und wie gut ihm das tut. Vielleicht fällt es ihm im Moment ein bisschen leichter, auswärts als zu Hause zu spielen, das kann sein. Da wir morgen auswärts spielen, sieht das ganz gut aus", führte Kovac aus.
Julian Brandt hat trotz seiner Formschwankungen bis zuletzt die volle Rückendeckung seines Coaches erfahren, der ihn sogar "in eine Range" mit den deutschen Top-Spielern Jamal Musiala vom FC Bayern und Florian Wirtz von Bayer Leverkusen gestellt hatte.
Für den BVB hat Brandt in der laufenden Saison 34 Pflichtspiele bestritten und dabei vier Treffer erzielt.




























