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"Ich verstehe es von Seiten des Spielers nicht"

Effenberg stärkt Bayern-Bosse in der Causa Kimmich

Video: Experte ordnet Kimmich-Hammer ein
03. März 2025, 13:51
sport.de
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Die ausbleibende Entscheidung von Joshua Kimmich über seine Zukunft bleibt beim FC Bayern das große Gesprächsthema. Der ehemalige Münchner Mittelfeldspieler Stefan Effenberg hat sich klar auf die Seite der Münchner Verantwortlichen geschlagen.

Stefan Effenberg kann die Entscheidung des FC Bayern nachvollziehen, das Vertragsangebot an seinen Führungsspieler Joshua Kimmich vorerst zurückgezogen zu haben.

"Sie müssen irgendwann Klarheit haben, um zu wissen: Wie gehe ich in die Saison? Von daher ist das völlig legitim", sagte der 56-Jährige im "Doppelpass" auf "Sport1". Effenberg sieht vielmehr Kimmich unter Zugzwang, bald Fakten zu schaffen. Ende Juni läuft das Arbeitspapier des Kapitäns der deutschen Nationalmannschaft aus, dann könnte er die Münchner ablösefrei verlassen.

Die jetzige Position als Führungsspieler und die Aussicht, künftig womöglich sogar Kapitän des FC Bayern zu werden, sei ihm offensichtlich "nicht wichtig", so Effenberg weiter: "Irgendwas ist da noch, was ihn nicht dahintreibt zu unterzeichnen und sich zu 100 Prozent für den FC Bayern zu committen. Das macht mir ein bisschen Sorgen."

Effenberg: "Ich verstehe es von Seiten des Spielers nicht"

Allein die in der Vergangenheit vermisste "Wertschätzung" könnte nicht der alleinige Grund sein, merkte er an: "Ich glaube, die Führung des FC Bayern hat sich komplett verändert. Das dürfte kein Argument mehr sein."

Effenberg führte aus: "Ich verstehe es von Seiten des Spielers nicht, das muss ich ganz ehrlich sagen. Ob ich nun eine oder zwei Millionen mehr verdiene, das macht den Braten auch nicht mehr fett. Darauf darf es nicht ankommen. Du musst sagen: Ich will bei diesem Verein bleiben. Und dann kann sich das nicht solange hinziehen."

Zugleich sei Kimmich zwar für den FC Bayern ein wichtiger Bestandteil des Kaders, unersetzbar sei aber auch der 30-Jährige nicht. "Natürlich spielt er eine überragende Saison, aber du hast auch ein großes Angebot in dieser Zentrale bei Bayern München mit Pavlovic, Palhinha, Laimer und du bekommst mit Bischof im nächsten Jahr einen hochtalentierten Spieler. Wenn sich Kimmich anders entscheiden würde, würde die Welt bei Bayern München nicht untergehen", so Effenberg überzeugt.

Hintergründe zum Kimmich-Poker

"Sky"-Reporter Florian Plettenberg gab in der Talkrunde zudem einen Einblick in seinen Kenntnisstand der Dinge.

Es sei der Aufsichtsrat des FC Bayern gewesen, der am Wochenende rund um das Bundesligaspiel gegen Eintracht Frankfurt (4:0) auf Joshua Kimmich zugegangen sei und eine Entscheidung gefordert hatte, das schriftliche Angebot an- oder abzulehnen. Dabei soll es sich um einen Vertrag bis 2028 mit einem Jahresgehalt von 20 bis 22 Millionen Euro gehandelt haben.

Der DFB-Kapitän, der sich in dem Spiel verletzte, ließ die Frist verstreichen. Vom Tisch sei eine Verlängerung aber dennoch nicht, da Joshua Kimmich mit Sportvorstand Max Eberl weiter in Gesprächen steht. Zuletzt soll gar eine mündliche Einigung erzielt worden sein, der Aufsichtsrat habe sich aber quergestellt, so Plettenberg. 

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