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Leipzig nur noch ratlos: Kein Bekenntnis zu Rose

Marco Rose muss um seinen Job zittern
Marco Rose muss um seinen Job zittern
Foto: © IMAGO/Roger Petzsche
01. März 2025, 19:15

Benjamin Sesko lehnte mit leerem Blick an der Bande, Xavi Simons stand ebenso ratlos und regungslos auf dem Platz: RB Leipzig steckt in der Fußball-Bundesliga in einer Negativ-Spirale und muss nach dem durchaus verdienten 1:2 gegen den FSV Mainz 05 ernsthaft um die Qualifikation für die Champions League bangen.

Zudem wird für Trainer Marco Rose trotz des Erreichens des Pokal-Halbfinals die Luft immer dünner. Nach der Niederlage gegen Mainz wollte sich Sportchef Marcel Schäfer nicht äußern, Ende November hatte er Rose nach dem 1:5 gegen Wolfsburg in einer ähnlichen Situation noch öffentlich gestärkt.

Nicht ausgeschlossen, dass Rose trotz eines bis Sommer 2026 gültigen Vertrages kurzfristig abgelöst wird, das Spiel in Freiburg am kommenden Samstag wird von enormer Bedeutung sein.

Kampl spricht Klartext

"Das war völlig unnötig. Das hätten wir nicht verlieren müssen, nicht verlieren dürfen", sagte Routinier Kevin Kampl. "Wir müssen mal alle langsam verstehen, dass diese Saison einfach schwierig ist und es bis zum Ende so bleiben wird. Das wird bis zum Ende ein Kampf um die Champions League und darauf müssen wir uns einstellen."

Dabei ging es für Leipzig überragend los. Xavi Simons traf bereits in der ersten Minute, doch nach gut 20 Minuten übernahm Mainz immer mehr die Spielkontrolle. Die Gäste waren zielstrebiger, intensiver - und erfolgreicher.

Ein Doppelschlag von Nadiem Amiri (52. Minute) und Jonathan Burkardt (58.) besiegelte das Leipziger Schicksal. Mainz ist nun Vierter, kann aber vom SC Freiburg am Sonntag noch verdrängt werden.

"Wir laden den Gegner ein, laufen nicht mehr richtig zurück und kriegen zwei einfache Gegentore", analysierte Rose. Erneut habe seine Mannschaft "kein Gefühl für entscheidende Situationen, entscheidende Spielphasen, das Tor mit allem zu verteidigen. Das ist uns heute wieder abgegangen, das ist sehr enttäuschend. Nun müssen wir Energie tanken."

Sesko glänzt bei der Führung

Das - wenn durch einen umstrittenen Handelfmeter auch glückliche - Erreichen des Halbfinals im DFB-Pokal gegen Wolfsburg sollte Leipzig den dringend benötigten Schub für die Liga geben.

Und nach noch nicht mal einer Minute brach großer Jubel im Stadion aus. Die Stadionuhr zeigte gerade einmal 58 gespielte Sekunden an, als Simons den Ball am zweiten Pfosten ins Tor beförderte.

Dem Traumstart vorausgegangen war im Mittelfeld eine starke Einzelleistung von Pokal-Held Benjamin Sesko, der Lois Openda bediente. Den Rückpass des belgischen Nationalspielers bekamen drei Mainzer nicht geklärt, bevor der Ball vor den Füßen von Simons landete. Der im Winter für 50 Millionen Euro von Paris Saint-Germain fest verpflichtete Spielmacher schoss sein sechstes Saison-Tor.

Mainz kommt nach 30 Minuten

Und RB blieb am Drücker. Amadou Haidara (5.) war nach einem Doppelpass mit Simons im Strafraum durch, doch sein im Fallen abgegebener Schuss rauschte knapp am Pfosten vorbei. Seskos (23.) Versuch aus der Drehung von der Strafraumgrenze verfehlte das Tor ebenfalls nur um wenige Zentimeter.

Und Mainz? Spielte gut mit, doch den Leipziger Strafraum erreichte man erst nach einer guten halben Stunde. Allerdings bekam die Abwehr der Sachsen die Versuche der nun feldüberlegenen Mainzer gut geklärt. Richtig gefährlich wurde es kurz vor der Pause. Anthony Caci flankte von der rechten Seite in den Strafraum, dort war Jae Sung Lee (43.) am ersten Pfosten zur Stelle. Der Kopfball des Südkoreaners flog allerdings knapp über die Latte.

Amiri und Burkardt schocken Leipzig

Besser lief es nach dem Wechsel. Mainz drückte weiter auf den Ausgleich, und nach einem Ballverlust vor dem eigenen Strafraum von Haidara bediente Paul Nebel den am Fünfmeterraum völlig frei stehenden Amiri - ein keineswegs unverdienter Ausgleich zu diesem Zeitpunkt. Und die Gäste hatten nun mehr vom Spiel, ein weiterer Kopfball von Lee (55.) ging über die Latte.

Doch der Klub mit Fans in Karnevals-Stimmung legte nach - wieder war Amiri involviert. Der 28-Jährige bediente Torjäger Burkardt, der aus spitzem Winkel nicht lange fackelte. RB-Verteidiger El-Chadaille Bitshiabu war in der Szene nicht konsequent genug.

In der Folge verfiel das Leipziger Spiel in eine nicht nachvollziehbare Behäbigkeit, Mainz drängte dagegen auf das dritte Tor. Der Schuss von Burkardt (74.) landete ebenso wie Amiris (75.) Versuch am Pfosten. Am Ende reichte es zum verdienten Erfolg.

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