Während Deutschlands Nummer 1, Alexander Zverev, in Acapulco vom US-Supertalent Learner Tien überraschend deutlich die Grenzen aufgezeigt bekam, wusste die zweite und dritte Garde des deutschen Tennis bei kleineren Turnieren durchaus zu überzeugen. Vor allem in Boris Beckers Heimatstadt Leimen liegen die deutschen Tennis-Hoffnungsträgerinnen noch gut im Rennen - darunter eine 16-Jährige, die 2025 bereit für den nächsten Schritt scheint.
Auf Junioren-Ebene blieben die ganz großen Erfolge für Sonja Zhenikhova 2025 noch aus. Bei den Australian Open scheiterte sie in der 2. Runde, beim J500-Turnier in Cairo reichte es zuletzt immerhin für den Einzug in Runde drei. Dort steht das DTB-Talent nun auch beim W15-Event in Leimen, ihrem ersten Auftritt auf der Profitour im laufenden Jahr.
Beim 2025 erstmals ausgetragenen Baden Women's Cup rang Zhenikhova (Nummer 1155 der Weltrangliste) in der ersten Runde die Tschechin Karolina Vlckova (Nummer 884 der Weltrangliste) in drei engen Sätzen mit 4:6, 7:6 und 6:3 nieder, am Donnerstag folgte dann ein 6:4-7:6-Sieg gegen Julia Middendorf (Nummer 604 der Weltrangliste).
DTB-Trio im Viertelfinale Außenseiter
Damit ist Zhenikova eine von drei Deutschen im Viertelfinale, das Trio ist in der Runde der letzten Acht allerdings in der Außenseiterrolle: Zhenikhova muss die an Position vier gesetzte Russin Ekaterina Kazionova (551) aus dem Weg räumen, auf die 18-jährige Valentina Steiner (1078), die ebenso überraschend im Viertelfinale steht, wartet die topgesetzte Finnin Anastasia Kulikova (376). Die 18-jährige Josy Daems (754) duelliert sich mit der Ukrainerin Veronika Podrez (555) um den Platz im Halbfinale.
Den Einzug ins Viertelfinale meisterten aus deutscher Sicht zudem Nino Ehrenschneider (778), der in Ma'Anshan (M15/China) Lokalmatador Yuquan Jin (1059) mit 6:2 und 6:4 bezwang, sowie Tessa Brockmann (681), die in Manacor (W15/Spanien) die an Position drei gesetzte Französin Alice Robbe (520) mit 6:1, 2:6 und 7:6 in die Schranken wies. In Monastir (M15/Tunesien) darf zudem Tom Gentzsch (472) weiter auf den Titel hoffen.
Eine Überraschung gelang Marko Topo (399) im Achtelfinale von Faro (M25/Portugal), der den Topfavoriten Lorenzo Giustino (269) deutlich mit 6:4 und 6:1 in die Knie zwang.
Ella Seidel (122) wurde in Trnava (W75/Slowakei) derweil ihrer Favoritenrolle gerecht. Die 20-Jährige bezwang Ana Konjuh aus Kroatien mit 3:6, 6:1 und 6:4. Konjuh, die immer wieder von Verletzungen ausgebremst wurde, belegte 2017 schon einen Platz unter den Top 20 des WTA-Rankings.





