Der polnische Skisprungverband und der zurückgetretene Sportchef Alexander Stöckl haben ihren Vertrag in beidseitigem Einvernehmen offiziell aufgelöst. Das teilte der nationale Verband am Sonntag mit. In der Erklärung ist die Rede von einem "Vertrauensverlust".
Wie der polnische Skisprungverband am Sonntag in einer offiziellen Stellungnahme mitteilte, wurde der Vertrag des bereits zurückgetretenen Sportchefs Alexander Stöckl mit sofortiger Wirkung aufgelöst.
Zuvor hatte es eine einstündige Sitzung des Verbandes gegeben, an der Stöckl online teilnahm. "Es hat uns die Grundlage seiner Entscheidung erklärt und weitere Fragen des Vorstands beantwortet. Das gesamte Treffen hat in einer ruhigen und freundschaftlichen Atmosphäre stattgefunden, in der beide Seiten ein gegenseitiges Verständnis angestrebt haben", hieß es in der Mitteilung des Verbandes.
Skisprungverband beklagt Vertrauensverlust
Eben jene freundschaftliche Atmosphäre herrschte in den zurückliegenden Wochen nicht mehr. Verbandschef Adam Malysz war auf Konfrontationskurs zu Stöckl gegangen und hatte dessen Arbeit öffentlich kritisiert. Laut Malysz wusste der Österreicher, dass der Verband mit seiner Arbeit nicht restlos zufrieden war. Stöckl wiederum beteuerte, erst aus dem Medien etwas davon erfahren zu haben. Die Situation eskalierte dermaßen, dass der Sportchef seinen Rücktritt erklärte.
"Nach einer Unterhaltung, die rund eine Stunde dauerte, hat der Vorstand entschieden, Stöckls Rücktritt auf Basis des beidseitigen Vertrauensverlustes zu akzeptieren und seinen Vertrag mit sofortiger Wirkung aufzulösen", schrieb der Verband, der sich gleichzeitig für die Zusammenarbeit mit dem langjährigen Erfolgstrainer der Norweger bedankte.
Wer die Nachfolge des erst im Sommer 2024 verpflichteten Stöckls annimmt, ist noch nicht bekannt. Einen neuen Sportchef wird der polnische Verband aller Voraussicht erst nach dem Ende der Saison 2024/25 präsentieren.

