In den vergangenen fünf Jahren lieferten sich Tadej Pogacar und Jonas Vingegaard stets packende Duelle um den Sieg bei der Tour de France. Ein Ex-Profi und Teamchef sagt: Dazu hätte es gar nicht kommen dürfen!
3:2 steht es derzeit im direkten Tour-de-France-Duell zwischen Tadej Pogacar (gewann 2020, 2021 und 2024) und Jonas Vingegaard (2022, 2023). Geht es nach dem früheren Profi und Teamchef und heutigem belgischen TV-Kommentator José De Cauwer ist der Zwischenstand ungerecht. Er meint: Ein 5:0 für Pogacar wäre das angemessene Ergebnis.
Im "Het Nieuwsblad"-Gespräch blickte de Cauwer auf die letzten und kommenden Frankreich-Rundfahrten zurück bzw. voraus. Seine Meinung zum Kräfteverhältnis der Favoriten: "Solange Pogacar auf seinem Level bleibt, wird es weiter klare Unterschiede geben."
"Pogacar ist einer der besten Piloten im Peloton"
Er traue sich zwar nicht zu sagen, dass sein Landsmann Remco Evenepoel die Tour de France nie gewinnen werde, denn in Sachen Talent "schätze ich Vingegaard nicht höher als Evenepoel ein". Nur hätte der Däne die Frankreich-Rundfahrt "angesichts des Klassenunterschieds zu Pogacar nie gewinnen dürfen", lederte der Ex-Profi gegen den zweimalige Sieger.
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Was Pogacar von seinen großen Konkurrenten unterscheidet, sei vor allem seine "unglaubliche" Kontrolle über das Rad. "Pogacar ist einer der besten Piloten im Peloton, zusammen mit Mathieu van der Poel", sagte de Cauwer.
Pogacar dominiert die Radsportsaison 2024
Die Radsportsaison 2024 stand in der Tat ganz im Zeichen Pogacars. Der slowenische Superstar holte nicht nur das nahezu unmögliche Double bestehend aus Giro d'Italia und Tour de France, sondern gewann auch zahlreiche andere Rennen wie zum Beispiel den Klassiker Lüttich-Bastogne-Lüttich oder auch die Lombardei-Rundfahrt.
Vingegaard hingegen hat ein schweres Jahr hinter sich, nachdem er bei der Baskenland-Rundfahrt im Frühjahr stürzte und sich schwer verletzte. Bei der Tour de France waren ihm die fehlenden Trainingskilometer anschließend deutlich anzumerken. Gegen einen Pogacar in Bestform war der Däne ohne Chance.








