Nick Kyrgios und Jannik Sinner werden in diesem Leben wohl keine Freunde mehr. Immer wieder stänkert der Australier gegen den Tennis-Weltranglistenersten, seit der Italiener bei Dopingtests durchgefallen ist. Nun schaltet sich eine ehemalige Wimbledon-Siegerin ein.
Marion Bartoli hat genug, die 40 Jahre alte ehemalige Tennisspielerin ist genervt von Nick Kyrgios und seinen Provokationen gegen Jannik Sinner.
Kyrgios, der in 2025 sein Comeback auf dem Court plant, hatte jüngst im "Nothing Major"-Podcast markige Worte in Richtung Sinner geschickt. Er brenne darauf, bei den Australian Open gegen den 23-Jährige zu spielen. Fairplay setze dabei aber nicht an erste Stelle, im Gegenteil: "Wenn ich bei den Australian Open gegen ihn spielen würde, würde ich versuchen, jeden einzelnen Menschen in der Menge gegen ihn zu stellen. Ich würde das Ganze in einen absoluten Aufstand verwandeln. Ich würde jeglichen Respekt zum Fenster hinauswerfen und ich würde alles tun, um zu gewinnen."
Bartoli zeigte sich alles andere als "überrascht" angesichts der Worte des 29-Jährigen, der im Tennis-Zirkus ohnehin seit Jahren schon sein Bad-Boy-Image pflegt. Im Gespräch mit "RMC Sport" sagte die Französin: "Kyrgios lebt und atmet nichts anderes als provokative Statements."
Man wisse schlichtweg bei Kyrgios nicht, "was durch seinen Kopf geht", so die Ex-Tennisspielerin. Eines sei aber klar: "Sinner wird in keinem Fall darauf eingehen. Und wenn er gegen ihn auf dem Platz spielt, haben wir auf der einen Seite die Nummer eins, die zwei Grand-Slam-Titel gewonnen hat und derzeit unschlagbar scheint, und auf der anderen einen Nick Kyrgios, der seit dem 13. Juni 2023 kein offizielles Match mehr gespielt hat."
Zu feige? Kyrgios wehrt sich
Mit seinen Kommentaren bezüglich eines möglichen Aufeinandertreffens mit Sinner hatte es Kyrgios indes nicht belassen. Beim Kurznachrichtendienst X bezog der Australier jüngst Stellung zu einem Vorwurf eines Users, laut dem er in seiner Funktion als "ESPN"-Kommentator während der US Open "zu feige" gewesen sei, Sinner persönlich zu treffen und zu interviewen.
"ESPN hat mir gesagt, ich soll das nicht tun", so Kyrgios über den wahren Grund, warum kein Interview zustande kam. Offenbar fürchtete man beim Sender, dass die Stimmung in dem Gespräch zu angespannt sein könnte.
Über den Sommer hatte Kyrgios immer wieder scharfe Kritik an Sinner geäußert, nachdem die International Tennis Integrity Agency (ITIA) mitgeteilt hatte, dass der Tennis-Superstar Anfang März zweimal positiv auf das verbotene Steroid Clostebol getestet wurde.
Sinner hatte angegeben, von einem seiner Betreuer massiert worden zu sein, der eine eigene Wunde mit dem Steroid behandelt habe. Diese Erklärung befand ein Gericht für glaubwürdig, sodass der Tennisprofi freigesprochen wurde. Eben jener Freispruch wurde von Sinners Kollegen wie Kyrgios hart kritisiert.





