Die Buffalo Bills haben in Woche 15 der NFL dank eines erneut überragenden Josh Allen mit einem 48:42-Auswärtserfolg bei den Detroit Lions ein Ausrufezeichen mit Blick auf die Playoffs gesetzt.
Bills @ Lions: Auf einen Blick
- Josh Allen spielte überragend und fehlerfrei und produzierte 4 Touchdowns in einem am Ende klaren Auswärtserfolg in einer möglichen Super-Bowl-Preview in Detroit.
- Die Bills liefen das ganze Spiel über einem Rückstand hinterher und kamen nie mehr als einen Touchdown an die Gäste heran.
- Die Lions mussten eine weitere Verletzung eines Schlüsselspielers der Defense hinnehmen.
Bills @ Lions: Die Analyse
Die Bills begannen das Spiel an allen Fronten mit dem Fuß auf dem Gas. Nach einem schnellen 3-out der Lions brauchte Josh Allen nur sieben Spielzüge, um sein Team zum ersten Touchdown zu führen. Er selbst ging per Sneak durch die Mitte. Es folgten zwei weitere Touchdowns der Bills auf den zwei folgenden Drives, sodass Buffalo schnell 21:7 vorne lag.
Ehe beide Seiten kurz vor der Pause noch je ein Field Goal verschossen, kamen die Hausherren allerdings nochmal heran, mussten dafür aber tief in die Trickkiste greifen. 3:01 Minuten vor dem Break warf Jared Goff schließlich einen 9-Yard-Touchdown-Pass auf Tackle-eligible Dan Skipper. Dies war sein erster Touchdown-Catch in der NFL.
Nach der Pause das gleiche Bild: Die Bills blieben aggressiv und setzten nun noch mehr aufs Run Game. Der dritte Run des Drives war schließlich ein 41-Yard-Touchdown-Run von James Cook, der die Führung weiter ausbaute. Und nach einem Fumble von Amon-Ra St. Brown an der eigenen 41 und durch zwei Personal Fouls gegen die Lions fand Allen schließlich Khalil Shakir für einen 3-Yard-Touchdown-Pass per Shovel-Pass zum 35:14.
St. Brown machte zwar seinen Fehler mit einem 66-Yard-Catch-and-Run-Touchdown postwendend wieder gut, doch durch ein 50-Yard-Field-Goal von Tyler Bass zum Start des vierten Viertels hatten die Gäste auch mit Beginn des vierten Viertels wieder eine Führung von drei Scores. Die Lions verschwendeten danach zwar keine Zeit und Goff warf einen 12-Yard-TD auf Jahmyr Gibbs, doch im Anschluss versuchten die Lions einen sehr frühen und nicht unbedingt weisen Onside-Kick, den Mack Hollins bis an die 5 returnierte - im nächsten Play fand Allen dann Ray Davis für einen weiteren Touchdown.
Bills bleiben am Ende cool
Erneut schlugen die Lions schnell mit einem weiteren Gibbs-TD zurück, dieses Mal gefolgt von einem herkömmlichen Kickoff. Die Bills nahmen daraufhin jede Menge Zeit von der Uhr und erzielten letztlich ein weiteres Field Goal mit 2:03 Minuten zu spielen für eine 48:35-Führung. Die Lions erzielten danach tatsächlich noch einen weiteren Touchdown, doch erneut landete der Onside-Kick bei den Bills, was dann die Entscheidung bedeutete.
Begünstigt wurde das starke Run Game der Bills am Ende auch dadurch, dass Lions-Defensive-Tackle Alim McNeill mit einer Knieverletzung raus musste und nicht zurückkehrte. Er verlängert die ohnehin schon äußerst lange Verletztenliste der Lions-Defense merklich. Zudem verloren die Lions auch Cornerback Carlton Davis mit einer Verletzung am Kiefer. Laut Dan Campbell könnte beide Verletzungen schwerwiegend sein.
Buffalo Bills (11-3) @ Detroit Lions (12-2)
Ergebnis: 48:42 (14:0, 7:14, 14:7, 13:21) BOXSCORE
Bills @ Lions: Die wichtigsten Statistiken
- Es war das zwölfte Mal in seiner Karriere, dass Allen zwei Rushing Touchdowns in einem Spiel erzielt hat. Damit ist er nun der erste Spieler in der NFL-Geschichte mit fünf Saisons am Stück mit mindestens 35 Total Touchdowns.
- Während St. Brown gegen die anderen Defensive Backs nur eine Incompletion bei seinen Targets zu verbuchen hatte (11/12, 173 YDS, TD), sah er gegen Slot-Cornerback Taron Johnson kaum Land (1/3, 8 YDS).
- Die Bills sind das erste Team seit den New York Giants 1966, das in zwei Wochen nacheinander jeweils mindestens 40 Punkte erzielt und kassiert hat.
Der Star des Spiels: Josh Allen (Quarterback, Bills)
Allen setzte seine MVP-Kandidatur in dieser Saison mit einer überragenden Vorstellung durch die Luft (23/34, 362, 2 TD) und auf dem Boden (10 CAR, 69 YDS, 2 TD) fort und war einmal mehr der entscheidende Mann für die Bills. Er spielte fehlerfrei und war der Hauptgrund dafür, dass seine Unit so überaus effizient auftrat. Ebenfalls richtig stark: Defensive Tackle Ed Oliver, der die Bills mit 7 Pressures und einem Sack anführte.
Der Flop des Spiels: Defense (Lions)
Die komplette Defense der Lions hatte keine Antworten auf irgendwas, was die Gäste in diesem Spiel gemacht haben. Es wäre unfair, einen einzelnen Spieler herauszupicken, wenn man bedenkt, wie überfordert die komplette Unit war. Die Bills mussten ein einziges Mal punten, was so ziemlich alles über diese Partie sagt.
Analyse: Bills @ Lions - das fiel taktisch auf
- Die Lions begannen wie üblich überwiegend mit Man Coverage, was Allen zu verleitete, sich die bestens Matchups hinter einer sehr stabilen Line zu suchen. Zudem öffnete es immer wieder die Tür für Scrambles mit dem QB im Rücken der Secondary.
- Die Bills blitzten häufig, gerade aber bei 3rd Down. Zudem zeigten sie häufiger auch Sechs-Mann-Fronten, was dazu führte, dass die Lions kaum offene Gaps zum Laufen fanden und sie so im Laufe des Spiels recht einseitig machten in Sachen Play-Calling.
- Um dem entgegen zu wirken, setzte Goff gerade nach der Pause immer wieder auf Screens zu den Running Backs, um immerhin nach dem Catch für Yards zu sorgen, da die Coverage der Bills wiederum meist sehr eng war.






