Die Darts Regulation Authority (DRA) hat den ehemaligen BDO-Jugendweltmeister Leighton Bennett der Spiel-Manipulation für schuldig befunden und eine empfindliche Strafe gegen den 18-Jährigen ausgesprochen, der künftig eigentlich auf der PDC Tour durchstarten wollte.
Wie die DRA am Montag mitteilte, wird Bennett mit sofortiger Wirkung für einen Zeitraum von acht Jahren vom professionellen Darts-Sport ausgeschlossen. Vorausgegangen war eine Untersuchung, die dem Engländer sowie seinem Landsmann Billy Warriner (23) die Verschiebung von vier Darts-Matches im Jahr 2023 nachweisen konnte.
Verurteilt wurde Bennett zudem, weil er die Ermittler in ihrer Arbeit nicht aktiv unterstützte und er einen Vertrag mit einem inoffiziellen Manager abschloss. Seine Sperre läuft bis zum 11. August 2032, eine Strafzahlung in Höhe von 8100 Pfund wurde ebenfalls gegen den Briten verhängt.
Warriner wurde gar für zehn Jahre gesperrt, weil die Untersuchungen ergaben, dass er für die Platzierung von Wetten auf die verschobenen Spiele von Bennett verantwortlich war. Er fungierte demnach als Mittelsmann und unterstützte Bennett maßgeblich bei der Spiel-Verschiebung. Beide haben bis zum 14. Dezember Zeit, Einspruch gegen die Entscheidung einzulegen. Warriner bekannte sich allerdings bereits in 19 der 21 Anklagepunkte für schuldig.
Gesperrtes Darts-Talent wirft Pfeil am Board vorbei
Eröffnet wurden die Untersuchungen gegen Bennett Ende 2023 nach einem Turnier der Modus Super Series. In mehreren Matches ließ der Engländer zahlreiche Chancen zum Checkout liegen. In einem Fall warf er einen Dart sogar komplett am Board vorbei. Videoaufnahmen der Szenen verbreiteten sich damals schnell im Netz und weckten den Verdacht.
Bennett hatte seine Profikarriere im Jahr 2024 eigentlich richtig starten wollen und sicherte sich eine PDC Tourkarte. Nach der nun ausgesprochenen Strafe ist allerdings unklar, ob er noch einmal auf die Bühne zurückkehrt. Die Tourkarte wurde ihm bereits wieder entzogen.


