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Duo in Topform

Diese Abgänge dürfte der FC Schalke 04 bereuen

Ahmed Kutucu galt beim FC Schalke 04 einst als Toptalent
Ahmed Kutucu galt beim FC Schalke 04 einst als Toptalent
Foto: © IMAGO/Seskimphoto
22. November 2024, 20:08
sport.de
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Viele Gesichter aus dem deutschen Fußball spielen inzwischen weitgehend unbeachtet von den Medien im Ausland. Heute im sport.de-Rampenlicht: zwei Spieler, die beim FC Schalke 04 nicht ihr Glück fanden.

Mit herausragenden Leistungen im Nachwuchs avancierte Ahmed Kutucu einst zum Hoffnungsträger des FC Schalke 04.

Mit 18 Jahren debütierte der Angreifer für die Knappen in der Bundesliga und der Champions League. In 16 (meist kurzen) Einsätzen erzielte der Youngster drei Treffer und legte ein Tor auf, was ihn im Sommer 2019 endgültig in den Profikader spülte.

Es folgten 36 weitere Partien, mit drei Toren und drei Vorlagen für die Profis der Königsblauen. Über die Rolle des Ergänzungsspielers kam Kutucu auf Schalke allerdings nicht hinaus. Daran änderte auch eine halbjährige Leihe zum niederländischen Erstligisten Heracles Almelo von Januar bis Juni 2021 nichts.

Anschließend ließ Schalke sein Eigengewächs für rund 500.000 Euro zum türkischen Klub Basaksehir FK ziehen. Kutucu kam dort noch weniger zum Zug. Ab Januar 2022 kehrte der Offensivspieler für eineinhalb Jahre nach Deutschland zurück, wo er beim SV Sandhausen in der 2. Bundesliga allerdings ebenfalls eine Art Joker vom Dienst blieb.

Im Juli 2023 folgte dann der Schritt, der den Knoten platzen ließ: Kutucu wechselte zum türkischen Zweitligisten Eyüpspor, ballerte den Klub mit 14 Toren und vier Vorlagen in die Süper Lig.

Dort zählt Kutucu 2024/25 zu den Überfliegern. In zwölf Partien erzielte der 24-Jährige fünf Treffer, bereitete fünf weitere vor und ist damit derzeit Topscorer im türkischen Oberhaus.

Ex-Talent des FC Schalke 04 hat "einfach wieder Spaß am Fußball"

"Ich habe einfach wieder Spaß am Fußball. Ich stehe morgens auf und freue mich aufs Training. Das war in schwierigen Zeiten auch mal anders. Es ist sehr wichtig, einen Trainer zu haben, der einem das Gefühl gibt, dass man nach einem nicht so guten Spiel trotzdem noch eine Chance bekommt", kommentierte Kutucu seinen Aufschwung gegenüber "Transfermarkt".

Sein Wechsel zu Eyüpspor sei durchaus "eine schwierige Entscheidung" gewesen, schließlich habe er mit Schalke bereits in der Champions League gespielt. Die ernüchternden Erfahrungen und ewigen Leihgeschäfte hätten allerdings dafür gesorgt, dass er die Chance sah, seiner Karriere mit dem Rückschritt einen Aufschwung zu verleihen, so Kutucu weiter.

Im vergangenen Sommer habe er übrigens schon die Chance gehabt, zu einem neuen Klub zu wechseln, er wolle sich aber Zeit lassen und sich nur einem Verein anschließen, bei dem er auch "eine wichtige Rolle" spielen werde, führte Kutucu aus. Weiter träume er von der englischen Premier League.

Sein Ex-Arbeitgeber Schalke könnte einen formstarken Kutucu aktuell sehr gut gebrauchen. Im Januar 2023 erklärte dieser gegenüber "Der Westen" zwar noch, er würde nur zu gerne noch einmal vor den S04-Fans kicken. Eine Rückkehr zum kriselnden Zweitligisten dürfte derzeit aber nicht die Wohlfühlatmosphäre sein, die Kutucu offenbar benötigt und die ihm unlängst sogar zurück in die türkische Nationalmannschaft verhalf.

Nur ein Sieg mit dem FC Schalke 04

Während Kutucu auf Schalke sein Glück suchte (und nicht fand), spielte auch ein gewisser Juan Miranda in Gelsenkirchen. Der Spanier kam vor der Spielzeit 2019/2020 mit enormen Erwartungen vom FC Barcelona, warm wurden Klub und Spieler allerdings nie.

Als Miranda in der zweiten Hälfte der Saison endlich mehr Spielpraxis bekam, setzte eine sportliche Krise auf Schalke ein.

Beim Debüt des Spaniers gelang noch ein Sieg gegen Eintracht Frankfurt, Schalke war Tabellenvierter. Von den folgenden zehn Ligaspielen konnten Miranda und Co. jedoch keines mehr gewinnen, S04 belegte am Ende Rang zwölf. Dass es nicht zu einer festen Verpflichtung kam, wundert also nicht.

Für Miranda ging es nach seinem kurzen Schalke-Abenteuer allerdings steil bergauf: Bei Real Betis mauserte sich der Linksverteidiger ab 2020 zu einer festen Größe in La Liga.

2024 zog Miranda nach Italien zum FC Bologna weiter, wo er ebenfalls zu den Leistungsträgern zählt. In den letzten beiden Ligaspielen gelang dem früheren Schalker sogar jeweils eine Torvorlage.

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