Mit 18 Jahren schien Joelle Steur auf einem guten Weg zu sein, die Tennis-Elite zu entern. Das Jahr 2022 beendete sie knapp außerhalb der Top 500, vor allem der Sprung zur Vorsaison war ein enormer. Anschließend stagnierte die Karriere der Deutschen allerdings. 2024 schien es vor allem im Sommer endlich wieder bergauf zu gehen, dann folgten zwei Aufgaben - und eine längere Pause. Nun ist die 20-Jährige zurück auf der Tour.
Mitte Juli erreichte Joelle Steur (Nummer 722 der Weltrangliste) das Finale des W15-Turniers in Casablanca (Marokko), das sie gegen die Russin Ekaterina Kazionova (Nummer 546 der Weltrangliste) mit 3:6 und 6:7 verlor.
Die Finalteilnahme stellt dennoch einen der größten Erfolge in der Karriere der Deutschen dar, die sich in der Woche nach ihrem Siegeszug erneut in Casablanca bei einem W35-Event versuchte, im Viertelfinale gegen die Italienerin Deborah Chiesa (Nummer 411 der Weltrangliste) beim Stand von 2:6 und 0:1 allerdings aufgeben musste.
Es folgte eine kurze Auszeit, ehe Steur in Erwitte (W35) an den Start ging, in Runde eins gegen Ekaterina Gorgodze (Nummer 339 der Weltrangliste) aus Georgien allerdings erneut vorzeitig ein Match beenden musste. Anschließend geplante Auftritte, unter anderem in Braunschweig, musste Steur platzen lassen, die Rückkehr auf die Tour erfolgte nun erst drei Monate später.
Daems gewinnt Duell der DTB-Talente
Im spanischen Nules (W15) steht Steur derzeit im Hauptfeld, ein erster Sieg ist auch schon unter Dach und Dach gebracht. Gegen die 27-jährige Qualifikantin Valentina Losciale aus Italien (nicht in der WTA-Weltrangliste geführt) setzte sich Steur deutlich mit 6:2 und 6:2 durch. Für die Rechtshänderin war es der erste Sieg seit beinahe vier Monaten.
Im Achtelfinale wartet mit der Spanierin Carmen Lopez Martinez (Nummer 994 der Weltrangliste) jetzt die nächste Qualifikantin auf Steur.
Aus deutscher Sicht steht zudem die 22-jährige Mina Hodzic (Nummer 474 der Weltrangliste) in der Runde der letzten 16.
Einen Achtungserfolg landete zudem die 18-jährige Josy Daems (Nummer 938 der Weltrangliste) im Duell der DTB-Talente gegen Marie Vogt (Nummer 645 der Weltrangliste). Daems setzte sich beim W15-Turnier in Monastir mit 4:6, 6:3 und 6:1 durch und erreichte so das Viertelfinale. Dort wartet allerdings die favorisierte Slowenin Ela Nala Milic (Nummer 742 der Weltrangliste).





