Trainer-Überraschung im deutschen Tennis: Das Top-Talent Justin Engel wird künftig von einem prominenten Ex-Profi gecoacht.
Der langjährige Tennisprofi Philipp Kohlschreiber schließt sich dem Trainerteam von Justin Engel an. Der 17-Jährige wird zudem von seinem Vater gecoacht.
Kohlschreiber sagte bei "Sky": "Das ist die spannendste Aufgabe in Deutschland, wenn nicht sogar weltweit. Er ist in der Rangliste der beste Jugendliche der Welt. Das ist eine große Ehre und ein großer Ritterschlag auch für mich, dass Justins Vertrauen zurückkommt."
Der 41-Jährige wolle nun versuchen, mit seiner "Energie" und seinem "Wissen", Engel den Weg in die Weltspitze zu ebnen.
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Philipp Kohlschreiber hatte 2001 auf der ATP-Tour debütiert, wo er insgesamt acht Einzeltitel gewinnen konnte. Seine beste Platzierung in der Weltrangliste war der 16. Platz im Jahr 2012. 2022 trat "Kohli" zurück.
Tennis-Juwel Engel kennt Kohlschreiber aus dem Training
Engel gab die Komplimente sogleich zurück: "Es gibt fast keinen besseren Trainer hier in Deutschland. Wir haben schon vor zwei Jahren gemeinsam trainiert, als er noch aktiv war. Da meinte er schon zu mir, dass ich weit kommen kann."
Justin Engel hatte Anfang Oktober kurz nach seinem 17. Geburtstag in Kasachstan sein erstes Spiel auf der ATP-Profitour überhaupt bestritten und gegen Coleman Wong aus Hongkong direkt einen Erfolg bejubelt. Er avancierte damit zum jüngsten Sieger eines ATP-Matches seit Topstar Carlos Alcaraz 2020. Anschließend hielt er auch gegen den Weltranglisten-31. Francisco Cerundolo aus Argentinien gut mit und verlor mit 4:6, 6:7.
Kohlschreiber gab sich überzeugt, dass der Youngster im Tennis "Großes" erreichen kann. "Er steckt total viel Arbeit hinein, er ist fit, groß, stark und hat Power. Das ist genau das moderne Tennis." Dies wolle er jetzt mit "Finesse" und "Spielintelligenz" erweitern.
Kohlschreiber wagt steile These - sport.de-Kolumnist zurückhaltend
Dann wagte der Ex-Profi noch eine durchaus steile These. Gefragt beim TV-Sender, ob Justin Engel schon jetzt das Tempo der Superstars Jannik Sinner und Carlos Alcaraz mitgehen kann, entgegnete Philipp Kohlschreiber: "Ja, dafür lege ich meine Hand ins Feuer."
Auch sport.de-Kolumnist Florian Regelmann sieht in Justin Engel ein absolutes Top-Talent. In seinem Gedankenspiel, wie die Top 10 ATP-Weltrangliste in fünf Jahren aussehen könnte, kommt der 17-Jährige aber nicht vor.
"Ich habe ihn jetzt beim Turnier in Almaty zum ersten Mal wirklich spielen sehen. Das war beeindruckend, die Interviews sind auch beeindruckend, aber wer weiß, wo der Junge mit 22 steht? Ich kann es überhaupt nicht einschätzen und wir sollten ihm auch nicht zu früh zu viel Druck machen", so Regelmann.





