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Neues Abwehr-Bollwerk beim FC Bayern

Die wundersame Wandlung von Upamecano und Kim

Dayot Upamecano und Min-jae Kim blühen beim FC Bayern auf
Dayot Upamecano und Min-jae Kim blühen beim FC Bayern auf
Foto: © IMAGO/Frank Hoermann/SVEN SIMON
02. Oktober 2024, 12:19

Beim FC Bayern bilden Dayot Upamecano und Minjae Kim ein neues Abwehr-Bollwerk. Danach hatte es in der vergangenen Saison noch überhaupt nicht ausgesehen. Die wundersame Wandlung des Innenverteidiger-Duos.

45 Gegentore in der vergangenen Bundesliga-Spielzeit stellten die schlechteste Abwehr-Leistung des FC Bayern seit 28 Jahren dar.

Die Sündenböcke waren schnell ausgemacht: Neuzugang Minjae Kim und Dayot Upamecano. Unter Ex-Trainer Thomas Tuchel agierte das Duo erschreckend unsicher. Schwerwiegende Patzer und leichtsinnige Flüchtigkeitsfehler waren keine Seltenheit.

Kim und Upamecano, die auch öffentlich von Tuchel kritisiert wurden, fanden sich häufig auf der Ersatzbank wieder.

Stattdessen schenkte der Coach meist Matthijs de Ligt, der mittlerweile für Manchester United aufläuft, und Eric Dier, der unter Vincent Kompany nicht mehr gefragt ist, das Vertrauen. 

Gerade Kim, der erst im Sommer 2023 für 50 Millionen Euro von der SSC Neapel gekommen war, wurde bereits als Missverständnis abgestempelt. Gerüchte über eine Blitz-Rückkehr nach Italien machten sogar die Runde. Auch Upamecano wurde als Verkaufskandidat gehandelt.

Die Bayern verkauften aber - zum Unmut zahlreicher Fans - ausgerechnet de Ligt. Der Niederländer, der für 45 Millionen Euro zu Manchester United wechselte, war unter Tuchel noch einer der stabileren Abwehrspieler.

Als Nachfolger wollte der FC Bayern Jonathan Tah von Bayer Leverkusen verpflichten. Doch ein Deal scheiterte an unterschiedlichen Vorstellungen über die Höhe der Ablöse.

Bayern-Trainer Vincent Kompany standen zu Saisonbeginn somit nur Upamecano, Kim und Dier zur Verfügung. Neuzugang Hiroki Ito vom VfB Stuttgart hatte sich in der Vorbereitung verletzt und wartet noch auf seinen ersten Pflichtspieleinsatz.

FC Bayern geht hohes Risiko ein

Mit dem Verkauf von de Ligt und der dünn besetzen Innenverteidigung, die zudem in der vergangene Saison nicht überzeugen konnte, ist der FC Bayern ein großes Risiko eingegangen.

Nach dem 1:1 gegen Bayer Leverkusen auf die Leistungen von Upamecano und Kim angesprochen, entgegnete Sportvorstand Max Eberl süffisant: "Wenn ich jetzt 'herausragend' sage, dann sagen alle: 'Er verteidigt seine Entscheidung!'"

Doch das Wagnis des FC Bayern hat sich in der Tat ausgezahlt.

Dass Upamecano und Kim das Potenzial haben, beim FC Bayern Stammspieler zu sein, ließen sie in der Vergangenheit bereits durchblicken. Nicht umsonst wurde der Südkoreaner während seiner Zeit in Neapel als "Monster" gefeiert. Nicht umsonst ist Upamecano bei der französischen Nationalmannschaft als Stammspieler gesetzt.

Unter Kompany schöpfen die beiden nun endlich ihr volles Potenzial aus.

Upamecano und Kim überzeugen beim FC Bayern

Beide sind unter dem neuen Coach bedingungslos gesetzt - und zahlen das Vertrauen bislang mit bärenstarken Leistungen zurück.

Von den Unsicherheiten der vergangenen Saison ist - abgesehen vom Bundesliga-Auftakt gegen den VfL Wolfsburg (3:2) - nichts mehr zu sehen. Stattdessen hat sich das Duo zu einem echten Bollwerk entwickelt.

"Minjae und Upa haben ein hervorragendes Spiel gemacht. Unsere Innenverteidiger waren richtig gut", lobte auch Vorstandschef Jan-Christian Dreesen nach 1:1 gegen Bayer Leverkusen in der "Abendzeitung": "Sie haben beide durchaus in der Kritik gestanden in der vergangenen Saison, und sie haben sicher in dem einen oder anderen Spiel nicht ihre beste Leistung gezeigt."

Laut "kicker" hat der FC Bayern in der vergangenen Saison noch im Schnitt 4,1 gegnerische Chancen pro Spiel zugelassen. Zurzeit liegt dieser Wert bei 2,4. Kein anderes Team der Bundesliga ist hier besser.

Die Leistungssteigerung von Upamecano und Kim ist an weiteren Daten nachweisbar. Dem Fachmagazin zufolge gewann der Südkoreaner die meisten Luftzweikämpfe aller Abwehrspieler (22 von 31). Mit 515 Pässen ist der 27-Jährige nach Joshua Kimmich (540) ligaweit der Spieler mit den zweitmeisten Pässen. Auf Platz drei in diesem Ranking folgt Upamecano mit 486 Pässen. 

Abwehr-Duo des FC Bayern "brutal"

"Brutal, was die beiden in den letzten Wochen gespielt haben; was die da wegbügeln … Die müssen unfassbare Räume verteidigen", adelte auch Kimmich seine Mitspieler im Gespräch mit dem "kicker". 

Der Mittelfeldmann betonte: "Wenn man 50, 60 Meter vorm eigenen Tor verteidigt und so einen Riesenraum im Rücken hat, dann musst du schon eine sehr, sehr große Qualität haben."

Einen Seitenhieb gegen Ex-Trainer Tuchel konnte sich Kimmich dabei nicht verkneifen. "Der Trainer (Kompany, d.Red.) hat beide stark gemacht. Innerhalb der Mannschaft hat er sie stark gemacht, nach außen hin hat er sie stark gemacht. Und das zahlen sie jetzt komplett zurück." Will heißen: Tuchel schwächte die Verteidiger einst.

Kompany impft Upamecano und Kim neues Selbstvertrauen ein

In der Tat hat Kompany nie Zweifel an Upamecano oder Kim aufkommen lassen. Im Gegensatz zu Tuchel schenkt der Belgier den Innenverteidigern bedingungsloses Vertrauen. Öffentliche Rüffel - auch nach den schwachen Leistungen gegen Wolfsburg - blieben aus.

Die beiden Spieler ließen ebenfalls durchblicken, dass sie unter Kompany besser zurechtkommen und mit mehr Selbstvertrauen aufspielen.

"Er erklärt den Spielern noch viel konkreter, was er wünscht", sagte Kim nach dem Remis gegen Leverkusen.

Upamecano hatte Mitte September auf einer Pressekonferenz der französischen Nationalmannschaft betont: "Ich bin sehr froh, dass er bei uns in Bayern ist. Er ist ein sehr guter Trainer, der guten Fußball spielen lässt. Er gibt mir viele Ratschläge, weil er viele Jahre lang auf meiner Position gespielt hat."

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