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Nicht wegen des Geldes

Anton-Klartext zum BVB-Wechsel

Waldemar Anton hat sich beim BVB schnell eingefügt
Waldemar Anton hat sich beim BVB schnell eingefügt
Foto: © IMAGO/Alex Gottschalk/DeFodi Images
20. September 2024, 19:33
sport.de
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Waldemar Anton wird am Sonntag bei seiner Rückkehr nach Stuttgart im Mittelpunkt stehen. Der BVB-Verteidiger stellt sich auf Pfiffe ein und erklärt seinen Wechsel nach Dortmund. Geld sei nicht der Grund gewesen.

Der Transfer von Ex-Kapitän Waldemar Anton zum BVB hat viele Fans in Stuttgart verärgert. Vor allem die Kommunikation rund um den Wechsel kreideten die Fans dem Innenverteidiger an. 

Nun hat der 28-Jährige in einem ausführlichen Interview bei den "Stuttgarter Nachrichten" über seinen Wechsel sowie das Duell gegen seine Ex-Kollegen gesprochen und versucht, etwas die Wogen zu glätten.

Anton: "Viel unter der Gürtellinie"

Der Nationalspieler betonte, dass Geld nicht den Ausschlag für den Transfer zum BVB gegeben habe. Vielmehr spielte die sportlichen Ambitionen eine Rolle.

"Die Dortmunder haben fast immer um Titel gespielt. Sie standen zweimal im Finale der Champions League, wurden Pokalsieger, einige Male Vizemeister. Der VfB hat in dieser Zeit phasenweise in der zweiten Liga gespielt", sagte Anton. 

Anton appellierte an die Anhänger. "Ich denke, die meisten VfB-Fans wissen trotz aller Enttäuschung, dass ich für den Klub alles gegeben habe – auch mal Blut und Tränen. Es wäre schön, wenn sich das Thema beruhigt, vor allem meiner Familie wegen. Denn es gab in den sozialen Medien eben auch viel, was unter die Gürtellinie ging."

Trotzdem rechnet er mit Pfiffen vor und während der Partie. "Ich bin da realistisch und habe selbstverständlich die Wut und Enttäuschung vieler Fans mitbekommen." Wenn man darauf eingestellt sei, könne man "auch damit umgehen", so Anton. "Und jeder, der mich kennt, weiß: Auch das wird mich auf dem Platz nicht aus der Ruhe bringen."

Anton-Rückkehr: Hoeneß bezieht Stellung

Auf der Spieltagskonferenz nahm auch VfB-Trainer Sebastian Hoeneß Stellung zum Wiedersehen mit Anton und Stürmer Serhou Guirassy.

Auch Hoeneß mit einem nicht besonders freundlichen Empfang für Anton in Bad Cannstatt.  "Ich kann es natürlich verstehen aus Fansicht auf der einen Seite. Auf der anderen Seite wünsche ich mir jetzt natürlich, dass wir angefeuert werden", sagte Hoeneß mit Blick auf Sonntag: "Trotzdem wird es wahrscheinlich so sein, dass der Waldi ein bisschen was aushalten muss."

Zwischen ihm und den beiden Abgängen gebe es allerdings "kein böses Blut", keine Kampfansage", betonte Hoeneß. Auch mit Anton sei alles geklärt. Auch wenn er wisse, "dass es in der Kommunikation hätte anders laufen können". Er freue sich auf das Wiedersehen mit seinen beiden Ex-Spieler, sagte Hoeneß weiter.

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