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Folgt gegen den BVB der nächste Coup?

Wie Heidenheim schon wieder die Liga überrascht

In Heidenheim zählt das Kollektiv
In Heidenheim zählt das Kollektiv
Foto: © IMAGO/Pressefoto Rudel/Herbert Rudel
13. September 2024, 19:02

Ostalb oben auf. Heidenheim bleibt auch im zweiten Jahr ein Bundesliga-Phänomen. Der Klub scheint die prominenten Abgänge gut zu verkraften und stürmt mit seiner außergewöhnlichen Kader-Strategie an die Tabellenspitze der Liga.

Der 1. FC Heidenheim reist als Tabellenführer zu Borussia Dortmund. Diesen Satz muss man sich auf der Zunge zergehen lassen.

2007 spielte der Klub noch in der Oberliga, legte dann dank hervorragender Arbeit von Trainer Frank Schmidt und Geschäftsführer Holger Sanwald und ja, Sponsorengeldern aus der Region, einen rasanten Aufstieg hin.

Und jetzt ist der FCH plötzlich Bundesliga-Tabellenführer. Klar, es ist erst der 3. Spieltag. Und dennoch: Heidenheim wirkt unter Schmidt schon wieder so stabil wie die Finanzierung eines schwäbischen Häuslebauers.

Heidenheim international

Dazu kommt: Auch im Pokal und in der Conference League lieferte der Klub ganz souverän. Heidenheim international. Auch das ist ein Satz, der vor einigen Jahren ungläubiges Stauen ausgelöst hätte. Jetzt ist er Realität. Schon bald reist der FC Chelsea auf die Ostalb (Die Conference League läuft exklusiv auf RTL+, RTL und NITRO). Man wird sich wohl noch in Jahrzehnten davon erzählen.

Beachtlich ist das alles vor allem wegen der Art und Weise. Denn die Heidenheimer fahren eine Kader-Strategie, die außergewöhnlich ist. Setzen mehr auf Mentalität denn bekannte Namen.

Natürlich sticht die Bayern-Leihgabe Paul Wanner heraus. Das deutsch-österreichische Edeltalent ist die Geschichte des Saisonstarts. Der 18-Jährige brachte sich mit vier Toren, zwei Vorlagen in den ersten vier Pflichtspielen mal sowas von auf die Bundesliga-Karte. Der DFB und Österreichische Verband liefern sich nun ein Fernduell um die künftigen Dienste in ihrer A-Elf.

Die ganze Bundesliga redet von Wanner. Selbst Frank Schmidt wurde das zu viel. Der Youngster mache seine Sache "richtig gut", aber: "Ich bitte da um Verständnis. Es ist mir zu viel Paul Wanner", sagte Schmidt in seiner ihm eigenen Art. Die Message aber war klar: Piano, bitte.

Bitte nicht nur Wanner

Und es ist ja auch nur die halbe Wahrheit. Heidenheim ist nicht nur Wanner. Wie schon in der vergangenen Saison hat sich der Klub klug auch mit erfahrenen Spielern aus der 2. und 3. Liga verstärkt, die unter Schmidt dann einschlagen.

Schon in der Vorsaison gab Heidenheim karge 2,3 Millionen für neue Spieler aus. Allesamt Transfers, die man in der Bundesliga nicht unbedingt erwarte, sagte Schmidt damals. Marvin Pieringer, Nikola Dovedan, Benedikt Gimber setzten sich dann prompt durch.

In Heidenheim haben sie eine klare Vorstellung von den Transfers: Im Kader seien nur Spieler, die sich aus "voller Überzeugung" für Heidenheim entschieden haben und "sich nicht wichtiger nehmen, als sie sind", fasst es der Trainer zusammen. Der Heidenheim-Way.

In diesem Jahr verpflichtete der FCH für rund sechs Millionen Euro neun externe Zugänge. Das Muster ist wieder ähnlich. Linksaußen Leo Scienza kam von Zweitliga-Aufsteiger SSV Ulm und hat sich schon einen Stammplatz erspielt, Luca Kerber wechselte von Drittligist und Pokalschreck 1. FC Saarbrücken zum Team. Scienza erzielte in der Bundesliga und den Conference-League-Playoffs gleich mal je einen Treffer.

Im Kollektiv blühen die neuen Spieler auf

Heidenheim ist also weiterhin so ein bisschen das erfolgreichste Auffangbecken der Bundesliga. Profis aus dem Unterhaus, die man nicht unbedingt auf dem Zettel hat, blühen auf der Schwäbischen Alb reihenweise im Kollektiv der Schmidt-Elf auf.

Dann wirkt es vielleicht sogar weniger überraschend, dass die Mannschaft bisher die prominenten Abgänge derart gut kompensieren konnte. Nach der sensationellen Premierensaison, die bis nach Europa reichte, gab es personellen Aderlass. Nationalspieler Jan-Niklas Beste heuerte bei Benfica an. Torgarant Tim Kleindienst wechselte nach Gladbach und Sturm-Kollege Eren Dinkci zog es zum SC Freiburg. Drei absolute Stammspieler weg - bislang kaum ein Problem für das Team. So sogar Transferplus von fast neun Millionen erwirtschaftet.

Weit entfernt von diesen Ausgabesummen ist der kommende Gegner Borussia Dortmund, der im Sommer für Serhou Guirassy, Waldemar Anton, Pascal Groß und Co. rund 80 Millionen Euro auf den Tisch legte.

In Dortmund sind sie vor dem Überraschungsteam gewarnt. RTL-Experte Lothar Matthäus kündigte im Gespräch mit RTL/ntv und sport.de an, dass den BVB "harte Gegenwehr" von einem disziplinierten und selbstbewussten Team erwarte. Trotzdem sei der BVB vor heimischer Kulisse Favorit, sagte der DFB-Rekordspieler.

Dass der FCH aber auf der großen Bühne bestehen kann, demonstrierte er schon im Vorjahr. Trotz frühen Rückstandes erkämpften sich die Schwaben im Westfalenstadion am Ende ein 2:2. Ein Punkt der Mentalität, der für die weitere Saison Auftrieb gab. 

23. Spieltag
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  • Tabelle
1. FSV Mainz 05
1. FSV Mainz 05
Mainz 05
1
1
Hamburger SV
Hamburger SV
Hamburger SV
1
0
20:30
Fr, 20.02.
Beendet
1. FC Union Berlin
1. FC Union Berlin
Union Berlin
1
1
Bayer Leverkusen
Bayer Leverkusen
Leverkusen
0
0
15:30
Sa, 21.02.
Beendet
FC Bayern München
FC Bayern München
FC Bayern
3
2
Eintracht Frankfurt
Eintracht Frankfurt
E. Frankfurt
2
0
15:30
Sa, 21.02.
Beendet
VfL Wolfsburg
VfL Wolfsburg
Wolfsburg
2
1
FC Augsburg
FC Augsburg
Augsburg
3
0
15:30
Sa, 21.02.
Beendet
1. FC Köln
1. FC Köln
1. FC Köln
2
1
TSG Hoffenheim
TSG Hoffenheim
Hoffenheim
2
1
15:30
Sa, 21.02.
Beendet
SC Freiburg
SC Freiburg
Freiburg
0
Bor. Mönchengladbach
Bor. Mönchengladbach
M'gladbach
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15:30
So, 22.02.
FC St. Pauli
FC St. Pauli
St. Pauli
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SV Werder Bremen
SV Werder Bremen
SV Werder
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17:30
So, 22.02.
1. FC Heidenheim 1846
1. FC Heidenheim 1846
Heidenheim
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VfB Stuttgart
Stuttgart
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19:30
So, 22.02.
#MannschaftMannschaftSp.SUNToreDiff.Pkt.
1FC Bayern MünchenFC Bayern MünchenFC Bayern23193185:216460
2Borussia DortmundBorussia DortmundBVB23157149:222752
3TSG HoffenheimTSG HoffenheimHoffenheim23144549:301946
4VfB StuttgartVfB StuttgartStuttgart22133641:291242
5RB LeipzigRB LeipzigRB Leipzig23125644:321241
6Bayer LeverkusenBayer LeverkusenLeverkusen22123743:281539
7Eintracht FrankfurtEintracht FrankfurtE. Frankfurt2387846:49-331
8SC FreiburgSC FreiburgFreiburg2286832:36-430
91. FC Union Berlin1. FC Union BerlinUnion Berlin2377929:37-828
10FC AugsburgFC AugsburgAugsburg23841128:41-1328
11Hamburger SVHamburger SVHamburger SV2268825:32-726
121. FC Köln1. FC Köln1. FC Köln23661133:39-624
131. FSV Mainz 051. FSV Mainz 05Mainz 0523571126:38-1222
14Bor. MönchengladbachBor. MönchengladbachM'gladbach22571025:37-1222
15VfL WolfsburgVfL WolfsburgWolfsburg23551333:49-1620
16SV Werder BremenSV Werder BremenSV Werder22471122:42-2019
17FC St. PauliFC St. PauliSt. Pauli22451320:39-1917
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