Novak Djokovic bleibt in 2024 ohne Grand-Slam-Titel. Die große Frage lautet: Kann der Serbe noch den 25. Major-Triumph seiner Karriere feiern? Tennis-Legende John McEnroe ist zwiegespalten.
"Man will ihn nie anzählen, aber momentan ist sicherlich das erste Mal, dass man sich ernsthaft fragt, ob er noch gewinnen kann", sagte McEnroe im Gespräch mit "Eurosport".
"Er hat drei von vier Grand Slams im letzten und Olympia-Gold in diesem Jahr gewonnen und jetzt sagen wir ernsthaft, er wird nie wieder ganz oben stehen?", fragte der US-Amerikaner.
Djokovic werde "auf der anderen Seite auch älter", argumentierte die Tennis-Ikone. "Irgendwann merkt man das, weil du einen Teil deines Angst-Faktors bei deinen Gegnern verlierst. Dann denken Jungs, die vorher nicht an ihre Chance geglaubt hätten, dass sie dich schlagen können und das macht es viel schwerer. Damit wird Djokovic aktuell konfrontiert", analysierte McEnroe.
Es werde also "spannend zu sehen sein, ob er in der Lage sein wird, Nummer 25 zu holen, aber ich glaube, dass er versuchen wird, diese Motivation wieder zu finden", so der 65-Jährige.
Tennis: Überraschendes Djokovic-Aus bei den US Open
Djokovic steht in seiner Karriere bislang bei 24 Grand-Slam-Titel - Rekord! Der 37-Jährige war bei den US Open in New York zuletzt überraschend in der dritten Runde gegen den Australier Alexei Popyrin (4:6, 4:6, 6:2, 4:6) ausgeschieden. Bei den Olympischen Sommerspielen in Paris hatte der "Djoker" zuvor die ersehnte Goldmedaille gewonnen.
"Auf eine gewisse Weise haben wir Glück, dass Djokovic immer noch so gut spielt, dass diese jungen Spieler - wie Carlos Alcaraz und Jannik Sinner - auch noch eine Rivalität mit ihm haben können", meinte McEnroe.
Djokovic, Roger Federer und Rafael Nadal seien "wahrscheinlich die drei größten Spieler der Geschichte, die alle in dieser Zeit gespielt haben. Es wäre also verrückt, zu glauben, dass sie keine Lücke hinterlassen werden", fügte er an.










