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"Hätte mich nicht mehr wohlgefühlt"

Ex-BVB-Coach erklärt sein Aus: "Für beide Seiten besser"

Armin Reutershahn (r.) war Edin Terzics Co-Trainer beim BVB
Armin Reutershahn (r.) war Edin Terzics Co-Trainer beim BVB
Foto: © IMAGO/Dennis Ewert/RHR-FOTO
04. September 2024, 06:44
sport.de
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In der vergangenen Winterpause endete nach nur einem Jahr die Zusammenarbeit zwischen Borussia Dortmund und Armin Reutershahn schon wieder. Sein BVB-Aus begründet der damalige Co-Trainer von Edin Terzic mit der Rückkehr der Vereinsikonen Nuri Sahin und Sven Bender.

"Wenn zwei neue Co-Trainer kommen, ist es ja nicht überraschend, dass sich dadurch auch mein Aufgabengebiet wesentlich verändert. Bei diesen neuen Aufgaben habe ich mich aber nicht gesehen. Damit hätte ich mich nicht mehr wohlgefühlt. Daher war es für beide Seiten besser, dass wir den Vertrag auflösen. Der Verein steht immer über allem", sagte Reutershahn im "Spox"-Interview.

Während Bender dem BVB inzwischen ebenfalls schon wieder den Rücken kehrte und bei seinem Jugendverein SpVgg Unterhaching anheuerte, kletterte Sahin die Karriereleiter hinauf. Nach Terzics Rücktritt im Sommer übernahm er dessen Posten als Chefcoach der Schwarz-Gelben.

Obwohl der BVB in der vergangenen Saison unter Terzics Regie das Finale der Champions League erreichte, wurde seine Arbeit in Dortmund zuletzt häufig auch kritisch beäugt - ein Umstand, für den Reutershahn kein Verständnis hat.

"Ich kann nur sagen: Edin ist ein hervorragender Fachmann und Trainer, vor allem aber auch Mensch", betonte der 64-Jährige. "Er hat einen ganz klaren Plan und kann diesen auch sehr gut mitteilen. Die Vorbereitung auf den Gegner ist bei ihm überragend. Zudem besitzt er eine hohe Empathie für seine Spieler."

Verpasster Titel mit dem BVB "die größte Enttäuschung"

Er könne die Kritik an Terzic daher "überhaupt nicht nachvollziehen", sagte Reutershahn. "Seine Erfolge im DFB-Pokal, in der Meisterschaft und zuletzt in der Champions League muss ihm beim BVB erst einmal jemand nachmachen."

Einschneidendstes Erlebnis seiner kurzen BVB-Zeit war für Reutershahn wenig überraschend das 2:2 im letzten Bundesligaspiel 2022/2023 gegen den FSV Mainz 05, mit dem die schon sicher geglaubte Meisterschaft verspielt wurde.

"Das war mit Abstand die größte Enttäuschung und das schlimmste Spiel meiner Karriere. Niemand hatte eine Vorahnung. Das erwischte uns aus dem Nichts", blickt der erfahrene Trainer-Routinier zurück. "Ich konnte es währenddessen gar nicht fassen, zumal wir die Heimspiele zuvor ja alle souverän mit vielen Toren gewonnen hatten. Je länger ich darüber nachdenke, welche Chance wir hatten, desto grausamer ist es."

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