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"Nicht mehr zu verlieren"

Angelique Kerber hört auf - Hammer-Los bei Olympia

Angelique Kerber will kein Profi-Tennis mehr spielen
Angelique Kerber will kein Profi-Tennis mehr spielen
Foto: © IMAGO/Paul Zimmer
25. Juli 2024, 14:53
sport.de
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Tennis-Star Angelique Kerber hat in den Sozialen Netzwerken ihren Rücktritt erklärt. Nach den Olympischen Spielen in Paris soll Schluss für die Deutsche sein. Nur kurz nach der Bekanntgabe bekam Kerber eine Hammer-Gegner für Olympia zugelost.

Olympia in Paris wird das letzte große Karriere-Highlight von Angelique Kerber, danach hängt die ehemalige Weltranglistenerste den Tennis-Schläger an den Nagel. Das gab die 36-Jährige bei Instagram bekannt.

"Bevor die Olympischen Spiele beginnen, kann ich bereits sagen, dass ich Paris 2024 nie vergessen werde, denn es wird mein letztes Profi-Turnier als Tennisspielerin sein", schrieb die Deutsche. "Und obwohl dies tatsächlich die richtige Entscheidung sein könnte, wird es sich nie so anfühlen", so Kerber weiter. Der Grund: "Weil ich den Sport von ganzem Herzen liebe und dankbar bin für die Erinnerungen und Möglichkeiten, die er mir gegeben hat."

Zu Kerbers größten Erfolgen gehören die Siege bei den US Open und Australian Open in 2016. Danach wurde sie die erste deutsche Weltranglistenerste nach Steffi Graf. Zwei Jahre später folgte der Triumph beim Rasen-Klassiker von Wimbledon. Die Kielerin ist damit die erfolgreichste deutsche Tennisspielerin hinter Graf.

"Paris 2024 wird die Ziellinie der unglaublichsten Reise sein, von der ich jemals hätte träumen können, als ich mit einem Schläger in der Hand aufwuchs", erklärte die 36-Jährige, die es bei den French Open zweimal bis ins Viertelfinale schaffte (2012 und 2018). 

Bei den Olympischen Spielen soll nun möglichst auch ein Top-Ergebnis herauskommen. 2016 konnte Kerber in Rio de Janeiro die Silbermedaille erringen. Reicht es auch 2024 für Edelmetall?

Tennis bei Olympia: Kerber mit Hammer-Los

Für Kerber, die Anfang 2023 Mutter wurde, steht vor allem der Spaß im Vordergrund, ganz nach dem Olympia-Motto: Dabeisein ist alles. 

"Jetzt werde ich mir die Zeit nehmen und jede Sekunde dieser letzten Episode auf dem Platz genießen", schrieb sie. 

Und weiter: "Es gibt noch viele Dinge, die ich sagen möchte, und Menschen, denen ich danken möchte. Das werde ich tun, sobald ich mein letztes Spiel absolviert habe."

Danach bedankte sich Kerber bei allen, die ihr bislang die Daumen hielten und weiter halten: "Ich danke euch allen für eure Unterstützung - sie bedeutet mir die Welt."

Die 36-Jährige war nach langer Baby-Pause zum Jahresstart auf die Tour zurückgekehrt, an die Leistung vergangener Tage hatte sie aber nicht mehr anknüpfen können. Bei Olympia spielt sie im Einzel sowie im Doppel an der Seite von Laura Siegemund.

Kurz nach Kerbers Rücktrittankündigung fand die Auslosung der Wettbewerbe statt. Kerber, die bei der "Draw-Zeremonie" persönlich vor Ort war, spielt in der ersten Runde gegen die viermalige Grand-Slam-Siegerin Naomi Osaka aus Japan. Ein echtes Hammer-Los kurz vor der "Ziellinie".

"Ich bin keine Spielerin, die in den letzten Wochen Glück mit der Auslosung hat. Aber am Ende habe ich jetzt nichts auch mehr zu verlieren", sagte Kerber der "Deutschen Presse-Agentur": "Ich freue mich auf das Match und auf das Turnier. Ich werde es so gut es geht genießen."

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