Der Fußball-Bundesligist FC Bayern und der in die Kritik geratene Fitness-Coach Prof. Dr. Holger Broich gehen getrennte Wege. Das gaben die Münchner am Mittwoch bekannt.
Nach "guten und einvernehmlichen Gesprächen" habe man sich auf eine Trennung geeinigt, heißt es in einer Mitteilung des Vereins.
"Holger Broich war zehn Jahre Teil des Teams hinter dem Team, das die erfolgreichste Dekade in der Geschichte des FC Bayern absolviert hat. Er vereint wissenschaftliche Erkenntnisse mit umfangreicher Berufspraxis auf höchstem Niveau, von Themen wie Leistungsdiagnostik über Trainingssteuerung bis zur Nachwuchsförderung", wird Sportvorstand Max Eberl zitiert.
Die Entscheidung sei losgelöst vom Verlauf der vergangenen Saison getroffen worden und sei stattdessen "ein Bestandteil unserer grundsätzlichen Neuausrichtung im sportlichen Bereich".
Broich betonte: "Es war mir eine große Freude und Ehre, ein Teil dieser unglaublich erfolgreichen letzten zehn Jahre gewesen zu sein. Ich möchte mich ganz herzlich bedanken - für die jahrelange Unterstützung, den Zuspruch und das Vertrauen, das der FC Bayern in mich gesetzt hat und wünsche dem Verein weiterhin viel Erfolg."
Broich wehrt sich gegen Kritik
Anfang Juni hatte die "tz" berichtet, Broichs Rolle werde intern beim FC Bayern wegen der zahlreichen Muskelverletzungen in der abgelaufenen Saison kritisch hinterfragt. Außerdem soll der Fitnesstrainer sowohl Schwierigkeiten mit Ex-Chefcoach Thomas Tuchel als auch mit dessen Vorgänger Julian Nagelsmann gehabt haben.
Unmittelbar nach dem Bericht hatte sich Broich im "kicker" zu Wort gemeldet und sich gewehrt. "Die Faktenlage ist klar: Wir haben in diesem Jahr keine gute Leistung gebracht und hatten zu viele Verletzte. Aber sich jetzt einen Mann herauszupicken und auf ihn mit dem Finger zu zeigen, finde ich sehr enttäuschend", sagte der 49-Jährige.
Der Mediziner ergänzte: "Wo ist die Frage nach der Verantwortlichkeit des gesamten Teams, der Trainer, der Ärzte, der Physios? Jetzt alles an meinem Namen festzumachen, finde ich sehr enttäuschend. Das ist üble Nachrede."




























