Diese Entscheidung war ein Volltreffer! Die deutsche Tennis-Spielerin Laura Siegemund und der Franzose Edouard Roger-Vasselin, die bei den French Open 2024 erstmals gemeinsam in einem Mixed-Wettbewerb angetreten sind, haben auf Anhieb den ganz großen Coup gelandet und sich den Titel beim zweiten Grand-Slam-Turnier des Jahres gesichert.
Im Finale der Mixed-Konkurrenz bei den French Open bezwangen Siegemund/Roger-Vasselin am Donnerstag Desirae Krawcyk aus den USA und Neal Skupski aus Großbritannien nach rund 1:40 Stunden mit 6:4 und 7:5.
"Ich habe dieses Mixed sehr genossen, es war sehr speziell", sagte Siegemund. Für die 36-Jährige war es ihr insgesamt dritter Grand-Slam-Titel - und der erste auf Sand.
Ausschlaggebend war unter anderem die enorme Nervenstärke, die Siegemund/Roger bei den entscheidenden Punkten an den Tag legten: Allein im ersten Satz wehrte das deutsch-französische Doppel acht von acht Breakbällen ab. Insgesamt gelang es Krawczyk/Skupski überhaupt nur in der hektischen Schlussphase des Matches, in der es Breaks auf beiden Seiten hagelte, Siegemund/Roger-Vasselin den Service abzunehmen.
French-Open-Sieg als Fingerzeig für Olympia?
Für Siegemund gewann zuvor bereits im Mixed bei den US Open 2016 und die Damendoppel-Konkurrenz bei den US Open 2020, Roger-Vasselin gewann bislang bereits einmal die French Open: 2014 siegte er in der Doppel-Konkurrenz der Herren, zusammen mit seinem Landsmann Julien Benneteau.
Skupski gewann bereits dreimal einen Doppelwettbewerb in Wimbledon, Krawcyk holte in ihrer Karriere Mixed-Titel bei den French Open 2021, den US Open 2021 und in Wimbledon 2021 und 2022.
Siegemunds erneuter Erfolg schürt natürlich auch Hoffnungen für den olympischen Mixed-Wettbewerb, der 2024 ebenfalls auf der roten Asche von Paris stattfinden wird. Eine Anfrage an Deutschlands Tennis-Superstar Alexander Zverev für einen gemeinsamen Start ließ dieser bislang allerdings unbeantwortet.
"Ich habe gefragt, ob er mit mir spielen will, es gibt dazu keine Antwort", berichtete Siegemund: "Ich finde es ein bisschen schwierig, wenn es eine Last-Minute-Entscheidung von ihm ist. Ich finde, er sollte da eine klare Stellung beziehen." Vielleicht ändert der French-Open-Triumph Siegemunds an Zverevs Haltung noch einmal etwas.






