Seit Anfang Februar steht fest, dass Lewis Hamilton Mercedes vorzeitig verlassen und ab 2025 für Ferrari fahren wird. Doch wer übernimmt das Cockpit des Rekordweltmeisters bei den Silberpfeilen? Diese Frage beschäftigt weiter die Gazetten und Teamchef Toto Wolff gleichermaßen. Nun hat der Mercedes-Boss weitere Andeutungen zur Fahrersuche gemacht.
Toto Wolff ist weiter intensiv auf der Suche nach einem Nachfolger für Lewis Hamilton. Daraus, dass der Mercedes-Teamchef am liebsten den aktuellen Formel-1-Überflieger Max Verstappen als Ersatz für Hamilton verpflichten würde, machte er zuletzt keinen Hehl, legte sich sogar offen mit Red-Bull-Boss Oliver Mintzlaff an.
Vorangegangen waren unter anderem Spekulationen, die das Portal "f1-insider.com" gestreut hatte, nach denen Wolff sich angeblich zwischen dem Miami-Rennen, das am Wochenende stattfand, und dem nächsten Grand Prix, der Mitte Mai in Imola/Italien ausgetragen wird, mit Verstappen und dessen Entourage treffen möchte, um einen Wechsel auszuloten.
Schon im Vorfeld des Miami-GPs hatte Wolff zwar betont, dass das nur "Gerüchte" seien, zudem nach dem Rennen dann erklärt, dass es zeitnah kein Treffen geben wird, aber nicht ausgeschlossen, dass es zu einem anderen Zeitpunkt in diesem Monat noch Gespräche geben könnte.
"Es finden immer sehr viele Treffen statt", erklärte Wolff bei "Sky", setzte jedoch hinzu: "Ich kann aber zum zweiten Fahrer bei Mercedes im Moment nichts Konkretes sagen."
Man habe intern bisher lediglich "über die [verschiedenen] Möglichkeiten gesprochen", verriet der Mercedes-Teamchef und fügte an: "Ich möchte diesen Jungs gegenüber fair sein und es nicht so aussehen lassen, als würden wir mit Menschen Schach spielen, denn das tun wir nicht."
Trotz des Unmuts von Red Bull blieb Wolff bei seinen offenen Worten zu Verstappen. "Wir wollen uns die Zeit nehmen und schauen, in welche Richtung Max' Gedanken gehen. Gleichzeitig beobachten wir aber auch die anderen Fahrer".
Im Speziellen nannte er dabei auch Carlos Sainz, der seinen Platz bei Ferrari an Hamilton abgeben muss. "Er fährt im Moment sehr gut, war auch heute wieder stark", blickte Wolff auf das Miami-Rennen zurück, wo Sainz Fünfter wurde. "Wir befinden uns derzeit ein wenig im Beobachtungsmodus", beschrieb der Mercedes-Verantwortliche die aktuelle Situation.
Formel 1: Toto Wolff dementiert Antonelli-Gerüchte
Als weiterer Kandidat bei Mercedes wird zudem immer wieder der erst 17-jährige Andrea Kimi Antonelli genannt. Dieser soll laut einigen Berichten vorzeitig bei Williams anheuern, am besten noch in diesem Jahr, um dann möglicherweise 2025 für Mercedes zu fahren, hieß es zuletzt. Laut Wolff ist das aber Quatsch.
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"Es wurden so viele Geschichten in die Welt gesetzt, und das tut ihm keinen Gefallen, denn er muss sich auf seine Formel-2-Kampagne konzentrieren", betonte Wolff.
"Er testet viel für uns, um ihn auf den neuesten Stand zu bringen. Aber ich denke, dass die Entscheidung über den zweiten Fahrer noch Wochen, wenn nicht Monate auf sich warten lässt", so Wolff weiter, der zudem Spekulationen darüber, für Antonelli eine Ausnahmegenehmigung zu erhalten, damit dieser bereits als Minderjähriger in der F1 fahren kann, ins Reich der Fabeln verwies: "Wir haben uns nicht an die FIA gewandt, um eine frühere Einstiegsmöglichkeit für ihn zu erhalten."



