Filip Fjeld Andersen gehört ab sofort nicht mehr zum offiziellen Elite-Kader der norwegischen Biathlon-Nationalmannschaft. Der Skijäger kann die Entscheidung verstehen, hätte sich allerdings einen anderen Kommunikationsweg gewünscht.
"Das Einzige, was ich gehört habe, war ein fünfminütiges Telefonat mit Egil (Nationaltrainer Kristiansen, Anm.d.Red.) am Sonntag. Ansonsten hat der Verband geschwiegen", äußerte sich Andersen im Gespräch mit "NRK" über den Ablauf.
"Ich bin hundertprozentig damit einverstanden, dass ich keinen Platz in der Elite-Mannschaft habe", meinte der 24-Jährige.
Er hätte es jedoch "für normal gehalten, dies auf andere Weise zu tun als durch einen Telefonanruf an einem Sonntagabend", übte Andersen Kritik am gewählten Kommunikationsweg.
"Kein gewöhnlicher Job"
Es sei "ein brutales Geschäft. Natürlich ist es freiwillig, aber wir sind auch Menschen. Der Stress und die Belastungen sind hart", beschrieb der Skandinavier das Leben als Biathlon-Athlet. Es sei "kein gewöhnlicher Job, bei dem du einen Arbeitsvertrag bekommst und etwas Außergewöhnliches tun musst, um gefeuert zu werden."
Norwegens Nationalmannschaftsmanager Per Arne Botnan betonte gegenüber "NRK", dass der Verband versuche, "die Auswahlverfahren berechenbar zu gestalten". Der Funktionär betont ebenfalls, dass die psychische Gesundheit der Athletinnen und Athleten ein wichtiges Thema für den Verband sei.
Filip Fjeld Andersen blickt auf schwache Biathlon-Saison zurück
Andersen blickt auf eine schwache Biathlon-Saison zurück, durfte im abgelaufenen Winter lediglich zwei Mal im unterklassigen IBU-Cup an den Start gehen. Anschließen musste er sich im nationalen Pokal beweisen. In der Saison 2022/23 war der Skijäger hingegen noch regelmäßig Mitglied des norwegischen Weltcup-Aufgebots.
Andersen hatte zuletzt bereits gegenüber "TV2" deutliche Selbstkritik geübt.


