Die deutsche Rekordhalterin Melat Kejeta ist beim Halbmarathon in Berlin auf das Podest gelaufen, hat aber den ersten deutschen Sieg in der Hauptstadt nach 15 Jahren verpasst.
In 1:07:26 Minuten musste sich Kejeta den Äthiopierinnen Tekle Muluat (1:06:53) und Ftaw Zeray (1:07:22) geschlagen geben. Ihr deutscher Rekord liegt bei 1:05:18 Stunden.
Miriam Dattke als Siebte und Eva Dieterich als Achte liefen ebenfalls in die Top 10. Zuletzt hatte Sabrina Mockenhaupt 2009 in Berlin gewonnen.
Bei den Männern lief Samuel Fitwi in persönlicher Bestzeit von 1:01:33 Stunden auf Platz neun und war damit bester Europäer. Sieger Daniel Simiu Ebenyo aus Kenia (59:30 Minuten) war rund zwei Minuten schneller.
Kejeta und Fitwi hatten sich im Januar beim Marathon in Dubai das Olympia-Ticket gesichert und sich damals jeweils auf Platz zwei der "ewigen" deutschen Bestenliste geschoben.
Ex-Fußballprofi André Schürrle ist derweil über seiner ambitionierten Zielmarke geblieben. Der 33-Jährige schaffte die 21,1 Kilometer in 1:41:14 Stunden.
Vorgenommen hatte sich der Fußball-Weltmeister von 2014 eine Zeit von 1:30 Stunden. Er hatte aber zuvor schon eingeschränkt, dass dies "sehr, sehr schnell" wäre. Unter anderem der Wind und die für Anfang April hohen Temperaturen machten den Läufern und Läuferinnen zu schaffen.
Schürrle, der in der Bundesliga unter anderem für Borussia Dortmund und in der Premier League für den FC Chelsea spielte, hatte 2020 mit 29 Jahren seine Fußballkarriere beendet. Seitdem sucht er neue Herausforderungen und hat unter anderem das Laufen für sich entdeckt.