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Tour-de-France-Sieger äußerte Bedenken

Brisante Enthüllungen nach Horrorsturz von Vingegaard

Jonas Vingegaard stürzte bei der Baskenland-Rundfahrt schwer
Jonas Vingegaard stürzte bei der Baskenland-Rundfahrt schwer
Foto: © IMAGO/Fotoreporter Sirotti Stefano
05. April 2024, 09:13
sport.de
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Nach dem Horrorsturz bei der Baskenland-Rundfahrt, in den unter anderem Tour-de-France-Sieger Jonas Vingegaard sowie die beiden Superstars Primoz Roglic und Remco Evenepoel involviert waren, machen brisante Enthüllungen, nach denen der Unfall vermeidbar gewesen wäre, die Runde.

Safe Cycling, ein Unternehmen, das Sicherheitslösungen für Fahrer, Veranstalter und Zuschauer anbietet, machte die Veranstalter der Baskenland-Rundfahrt im Vorfeld des Rennens auf die Sicherheitsmängel - insbesondere bei den Abfahrten - aufmerksam. Eine Reaktion erhielt man jedoch nicht.

Das bestätigte Geschäftsführer Markus Lærum gegenüber dem dänischen Sender "TV2". "Wir sitzen seit vier Monaten mit den Informationen über Bedenken hinsichtlich des Rennens zusammen, daher ist es sehr frustrierend, heute das Rennen und einen Sturz bei einer Abfahrt zu sehen", klagte er.

Bereits Anfang des Jahres hatte sich Safe Cycling mit den Fahrern zusammengesetzt und die Strecke besprochen. Die Rückmeldungen seinen besorgniserregend gewesen, auch Jonas Vingegaard habe große Sicherheitsbedenken geäußert.

"Wir wussten, dass es gefährlich war und dass etwas dagegen unternommen werden musste", betonte Lærum.

Doch ein entsprechender Hinweis von Safe Cycling wurde von den Veranstaltern der Baskenland-Rundfahrt laut Lærum ignoriert - mit fatalen Folgen.

Betongraben nicht abgesichert

Am Donnerstag waren bei der Baskenland-Rundfahrt zahlreiche Fahrer in einen Massensturz verwickelt. Der zweimalige Tour-de-France-Sieger Vingegaard aus Dänemark erlitt einen Schlüsselbeinbruch sowie mehrere Rippenbrüche und eine Lungenquetschung sowie einen Pneumothorax. Giro-Sieger Primoz Roglic humpelte von der Unfallstelle.

Belgiens Radstar Evenepoel zog sich neben einem Bruch des Schlüsselbeins eine Fraktur des Schulterblatts zu und muss operiert werden. Noch schlimmer erwischte es den Australier Jay Vine mit einem Halswirbelbruch und zwei Brüchen der Brustwirbelsäule. 

Dass der Betongraben in der Kurve, bei dem es zum Massensturz kam, nicht abgesichert war, kann Safe-Cycling-Chef Lærum nicht nachvollziehen. "Es ist eines der gefährlichsten Dinge, die man neben einer Rennstrecke haben kann. Vor allem bei Abfahrten, besonders in einer Kurve", merkte er an und ergänzte: "Daher war es überraschend, dass es überhaupt nicht abgeschirmt war."

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