Formel-1-Pilot Carlos Sainz (Ferrari) hat sich im dritten Freien Training zum Grand Prix von Bahrain 2024 vor seinem spanischen Landsmann Fernando Alonso (Aston Martin) die Bestzeit gesichert. Sainz wurde bei den Qualifying-Simulationen am Ende der Session in 1:30.824 Minuten gestoppt und war damit um 0,141 Sekunden schneller als Alonso. Dritter wurde Max Verstappen (Red Bull) mit einem Rückstand von 0,238 Sekunden.
Alonso hatte zu Beginn der Nachmittags-Session noch über Probleme beim Anwärmen der Bremsen geklagt. Nach seiner Bestzeit äußerte er sich am Funk aber sehr zufrieden: "Ein weiterer Schritt besser. Ich fühle mich besser mit dem Auto verbunden. Das ist gut." Und sein Renningenieur versicherte ihm: "Mach dir keine Sorgen wegen der Bremsen. Wir arbeiten dran."
Nach den Positionen 6 (Verstappen) und 10 (Sergio Perez) am Freitag scheint Red Bull rechtzeitig vor der ersten sportlich relevanten Entscheidung der neuen Saison den Motor hochgedreht zu haben, nachdem Helmut Marko am Donnerstagabend verraten hatte, dass die Zeiten in den ersten beiden Trainings mit gedrosselter Honda-Power erzielt wurden.
Zwischen Verstappen auf P3 und Sergio Perez auf P8 lagen 0,186 Sekunden. Perez meldete am Funk, die Balance gehe "in die richtige Richtung, aber der Reifen ist noch meilenweit weg, besonders in schnellen Kurven. Das Hochschalten ist auch nicht ideal". Später ergänzte er dann: "Das Runterschalten ist auch der Horror. Und die Motorbremse schiebt in die langsamen Kurven rein."
Formel 1: Hülkenberg im 3. Training stark
Die Positionen 4 bis 7 belegten Charles Leclerc (Ferrari), Lando Norris (McLaren), George Russell (Mercedes) und Oscar Piastri (McLaren). Piastri hatte als Siebter weniger als vier Zehntelsekunden Rückstand auf die Bestzeit. Am Ende der 60 Minuten lagen 14 Autos innerhalb von einer Sekunde. Ein Beleg dafür, wie hart umkämpft die Formel 1 2024 ist.
Nico Hülkenberg (Haas), der einzige Deutsche im Starterfeld, erreichte nach einigen "pinken" (also absolut schnellsten) Minisektoren auf seiner letzten Runde den neunten Platz. Ihm fehlten 0,454 Sekunden auf die Spitze; gleichzeitig war er um 0,393 Sekunden schneller als Teamkollege Kevin Magnussen auf Platz 14.

Wichtig ist bei der Bewertung des Ergebnisses: Das Abschlusstraining ist im Hinblick auf das Qualifying wahrscheinlich nur bedingt repräsentativ. Denn das Training wurde bei Tageslicht und über 30 Grad Asphalttemperatur gefahren. Wenn am Abend die Sonne untergeht und das Qualifying unter Flutlicht gefahren wird, könnten auf dem Bahrain International Circuit ganz andere Bedingungen herrschen.

