Die Schwimm-WM in Katar ist für viele Sportlerinnen und Sportler auch ein Testlauf für Olympia. Für Freiwasserschwimmerin Leonie Beck ist ihr überraschend schwaches Abschneiden in den Einzelrennen in Doha Warnung und zugleich Hilfe für die Vorbereitung auf Paris 2024.
"Ich muss mich definitiv auf die Kälte vorbereiten, weil es auch in Paris kalt sein kann. Ansonsten: trainieren, trainieren, trainieren", sagte die 26-Jährige mit Blick auf den Lerneffekt der WM bei kühlen Wassertemperaturen. Vor allem über die längere Distanz hatte Beck mit den 20,2 Grad Wassertemperatur zu kämpfen.
Als Doppel-Weltmeisterin von Japan gestartet, belegte Beck in Doha über zehn Kilometer den 20. Platz und über fünf Kilometer Rang 14.
Schwimm-WM: Leonie Beck "weit entfernt" von ihrer Form in Fukuoka
Ihr Olympia-Ticket über zehn Kilometer hatte Beck bereits mit ihren Erfolgen bei der WM 2023 gelöst. "Ich bin weit entfernt von meiner Form aus Fukuoka letztes Jahr", sagte die Bayerin. Mit einem Lächeln und Blick auf die Sommerspiele ergänzte sie: "Wenn ich jetzt komplett fit wäre, wäre es vielleicht auch nicht gut. Ich muss ja noch ein halbes Jahr durchhalten."
Dennoch war Beck direkt nach ihrem verlorenen Titel über fünf Kilometer "ziemlich enttäuscht". Es sei aber "normal, dass man im Februar nicht so top ist, wie am Ende der Saison".
An diesem Donnerstag (8:30 Uhr/MEZ) bestreitet sie im Hafen von Doha mit der Staffel ihr letztes Rennen dieser WM. Oliver Klemet, Celine Rieder und Arne Schubert gehören zum deutschen Schwimm-Team, das erwartungsgemäß ohne Olympiasieger Florian Wellbrock antreten muss.