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Schalke, HSV und Hertha in Zugzwang

Einzig die Fans von Schalke 04 sind derzeit reif für die Bundesliga
Einzig die Fans von Schalke 04 sind derzeit reif für die Bundesliga
Foto: © IMAGO/wolfstone-photo
02. Februar 2024, 12:45

Auf Schalke geht die Angst vor einem weiteren Abstieg um, dem Hamburger SV droht ein schmerzhaftes Déjà-vu, und bei Hertha BSC sitzt der Frust über das bittere Pokal-Aus tief.

Die drei zu Saisonbeginn noch hoch gehandelten Traditionsclubs liegen in der 2. Fußball-Bundesliga zwar beim Zuschauerschnitt vorn, werden aber ihren sportlichen Ansprüchen kaum gerecht. Dass der FC St. Pauli und die SpVgg Greuther Fürth am Samstag (13.00 Uhr) als Tabellenerster und - zweiter das Spitzenspiel bestreiten, passt ins Bild der schwächelnden Bundesliga-Dinos.    

Besonders groß ist der Frust beim siebenmaligen deutschen Meister aus Gelsenkirchen. Nur das knapp bessere Torverhältnis trennt den Tabellen-15. von einem direkten Abstiegsplatz. Geht auch das Kellerduell mit Eintracht Braunschweig am Samstag (13.00 Uhr) verloren, droht Alarmstimmung. Laut Mittelfeldspieler Ron Schallenberg sind die Sinne aller Profis geschärft: "Keiner muss sich darum Sorgen machen, dass wir nicht wissen, worum es geht. Die Mannschaft hat den Ernst der Lage verstanden. Wir sind ja nicht blöd."

Schalke 04: Neuer Sportdirektor, neue Hoffnung

Doch beim 1:4 am vergangenen Spieltag in Kaiserslautern machten die Schalker nicht den Eindruck, für einen leidenschaftlichen Kampf um den Klassenerhalt gerüstet zu sein. Das mag daran gelegen haben, dass nach den positiven Eindrücken im Wintertrainingslager in Portugal der Blick aller Beteiligten eher nach oben als nach unten gerichtet war. Gedankenspiele über eine Aufholjagd in Richtung Tabellenspitze sind nach dem Rückrunden-Fehlstart mit zwei Niederlagen gegen den HSV (0:2) und in Kaiserslautern passé.

Die Verpflichtung von Vereinslegende Marc Wilmots als Sportdirektor in der Winterpause sorgte zwar für neue Hoffnung, aber nicht für die erhoffte Trendwende. "Es wird sehr wahrscheinlich bis zum Ende Abstiegskampf sein", bekannte Schallenberg, "dem müssen wir uns stellen." 

Ein weiterer Absturz würde die ohnehin schwierige Situation des hoch verschuldeten Vereins dramatisch verschärfen. Medienberichte über eine Oppositionsgruppe und eine mögliche Rückkehr des langjährigen Aufsichtsratsvorsitzenden Clemens Tönnies sorgten zuletzt für Unruhe. Nur ein Sieg kann helfen, die Wogen zu glätten. Trainer Karel Geraerts hofft, dass seine Profis dieser kniffligen Ausgangslage gewachsen sind und den jüngsten Höhenflug des zuletzt viermal siegreichen Vorletzten aus Braunschweig bremsen: "Der mentale Aspekt ist das Wichtigste am Samstag. Wir dürfen keine Angst vor dem Druck haben, dürfen nicht in Panik verfallen und müssen nicht alles infrage stellen."  

Wachsende Skepsis beim HSV

Auch beim HSV wächst die Skepsis. Schließlich verdichten sich die Anzeichen, dass sich die immer gleiche Geschichte wiederholt. Seit dem Abstieg 2018 stand der einstige Bundesliga-Dino bereits fünfmal vor der Rückkehr in das Fußball-Oberhaus, blieb am Ende aber immer zweitklassig. Nach nur drei Siegen aus den vergangenen sieben Ligaspielen rutschte das Team aus den Aufstiegsplätzen.

Eine Niederlage am Samstag (20.30 Uhr) bei Hertha BSC könnte die Position von Tim Walter weiter schwächen. Doch der Fußball-Lehrer gibt sich entspannt: "Dadurch, dass wir auf Schlagdistanz sind, nicht uneinholbar hinten dran liegen, sondern nur einen Punkt auf die vorderen Plätze haben, bin ich noch relativ gelassen."

Dass die Partie zwischen dem HSV und Hertha als "Topspiel" der Woche firmiert, hat mehr mit der großen Tradition beider Vereine als mit der Tabelle zu tun. Schließlich muss sich die Hertha mit einem Platz im grauen Mittelmaß begnügen. Nach dem plötzlichen Tod von Präsident Kay Bernstein steht der Verein noch immer unter dem Eindruck dieser Tragödie. Das wurde auch beim 1:3 im Pokal-Viertelfinale gegen Kaiserslautern deutlich. "Es schmerzt, dass wir nicht in den Himmel gucken können und sagen können: Für dich sind wir heute eine Runde weitergekommen", klagte Torhüter Marius Gersbeck nach der Partie bei Sky. Ein Sieg über den HSV würde helfen, den Frust über das Pokal-Trauma zu lindern.   

18. Spieltag
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Eintracht Braunschweig
Eintracht Braunschweig
Braunschweig
0
1. FC Magdeburg
1. FC Magdeburg
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18:30
Fr, 16.01.
Fortuna Düsseldorf
Fortuna Düsseldorf
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Arminia Bielefeld
Arminia Bielefeld
Bielefeld
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18:30
Fr, 16.01.
1. FC Nürnberg
1. FC Nürnberg
Nürnberg
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SV 07 Elversberg
SV 07 Elversberg
Elversberg
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Sa, 17.01.
Preußen Münster
Preußen Münster
Pr. Münster
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Karlsruher SC
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Karlsruhe
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13:00
Sa, 17.01.
Dynamo Dresden
Dynamo Dresden
Dresden
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SpVgg Greuther Fürth
SpVgg Greuther Fürth
Gr. Fürth
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13:00
Sa, 17.01.
Hertha BSC
Hertha BSC
Hertha BSC
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FC Schalke 04
FC Schalke 04
Schalke 04
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20:30
Sa, 17.01.
Holstein Kiel
Holstein Kiel
Holstein Kiel
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SC Paderborn 07
Paderborn
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So, 18.01.
1. FC Kaiserslautern
1. FC Kaiserslautern
K'lautern
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Hannover 96
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So, 18.01.
VfL Bochum
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Bochum
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SV Darmstadt 98
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Darmstadt
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So, 18.01.
#MannschaftMannschaftSp.SUNToreDiff.Pkt.
1FC Schalke 04FC Schalke 04Schalke 0417121422:101237
2SV 07 ElversbergSV 07 ElversbergElversberg17104331:151634
3SV Darmstadt 98SV Darmstadt 98Darmstadt1796229:171233
4SC Paderborn 07SC Paderborn 07Paderborn17103428:181033
5Hannover 96Hannover 96Hannover 961785430:22829
6Hertha BSCHertha BSCHertha BSC1784521:16528
71. FC Kaiserslautern1. FC KaiserslauternK'lautern1783629:21827
81. FC Nürnberg1. FC NürnbergNürnberg1764719:23-422
9Karlsruher SCKarlsruher SCKarlsruhe1764725:33-822
10VfL BochumVfL BochumBochum1763823:22121
11Holstein KielHolstein KielHolstein Kiel1755720:22-220
12Preußen MünsterPreußen MünsterPr. Münster1755722:26-420
13Eintracht BraunschweigEintracht BraunschweigBraunschweig1762920:29-920
14Arminia BielefeldArminia BielefeldBielefeld1754827:24319
151. FC Magdeburg1. FC MagdeburgMagdeburg17521021:29-817
16Fortuna DüsseldorfFortuna DüsseldorfDüsseldorf17521015:27-1217
17SpVgg Greuther FürthSpVgg Greuther FürthGr. Fürth17431026:44-1815
18Dynamo DresdenDynamo DresdenDresden17341024:34-1013
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#Spieler11mTore
1SV 07 ElversbergYounes Ebnoutalib112
2SV Darmstadt 98Isac Lidberg011
3Hannover 96Benjamin Källman010
4SpVgg Greuther FürthNoel Futkeu29
5SC Paderborn 07Filip Bilbija38
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