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Rookie schreibt NFL-Geschichte

Chiefs gewinnen Kälte-Schlacht gegen die Dolphins

Video: Highlights: Chiefs schalten Dolphins aus
14. Januar 2024, 05:17
sport.de
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Die Kansas City Chiefs haben bei klirrender Kälte am Super Wild Card Weekend durch einen 26:7-Sieg über die Miami Dolphins die zweite Runde der NFL Playoffs erreicht. Ein Rookie schrieb dabei NFL-Geschichte.

Dolphins @ Chiefs: Auf einen Blick

  • In einem der kältesten Spiele der NFL-Geschichte hatten die Chiefs kaum Mühe mit den Verhältnissen, die Dolphins hingegen anscheinend sehr wohl.
  • Rookie-Receiver Rashee Rice schrieb für die Chiefs Playoff-Geschichte.
  • Die Dolphins wurden vor allem von ihrer Offense und da durch das Play-Calling im Stich gelassen. Zudem leisteten sie sich eklatante Schwächen in der Defense, die die Chiefs nur bedingt ausnutzten.

Dolphins @ Chiefs: Die Analyse

Trotz klirrender Kälte begannen die Chiefs verhältnismäßig aggressiv und warfen gleich drei Pässe nacheinander zum Start. Der dritte von Patrick Mahomes auf Travis Kelce brachte auch gleich das erste 1st Down. Anschließend setzte man dann aber doch auf den Run gegen dann meist leichte Boxes, nachdem man ja zuvor die Bereitschaft gezeigt hatte, zu werfen. Am Ende fand Mahomes Rashee Rice für einen Elf-Yard-Touchdown-Pass auf einer Drag Route gegen Off-Coverage. Rice hatte äußerst viel Platz und keine Mühe.

Die Dolphins begannen dann so, wie sie über weite Strecken des Spiels agierten: Mit Runs in frühen Downs, die sie immer wieder in lange dritte Versuche brachten, aus denen sie sich selten befreiten. Am Ende des ersten Viertels warf Tua Tagovailoa dann unter Druck tief über Jaylen Waddle und der Ball landete bei Safety Mike Edwards für eine Interception. Im Gegenzug schaffte es KC bis in die Red Zone, doch man begnügte sich mit einem 28-Yard-Field-Goal.

Kurz darauf hatten die Gäste ihren einzigen Lichtblick der ersten Hälfte: Tagovailoa feuerte einen tiefen Pass auf Tyreek Hill, der nach Jet Motion auf eine Go-Route ging, den Ball unter Druck von Trent McDuffie fing, sich löste und zu einem 53-Yard-Touchdown-Catch vollendete. Eine Initialzündung war dies für die Dolphins aber keineswegs. In der Folge kamen sie kaum noch voran, wurden sogar einmal bei einem vierten Versuch gestoppt. Die Chiefs wiederum erzielten bis zur Pause noch zwei weitere Field Goals durch Harrison Butker, der wenig später noch eines nachlegte.

Vorbei war es dann, als Isiah Pacheco einen langen Drive zu Beginn des vierten Viertels mit einem Drei-Yard-Touchdown-Lauf abschloss. Begünstigt wurde das durch eine sehr großzügige Roughing-the-Passer-Strafe gegen Christian Wilkins, der Mahomes außerhalb der Pocket leicht geschubst hatte, während die Schiedsrichter ein klares Holding der Chiefs übersahen. In jedem Fall hatten die Gäste darauf keine Antwort mehr.

Miami Dolphins (#6) @ Kansas City Chiefs (#3)

Ergebnis: 7:26 (0:7, 7:9, 0:3, 0:7) BOXSCORE

Dolphins @ Chiefs: Die wichtigsten Statistiken

  • Dies war Hills 28. Playoff-Spiel mit mindestens 50 Receiving Yards. Das sind zusammen mit Hall-of-Famer Terrell Owens die fünftmeisten in der Geschichte der NFL. 
  • Mit einer Temperatur von -4 Grad Fahrenheit (-20 Grad Celsius) beim Kickoff war dies das viertkälteste Spiel in der Geschichte der NFL.
  • Rashee Rice brachte es auf acht Receptions für 130 Yards. Das sind die meisten Receiving Yards für einen Rookie in einem Playoff-Spiel überhaupt.

Der Star des Spiels: Patrick Mahomes (Quarterback, Chiefs)

Mahomes und den Chiefs merkte man die Kälte nur bedingt an. Mahomes war durch die Luft sehr effizient, vermied Fehler und fand besonders unter Druck immer den offenen Receiver. Zudem richtete er mit zwei Scrambles auch auf dem Boden großen Schaden an. Die Dolphins fanden einfach keine Antwort auf ihn.

Der Flop des Spiels: Offense (Dolphins)

Es ist schwer, hier nur einen "Schuldigen" herauszugreifen. Das Gesamtkonstrukt Offense war hier das Problem. Das fing an mit Mike McDaniels Play-Calling, das einfach schlecht war. Immer wieder ließ er in frühen Downs laufen, was nie funktionierte und Tagovailoa damit immer wieder in die Bredouille brachte. Und aus 3rd&Long befreite er sich nur selten. Auch wenn es mal 3rd&Short wurde, verkomplizierte er mit seinem Play-Calling alles unnötig, anstatt es simpel zu versuchen. Und Tua war mal wieder in der Kälte unpräzise und mit zu vielen Fehlern unterwegs.

Analyse: Dolphins @ Chiefs - das fiel taktisch auf

  • Die Chiefs spielten wie üblich mit 2-High-Looks und Zone und stellten auch keinen speziellen Verteidiger auf Hill ab, vielmehr übergaben sie ihn je nach Aufstellung. Zudem setzten sie wie für Steve Spagnuolo üblich nur in offensichtlichen Pass-Situationen auf Blitzes. 
  • Dadurch, dass man wie immer enge Coverage spielte, musste Tagovailoa den Ball so lange wie selten halten (2,8 Sekunden im Schnitt vor der Pause, insgesamt dann unter 2,6 Sekunden, was immer noch sehr lang ist für seine Verhältnisse), weil sie ihm häufig den ersten Read nahmen. Das brachte ihn ähnlich wie schon in Frankfurt in Woche 9 immer wieder aus dem Rhythmus und machte seine Pässe unpräzise.
  • Die Dolphins-Defense spielte wie zu erwarten war für Vic Fangio und sein derzeitiges Personal mit all den Verletzungen, besonders auf den Edge-Positionen: sie blitzten sehr häufig - in fast der Hälfte aller Dropbacks -, weil die individuelle Klasse in der Front fehlt. Mahomes schlug das in aller Regel mit schnellen Pässen, gerne auch über die Mitte. Und in der Secondary wurde Jalen Ramsey auf seiner Seite belassen, er ging nicht gezielt gegen einen Receiver vor, sodass ihm Mahomes meist aus dem Weg ging. Vielmehr waren Pässe auf seine Seite eher kurze, sichere Pässe ohne großes Risiko.
  • Auffällig und unverständlich war es, dass die Dolphins immer wieder mit Crossern über die Mitte geschlagen wurden, weil in den seltensten Fällen mal ein beim Snap naher Cornerback mit seinem Receiver mitging. Entweder übergibt man dann in Coverage oder man bleibt am Gegenspieler kleben. Beides passierte häufig nicht.

New England Patriots
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