Die Baltimore Ravens weisen vor dem anstehenden NFL-Duell mit den San Francisco 49ers den gleichen Record (11-3) wie die Kalifornier auf. Dennoch gehen sie nach Ansicht vieler Experten als Außenseiter ins bevorstehende Match. Im Lager des AFC-North-Spitzenreiters sorgt dies für Wut und eine Extraportion Motivation.
In den Begegnungen mit Teams aus der NFC wahrten die Ravens in der laufenden NFL-Saison eine blütenreine Weste. Vier Siege konnten hier bislang in ebenso vielen Partien eingefahren werden. Die Underdog-Rolle schmeckt den Jungs aus Baltimore vor dem Clash mit den 49ers daher überhaupt nicht.
"Wir fühlen uns dadurch ein wenig respektlos behandelt", monierte Safety Kyle Hamilton am Mittwoch gegenüber Reportern. "Ich habe das Gefühl, dass wir die beste Mannschaft der Liga sind und wir haben die Möglichkeit, dies dem ganzen Land zu beweisen."
Nach Ansicht der Buchmacher sind die Rollen im nächsten "Monday Night Football"-Spiel aber klar verteilt. Die Wettanbieter bei "ESPN BET" gehen beispielsweise davon aus, dass die 49ers mit 5,5 Punkten Vorsprung gewinnen werden. Ravens-Cornerback Marlon Humphrey sieht darin derweil einen zusätzlichen Anreiz, um die Gastgeber zu schlagen.
"Ich war überrascht das zu sehen. Aber ich möchte das auf jeden Fall widerlegen. Und hoffentlich verlieren einige Leute etwas Geld, wenn sie auf sie wetten und verdienen etwas mehr Geld mit uns", stichelte Humphrey.
NFL: Lamar Jackson liebt Underdog-Rolle
Im Gegensatz zu seinen Teamkameraden gefällt sich Quarterback Lamar Jackson im Übrigen durchaus in der Rolle des Außenseiters. "Ich möchte nicht, dass sie auf uns zählen. Ich mag es, der Underdog zu sein." Vor allem, wenn es ihnen helfen sollte, in den Super Bowl einzuziehen.
"Ich glaube, dass wir besser spielen, wenn wir angezweifelt werden und [wenn] die Leute uns nicht aussuchen, um das Spiel zu gewinnen. Ich glaube, dass wir dann immer besser spielen, also macht das einfach bis Februar weiter", scherzte Jackson am Mittwoch.







