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Rabenschwarzer Abend für Brock Purdy

Ausrufezeichen! Ravens überrollen 49ers im Gigantenduell

Lamar Jackson bleibt eine Macht gegen NFC-Teams
Lamar Jackson bleibt eine Macht gegen NFC-Teams
Foto: © IMAGO/TERRY SCHMITT
26. Dezember 2023, 05:34
sport.de
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Die Baltimore Ravens haben an Weihnachten Woche 16 der NFL mit einem 33:19-Kantersieg im Gigantenduell gegen die San Francisco 49ers abgeschlossen. Brock Purdy erlebte dabei einen ganz bitteren Abend.

Ravens @ 49ers: Auf einen Blick

  • Brock Purdys vier mehr oder minder selbstverschuldete Interceptions sorgten schon früh für eine Vorentscheidung zu Gunsten der Ravens, die trotz wackeligem Start ihrerseits spätestens kurz nach der Pause alles im Griff hatten.
  • Bei den Ravens stand Safety Kyle Hamilton im Rampenlicht. Er fing zwei der Interceptions und war auch in Coverage kaum zu überwinden. Allerdings zog er sich eine Verletzung am Knie zu und musste das Spiel frühzeitig verlassen.
  • Lamar Jackson setzte seine absolute Dominanz gegen NFC-Teams weiter fort.

Ravens @ 49ers: Die Analyse

Das Spiel begann turbulent mit einigem Pech aus Sicht der Hausherren. Drei der ersten vier Drives der Niners endeten mit Interceptions von Brock Purdy, für die er nur bedingt etwas konnte. Die erste war ein Pick in der Endzone durch Safety Kyle Hamilton, den Purdy übersehen hatte. Anschließend landeten zwei jeweils an der Line abgefälschte Pässe bei Marlon Humphrey und wieder Hamilton. Allerdings machten die Ravens nur 13 Punkte aus diesen Turnovern.

Die ersten Punkte insgesamt gelangen aber dennoch San Francisco durch einen Safety von Lamar Jackson. Der hatte sich nach einem Snap an der eigenen 20-Yard-Linie in die eigene Endzone zurückfallen lassen, war dann über einen Schiedsrichter, der ausgerutscht war, gestolpert und warf dann den Ball weg - Intentional Grounding. Wenig später erzielte Jake Moody ein Field Goal.

Gus Edwards brachte die Ravens nach der zweiten Interception seines Teams mit einem Ein-Yard-Touchdown in Front, während Justin Tucker bis zur Pause drei Field Goals erzielte. Für die Hausherren verkürzte derweil Christian McCaffrey mit einem Neun-Yard-Touchdown-Lauf.

Nach der Pause das gleiche Bild: Purdy hatte zunächst Glück, dass er nicht gleich noch eine Interception warf, die Niners mussten aber dennoch punten. Daraufhin brauchten die Gäste nur drei Spielzüge für den nächsten Touchdown. Jackson fand Nelson Agholor für einen Sechs-Yard-Touchdown-Pass. Zuvor hatte Edwards sein Team mit einem 39-Yard-Catch in Position gebracht.

Ravens @ 49ers: Zwei schnelle Touchdowns als Vorentscheidung

Es folgte das Unglaubliche: Purdy, der beim Pass getroffen wurde, warf noch eine vierte Interception, dieses Mal zu Patrick Queen, der den Ball über 21 Yards bis an die Neun-Yard-Linie trug. Das nächste Play danach: ein Neun-Yard-Touchdown-Pass von Jackson nach Scramble zu Zay Flowers. Neuer Spielstand: 30:12 Baltimore nach nicht mal fünf Minuten in der zweiten Hälfte!

In der Folge ließen die Ravens nichts mehr anbrennen, während die Hausherren nur noch Ergebniskosmetik betrieben. Sorgen gibt es derweil um drei Topstars auf beiden Seiten: Während die 49ers zunächst Left Tackle Trent Williams (Leiste) und dann später auch noch Purdy verloren, dessen Ausfall wohl nur eine Vorsichtsmaßnahme Mitte des vierten Viertels war - er wurde durch Sam Darnold ersetzt -, hat sich Hamilton auf Seiten der Gäste offenbar am Knie verletzt. Diagnosen stehen bei allen noch aus.

Dass es am Ende zumindest auf dem Papier nicht doch nochmal spannend wurde, lag schließlich an einer weiteren Niners-Interception in der Red Zone durch Marcus Williams, der Darnolds Pass in die Endzone abfing und damit den Schlusspunkt setzte.

Durch dieses Ergebnis gehen die Ravens als Favorit auf den Top-Seed der AFC ins direkte Duell mit dem einzigen noch vorhandenen Verfolger Miami Dolphins (11-4) am kommenden Sonntag. Die 49ers wiederum haben es trotz der Niederlage weiterhin in der eigenen Hand, sich ihrerseits den Top-Seed der NFC zu sichern, liegen nun aber gleichauf mit den Eagles.

Hier geht es zum Playoff Picture der NFL!

Baltimore Ravens (12-3) @ San Francisco 49ers (11-4)

Ergebnis: 33:19 (3:5, 13:7, 17:0, 0:7) BOXSCORE

Ravens @ 49ers: Die wichtigsten Statistiken

  • Die vier Interceptions von Purdy sind ein Karrierehöchstwert für den jungen Quarterback. Und es sind die meisten für einen Quarterback der Niners seit Nick Mullens drei in der Saison 2018 in einem Spiel geworfen hatte.
  • McCaffreys Touchdown war der 34. im Trikot der 49ers. Das sind die zweitmeisten in der Geschichte der NFL für einen Spieler in seinen ersten 30 Spielen für ein Team - es war zudem erst sein 29. Spiel für San Francisco. Mehr hatte nur Hall-of-Famer Gale Sayers (36) in Diensten der Bears.
  • Dies war Lamar Jacksons 20. Sieg gegen ein Team aus der NFC. Dem gegenüber steht nur eine Niederlage.

Der Star des Spiels: Kyle Hamilton (Safety, Ravens)

Hamilton war mal wieder Dreh- und Angelpunkt dieser Defense und derjenige, der gerade zu Beginn die wichtigsten Plays machte. Er beendete den ersten guten Angriff der Niners mit einer Interception in der Endzone, wobei er das Play perfekt gelesen hat. Und er schnappte sich dann auch noch eine weitere Interception, die den ersten Ravens-Touchdown vorbereitete. Insgesamt ließ er in Coverage zudem nur zwei Catches für sechs Yards zu.

Der Flop des Spiels: Brock Purdy (Quarterback, 49ers)

Ein rabenschwarzer Weihnachtstag für Purdy, den viele schon als MVP deklariert hatten. Er warf vier Interceptions, von denen mindestens zwei auf seine Kappe gingen, und er hatte noch Glück, dass nicht ein bis zwei weitere folgten. Mit kurzen Pässen war er kein Faktor, sodass die Offense bis auf ein paar vereinzelte Nadelstiche über tiefere Distanzen nie wirklich in einen Rhythmus fand.

Analyse: Ravens @ 49ers - das fiel taktisch auf

  • Die Ravens-Defense schaffte es, so enge Coverage zu spielen, dass Purdy den Ball deutlich länger halten musste als sonst üblich. Während er sonst den Ball im Schnitt nach 2,67 Sekunden wirft, waren es in diesem Spiel mehr als drei Sekunden. Und bis dahin sah er sich meist schon Pressure gegenüber, was seine Präzision beeinflusste. Auch sah er das Feld selten gut, was auch ein Faktor bei seinen Interceptions war.
  • Die Ravens-Defense war perfekt eingestellt auf Purdys Tendenz, vor allem von kurzen Pässen (0-9 Air Yards) zu leben. Sie spielten zum Teil Press Coverage und attackierten die Receiver gerade bei Underneath Routes sehr früh. Das Ergebnis waren drei der vier Interceptions von Purdy, der in diesem Bereich des Feldes insgesamt auch nur zwei Pässe anbrachte und keinen davon über die Mitte des Feldes.
  • Die Niners machten anfangs einen guten Job, was die Arbeit an der Line of Scrimmage anging und zeigten viel Gap-Disziplin im Pass Rush. Sie waren deutlich weniger aggressiv als sonst und versuchten, so Contain zu spielen und Jackson in der Pocket zu halten. Das funktionierte auch für längere Zeit, doch fiel ihnen diese Spielweise immer schwerer, gerade mit den kurzen Feldern, die durch die Turnover zustande kamen. 

Denver Broncos
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21:00
So, 25.01.
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00:30
Mo, 26.01.
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