Der ehemalige russische Biathlet Dmitry Vasilyev hat einmal mehr schwere Dopingvorwürfe gegen die norwegische Mannschaft um Johannes Thingnes Bø erhoben. In den Augen des zweimaligen Olympiasiegers sind die Skandinavier nichts anderes als vom Weltverband akzeptierte Betrüger.
Die norwegische Dominanz im Biathlon-Weltcup sei gleichbedeutend mit der "Zerstörung des Skisports", wetterte Vasilyev im "MatchTV"-Gespräch. Die Skandinavier "verstecken sich hinter Genehmigungen und betreiben Doping, ohne dafür bestraft zu werden", sagte der ehemalige Athlet.
Vasilyev trat in der Vergangenheit immer wieder als scharfer Kritiker der Norweger auf, die sich seiner Meinung nach mit der Verwendung vom Verband erlaubter Asthmamitteln einen Vorteil verschaffen. "Wie soll man solche Athleten schlagen?", fragte der Russe, der auf die Frage selbst keine Antwort hat.
"Sie dopen! Gegen sie anzutreten ist, als würde man mit einer Gabel auf einen Panzer losgehen", sagte Vasilyev.
Der zweimalige Olympiasieger spricht dabei nicht etwa von Einzelfällen, sondern von systematischem Doping in Norwegen. "Schaut euch an, was sie machen: Erst gewinnt ein Athlet alles. Wenn er seine Karriere beendet, taucht ein anderer auf, der auch alle Rennen gewinnt. Wie man sie bezwingen soll? Schwierig."
"Russland würde im Biathlon definitiv dominieren"
Für Vasilyev ist klar: Würde der Verband gegen die Machenschaften der Norweger vorgehen, sähen die Ergebnislisten ganz anderes aus. "Wenn der Sport fair wäre, würde Russland im Biathlon definitiv dominieren", mutmaßte der 60-Jährige, der die Skandinavier als "Pseudo-Asthma-Patienten" bezeichnete und gar Gefängnisstrafen forderte.
"Sie ruinieren damit nicht nur ihre eigene Gesundheit, sondern verführen auch junge Leute zum Gebrauch illegaler Drogen. [...] Jeder Asthmatiker hat manchmal Probleme, die Treppe hinaufzukommen, aber sie [die Norweger] laufen auf der Skipiste auf einem exorbitant hohen Niveau", beendete der Russe seine Schimpftirade auf die Norweger.


