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Bericht aus Spanien

Mehrere Gründe: Darum sagte Raúl Union Berlin ab

Raúl war Thema bei Union Berlin
Raúl war Thema bei Union Berlin
Foto: © Gonzales Photo/Mario Diaz Rasero via www.imago-ima
27. November 2023, 10:06
sport.de
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Während rund um Union Berlin schon kurz nach der Vorstellung von Nenad Bjelica die Zweifel daran wachsen, ob der neue Trainer wirklich der Richtige für die Eisernen ist, wurde enthüllt, warum der ebenfalls gehandelte Ex-Bundesliga-Star Raúl dem Bundesliga-Klub absagte.

Raúl als Trainer von Union Berlin? Das wäre ein echter Coup gewesen. Die 46-jährige Real-Madrid-Ikone, die nach der Trennung der Berliner vom langjährigen Coach Urs Fischer vom "kicker" intensiv als Nachfolger ins Spiel gebracht wurde, hätte großen Fußball-Glanz in die Hauptstadt bringen können. Doch am Ende übernahm mit dem Kroaten Nenad Bjelica ein "Nobody" (Zitat Lothar Matthäus bei "Sky") das Amt des Cheftrainers.

Doch warum wollte Raúl nicht zu Union? Laut einem Bericht von "Marca" hat der fünffache spanische Fußballer des Jahres schlichtweg andere Pläne und daher gleich mehrere Gründe für seine Absage.

Zuallererst hänge Raúl derzeit "mit Leib und Seele" an seinem Job als Trainer der 2. Mannschaft von Real Madrid. Sein Vertrag dort ist noch bis Sommer 2024 datiert. Nicht ausgeschlossen, dass der Spanier verlängert - oder aber sogar zu einem weitaus begehrteren Posten aufsteigt.

Denn der zweite Grund für die Absage an Union und weitere interessierte Klubs, die laut dem Bericht das Telefon dauerhaft klingeln lassen: Raúl verfolgt weiter seinen großen Traum - nach wettbewerbsübergreifenden 741 Spielen als Spieler (323 Tore, 114 Vorlagen) - irgendwann auch Trainer der ersten Mannschaft der Königlichen zu sein. 

Raúl schielt auf Real-Job

Die Chancen dafür stehen nicht schlecht. Im Sommer wird der aktuelle Coach Carlo Ancelotti dem Vernehmen nach Abschied nehmen und als Trainer der Nationalmannschaft Brasiliens anheuern. Dann wird der begehrte Posten frei, für den unter anderem auch Leverkusens Übungsleiter Xabi Alonso, ebenfalls ein Ex-Madrilene, gehandelt wird.

Ráuls Vorteil: Als langjähriger Trainer der Castilla, der U19 des Klubs, ist er derzeit schon ganz nah dran. Deshalb habe er laut "Marca" durchaus einen kleinen Vorteil, weil der "Sprung für ihn einfacher" sein könnte als beispielweise für Xabi Alonso.

Kurzum: Union habe zwar an Ráuls Tür geklopft, so das spanische Sportblatt, aber sein Ziel bleibe ein anderes: Real Madrid!

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