Am kommenden Wochenende beginnt die Biathlonsaison 2023/24. Auf deutscher Seite fehlt mit Denise Herrmann-Wick die erfolgreichste Athletin der letzten Jahre. Ihren Nachfolgerinnen traut die 34-Jährige einiges zu, die ganz großen Favoriten sieht sie jedoch in den anderen Teams.
Was ist für die deutsche Biathlon-Mannschaft in der Saison 2023/24 drin? Geht es nach Denise Herrmann-Wick, so sind einige Überraschungserfolge zumindest nicht auszuschließen.
"In der vergangenen Saison sind Hanna Kebinger, Sophia Schneider oder auch eine Vanessa Voigt durchgestartet. Es hat jede ihre Stärken, die eine ist im Laufen etwas besser, die andere im Schießen. Kommt beides zusammen, gibt es sicherlich tolle Einzelplatzierungen", sagte die zurückgetretene Herrmann-Wick im Interview mit dem Portal "web.de".
Große Hoffnungen setzt die Olympiasiegerin aber vor allem in die Staffel-Rennen. Dort rechne sie sehr mit dem DSV-Team, weil "der Teamspirit richtig gut ist", sagte Herrmann-Wick.
Wird die nächste Biathlonsaison wieder "norwegisch"?
In der deutschen Männer-Mannschaft hat die 34-Jährige vor allem zwei Läufer auf dem Zettel. "Wenn Benedikt Doll, der konditionell unglaublich stark ist, wieder seinen Flow beim Schießen findet, dann kann er konstant vorne mit dabei sein. Johannes Kühn kann dies ebenfalls, wenn er im Schießen konstante Leistungen zeigt", meinte Herrmann-Wick.
Was die "Biathlon-Rentnerin" aber auch weiß: Die ganz großen Favoritinnen und Favoriten laufen in diesem Winter wieder einmal für andere Nationen auf.
"Ich hoffe auf eine Menge Spannung, es könnte aber auch wieder sehr norwegisch werden, was ich nicht hoffe. Aber die Hauptkonkurrenten für [Johannes Thingnes] Bø kommen eher aus den eigenen Reihen", sagte sie mit Blick auf die norwegische Männer-Mannschaft, die im vergangenen Winter nach Belieben dominierte.
Das sind Herrmann-Wicks Favoritinnen im Frauen-Weltcup
Im Frauen-Weltcup gebe es hingegen "drei, vier Namen, die man sicherlich ganz oben auf der Liste haben muss". Dazu gehört laut Herrmann-Wick die italienische Doppel-Spitze bestehend aus Lisa Vittozzi und Dorothea Wierer. Aber auch die Schwedinnen um die Öberg-Schwestern zählen in ihren Augen zu den "Top-Anwärterinnen".
"Außerdem glaube ich auch an ein starkes Team aus Frankreich, sofern der Kreditkarten-Skandal rund um Julia Simon ausgeblendet werden kann. Sie haben aber auch einen sehr guten Trainer, der sie sicherlich sportlich top vorbereiten wird", kann und will Herrmann-Wick auch einen französischen Siegeszug nicht ausschließen.
