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Sinner-Manie in Turin: "Ein echtes Idol"

Jannik Sinner schlägt derzeit bei den ATP Finals auf
Jannik Sinner schlägt derzeit bei den ATP Finals auf
Foto: © IMAGO
17. November 2023, 13:07

Jannik Sinner liefert als gefeierter Lokalmatador bei den ATP Finals in Turin ab. Der Südtiroler profitiert auch von Gesprächen mit einem Mentaltrainer.

Jannik Sinner winkte seinen Tifosi bewegt zu. Die Augen des Südtirolers schimmerten feucht, als er nach dem Halbfinaleinzug im Tollhaus Pala Alpitour lautstark vom Turiner Publikum gefeiert wurde.

"Es ist ein großes Privileg, hier zu sein. In Italien", sagte Sinner, nachdem er mit makelloser Bilanz und einem 6:2, 5:7, 6:4-Erfolg gegen Boris Beckers Schützling Holger Rune die Gruppenphase der ATP Finals abgeschlossen hatte: "Es ist natürlich ein bisschen mehr Druck, aber ein positiver Druck. Ich bin gerne in dieser Situation."

Die Situation entwickelt sich bei dem Highlight-Turnier der acht besten Profis des Jahres immer mehr zu einer Sinner-Manie. 15.000 Zuschauer bejubeln den Weltranglistenvierten in der Arena, Millionen kleben vor den Fernsehern. "Sinner ist ein echtes Idol: Er tritt auf und das Publikum tobt", schrieb die "Gazzetta dello Sport" über den Gegner von Alexander Zverev in der Vorschlussrunde, sollte die deutsche Nummer eins am Freitag die Gruppenphase überstehen.

Der 22 Jahre alte Sinner macht vor den Augen der Sportnation Italien eine Entwicklung durch. Vom Toptalent zum Titelanwärter bei den ganz großen Tennisevents. Auch Novak Djokovic und Stefanos Tsitsipas besiegte er in der Gruppenphase von Turin und bewies dabei eine große emotionale Stabilität in kniffligen Matchphasen. Die Sitzungen mit Mentalcoach Ricardo Ceccarelli, der für seine Arbeit mit Formel-1-Rennfahrern bekannt ist, scheinen sich auszuzahlen.

Sinner ist nun der erste Profi seines Landes, der in der 54-jährigen Geschichte der Jahresendturniere der ATP den Einzug ins Einzel-Halbfinale schaffte. Er feierte als erster Spieler Italiens in der Ära des Profitennis seit 1968 in einer Saison 60 Siege. Und er hat weiterhin die Chance auf den Rekordgewinn von mehr als 4,8 Millionen US-Dollar, sollte er in Turin zum Titel stürmen.

Wimbledon-Champion Carlos Alcaraz sieht seinen Kumpel gar als künftige Nummer eins der Welt. Dafür braucht Sinner allerdings noch viele große Siege.

FinnlandGroßbritannien
Heliovaara, H. / Patten H.
Heliova./Patten
2
7
6
Großbritannien
Salisbury, J. / Skupski, N.
Salisb./Skupski
0
5
3
15:00
So, 16.11.
Beendet
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