Mit gerade mal 19 Jahren kletterte Nastasja Schunk im August 2022 bis auf Rang 143 der Tennis-Weltrangliste und nährte so die Hoffnungen des DTB, endlich wieder eine kommende Top-Spielerin in den eigenen Reihen zu haben. Dann folgte eine schwere Verletzung - und langsam aber sicher der mühsame Weg zurück.
2022 stand Nastasja Schunk im Hauptfeld der French Open und der All England Championship in Wimbledon. Die Vorzeichen für eine große Karriere standen gut. Hartnäckige Schulterbeschwerden bremsten Schunk allerdings immer wieder aus, im Dezember 2022 stand letztlich fest, dass nur eine Operation die Probleme beheben kann. Das DTB-Talent musste den Schläger vorerst an die Seite stellen.
Erst Mitte Oktober kehrte Schunk auf die Tour zurück, in Hamburg musste sich die 20-Jährige allerdings schon in Runde eins Yana Morderger nach hartem Kampf mit 4:6, 7:5 und 3:6 geschlagen geben. Dass sie allerdings schon bald wieder in vordere Regionen der Weltrangliste vorstoßen könnte, lässt Schunk im November in Antalya erahnen.
Nachdem sie in der Vorwoche erst im Halbfinale an der späteren Siegerin Valeriya Yushchenko scheiterte, bietet sich der Deutschen derzeit bei der nächsten Austragung des W15-Events in Kürze die Chance, sich bei der Russin zu revanchieren.
Tennis-Hoffnung vor langem Weg zurück in die Spitze
Schunk, die sich problemlos durch die Qualifikation fightete, fegte in Runde eins die Rumänin Sabina Dadaciu (Nummer 997 der Weltrangliste) mit 6:0 und 6:1 vom Court. Am Donnerstag folgte dann ein knapper Sieg (6:3, 1:6, 6:1) gegen Vittoria Modesti aus Italien (Nummer 1090 der Weltrangliste). Im Viertelfinale wartet am Freitag erneut Yushchenko.
Die Gegnerinnen in Antalya sind natürlich noch nicht die Größen, gegen die Schunk schon antrat. Die Mainzerin selbst wird nach ihrer langen Auszeit allerdings derzeit selbst unter ferner liefen geführt und muss sich Schritt für Schritt zurückkämpfen. Sollte ihr in dieser Woche ein Sieg gelingen, würde sie wenigstens wieder in die Nähe der Top 1000 rücken.




